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Ev. Medienverband zum Tag der Pressefreiheit


05. Mai 2019

Respekt und Verständnis für Medienschaffende

LEIPZIG - Zum internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai sprach sich der Evangelische Medienverband in Sachsen für die Notwendigkeit zivilgesellschaftlich kontrollierter, gemeinwohlorientierter und bedarfsgerecht von der Gemeinschaft finanzierter öffentlich-rechtlicher Medienanbieter sowie einer lokal verankerten freien Presse aus.

30 Jahre nach der Friedlichen Revolution wird erneut deutlich, dass freie und unabhängige Medienangebote eine unverzichtbare Voraussetzung für ein demokratisches Miteinander in einer offenen Gesellschaft sind. Vor dem Hintergrund vermehrter verbaler und körperlicher Übergriffe auf Journalistinnen und Journalisten in den vergangenen Monaten (erfasst u.a. von Organisationen wie Reporter ohne Grenzen oder dem European Centre for Press & Media Freedom /Leipzig) mahnt der Evangelische Medienverband in Sachsen Respekt vor der unerlässlichen Funktion von Medien und der in ihnen Mitwirkenden an.

Ohne unabhängige und den Grundsätzen von Objektivität, Wahrhaftigkeit und Glaubwürdigkeit verpflichtete Medienberichterstattung ist eine freie persönliche und öffentliche Meinungsbildung grundsätzlich gefährdet. Öffentlichkeit herzustellen ist dabei Aufgabe und Auftrag der Massenmedien. Der Evangelische Medienverband in Sachsen ruft dazu auf, auch in Zeiten widerstreitender Meinungen diese Rolle der Medien und der in ihnen tätigen Menschen wertzuschätzen. Ihre an den oben genannten Grundsätzen orientierte Arbeit, zu der auch Selbstreflexion bei konkret geäußerter Kritik gehört, ist unabdingbare Voraussetzung für ein gelingendes Miteinander.

Eine starke Demokratie braucht funktionierende freie Medien – daher setzt sich der Evangelische Medienverband in Sachsen mit Dialogveranstaltungen zwischen Bürgern und Journalisten unter dem Titel „Wo bleibt die Wahrheit?“ (Leipzig 2015, Dresden 2016, Löbau 2019) für ein wachsendes gegenseitiges Verständnis ein. Eine weitere Veranstaltung dieser Reihe wird am 27. August 2019 um 19:00 Uhr im Diakonie- und Kirchgemeindezentrum Pirna-Copitz (Schillerstr. 21a) stattfinden. 

Zugleich betont der Evangelische Medienverband in Sachsen die Notwendigkeit zivilgesellschaftlich kontrollierter, gemeinwohlorientierter und bedarfsgerecht von der Gemeinschaft finanzierter öffentlich-rechtlicher Medienanbieter sowie einer lokal verankerten freien Presse. Mit Sorge sieht der Verband, dass insbesondere Anbieter im lokalen kommerziellen TV-Bereich in Sachsen einen schwieriger werdenden Spagat zwischen wirtschaftlichem Auskommen und publizistisch ausgewogener Leistung zu meistern haben.

Der Evangelische Medienverband in Sachsen e.V. (EMV) wurde 1999 gegründet, um die kirchliche Öffentlichkeitsarbeit in Sachsen zu unterstützen. Der EMV fördert den Beitrag der Kirche zur gesellschaftlichen Entwicklung und Orientierung der Menschen. Er setzt sich ein für eine soziale und gerechte Kommunikation auf allen Ebenen und fühlt sich daher auch dem Bildungsauftrag zu einem generationsübergreifenden verantwortungsvollen Umgang mit den digitalen Medien verpflichtet. Außerdem ist der Medienverband Herausgeber der kirchlichen Wochenzeitung DER SONNTAG in Sachsen. Regelmäßig vergibt der EMV den Evangelischen Medienpreis und beteiligt sich an medialen Projekten wie zum Beispiel dem Kirchenmagazin "Evangelisch in Sachsen" im Regionalfernsehen sowie Wettbewerben. Medienpolitisch gibt er Impulse und Stellungnahmen für Gesetzesänderungen und Positionspapiere.

www.medienverband-sachsen.de

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