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Erklärung der Altbischöfe Kreß und Bohl


20. Oktober 2019

Aufruf an der Einheit der Kirche festzuhalten

Die Ereignisse in der Landeskirche haben in den letzten Tagen viele Menschen erschreckt, gar verstört. Dem angekündigten Rücktritt des Landesbischofs ist Verwirrung gefolgt, unterschiedliche Sichtweisen prallen aufeinander und darüber ist es so weit gekommen, dass die einen sich gegen die anderen stellen. In tiefer Sorge wenden wir uns aus dem Ruhestand heraus in gebliebener Mitverantwortung für das Wohl unserer Kirche zu Wort. Es schmerzt uns, dass die Polarisierung der Gesellschaft auch in der Kirche angekommen ist.

Die Auseinandersetzungen gehen an niemandem spurlos vorüber. Als Christenmenschen sind wir in einer solchen Situation gefordert, besonnen zu bleiben, trotz unterschiedlicher Erfahrungen und Überzeugungen einander zuzuhören und uns um Verständnis zu bemühen. Und selbstverständlich bewährt sich das Christ-sein darin, gerade im Streit um den richtigen Weg Nächstenliebe zu praktizieren.  

Wir rufen alle Mitglieder der Landeskirche auf, an der Einheit unserer Kirche festzuhalten, ohne den nötigen inhaltlichen Auseinandersetzungen auszuweichen. Dabei muss das Bemühen um Frieden und Versöhnung leitend sein. Zur Richtschnur für den Umgang miteinander kann das biblische Wort für die am 20. Oktober begonnene Woche werden: Dies Gebot haben wir von Christus, dass wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder und Schwester liebe. (1.Johannes 4, 21) 

Helfen Sie mit, entsprechend dem biblischen Zeugnis in Wahrhaftigkeit und gegenseitiger Achtung beieinander zu bleiben. Und: Beten Sie für die Kirchenleitung und Landesbischof Dr. Rentzing, Gott schenke unserer  Kirche und dem Land seinen Frieden!  

Landesbischof i.R. Volker Kress

Landesbischof i.R. Jochen Bohl

Landesbischöfe i.R. Jochen Bohl und Volker Kreß

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