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Evangelische Schule prämiert


04. Oktober 2020

Prämierung „Sichtbar Evangelisch“ der Ev. Schulstiftung in Hannover

HANNOVER | BÖHLEN - Das Evangelische Gymnasium Lernwelten in Böhlen bei Leipzig erhielt den 1. Preis beim Förderprogramm „Sichtbar Evangelisch“ der Evangelischen Schulstiftung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Das Förderprogramm der Schulstiftung soll das religiöse Wirkungsfeld von evangelischen Schulen deutlicher in den Fokus zu rücken, damit das Profil der Schulen geschärft wird. “

Vor der historischen und stilvollen Kulisse des Hardenbergschen Hauses in Hannover erhielten am 23. September nach dem Gymnasium Lernwelten eine Berufsschule in Potsdam und eine Freie Evangelische Schule in Lörrach den 2. und 3. Preis. Darüber hinaus wurden unter den 41 Bewerbungen noch weitere Schulen gewürdigt. Für die Schulstiftung sei dies Ausdruck für die Vielfalt und das Engagement  evangelischer Schulen.

Das Projekt des Gymnasiums Lernwelten mit dem 1. Preis

Das Gymnasium im Ortsteil Großdeuben von Böhlen wählte das Projektthema „Pilgern vor der eigenen Haustür“. Nach kurzer Vorstellung in den Klassenzimmern entschieden sich die Schülerinnen und Schüler, eine Reise durch die Gemeinden der eigenen Umgebung zu unternehmen. In zwei Workshops beschäftigten sie sich vorab damit, was Pilgern eigentlich bedeutet. Die Heranwachsenden legten Regeln und Wege für den Ausflug fest, womit schon vor dem Start eine gewisse Gruppendynamik entstand. In der letzten Schulwoche vor den Sommerferien wurde dann von Montag bis Mittwoch gepilgert. Dabei wurde in Gemeindehäusern und Kirchen übernachtet.

„Das ist eine einzigartige Stimmung. Man hat das Gefühl, Gott ganz nah zu sein“, meint die betreuende Lehrkraft Nora Widera. Trotz der nachts kühlen Kirche stellt sie klar: „Gefroren hat es bisher noch nie jemanden.“ Dieses Jahr musste das Erlebnispilgern coronabedingt leider ausfallen. Frau Widera wird es aber sicher in Zukunft wieder aufleben lassen: „Das ist mein Herzblutprojekt von der ersten Minute an. Vielleicht kann man andere Schulen dafür begeistern, das auch zu machen.“

Profil Evangelischer Schulen schärfen

Die EKD-Schulstiftung hatte Anfang des Jahres dazu aufgerufen, Lernsettings einzureichen, die junge Menschen in der Ausbildung ihrer Persönlichkeit stärken sowie Selbstwirksamkeit und Verantwortungsübernahme fördern. Viele evangelische Schulen verfolgen ein sehr ganzheitliches Bildungskonzept, dass junge Menschen vor allem als Persönlichkeiten stärken möchte.

Evangelisch bilden bedeutet, dass der einzelne Mensch um Gottes willen im Mittelpunkt steht. Es geht darum, ihn oder sie im Horizont der christlichen Tradition und neuester Erkenntnisse zu fördern. Daher ist evangelische Bildungsarbeit weltoffen und dialogisch.

Die Evangelische Schulstiftung beabsichtigt, mit dem sich wiederholenden Ausschreibungsformat das religiöse Wirkungsfeld von evangelischen Schulen deutlicher in den Fokus zu rücken, damit das Profil der Schulen geschärft wird. Darüber hinaus ist eine Veröffentlichung geplant, die dem Leser ausgewählte Beispiele aus den zahlreichen und vielfältigen Einsendungen der Ausschreibung „Sichtbar Evangelisch“ zur Verfügung stellt.

Evangelische Schulstiftung in der EKD

Schülerinnen und Schüler unterwegs auf dem Pilgerweg (Fotos: ©Nora Widera)
Pilgergruppe besucht ein Gemeindehaus auf dem Weg

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