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Evangelische Seelsorger wieder im Auslandseinsatz


26. Juli 2021

Die Tourismusseelsorge wird von der EKD organisiert

DRESDEN – Während der Sommermonate übernehmen auch in diesem Jahr sächsische Pfarrer im Rahmen der Urlauberseelsorge Dienst im Ausland oder an einem deutschen Ferienort. Da viele der coronabedingten Beschränkungen gelockert wurden, kann die Urlauberseelsorge fast wie gewohnt stattfinden. Allerdings werden die Hygieneregeln des jeweiligen Landes bzw. des Bezirks zu beachten sein. 

Derzeit ist ein Pfarrer aus Leipzig noch bis zum 15. August auf der Nordfriesischen Insel Rømø (Dänemark) im Einsatz. Ein Pfarrer i.R. trat die Urlauberseelsorge in Gols und Neustedl am See in Österreich an und ein weiterer Ruheständler wird von Mitte bis Ende August zur deutschen Nordseeküste nach Cuxhaven reisen. Ein Pfarrer aus dem Erzgebirge übernimmt ab 4. August für drei Wochen den Dienst im polnischen Gizycko (Lötzen) in Ermland-Masuren.

Für meist drei Wochen unterstützen Pfarrerinnen und Pfarrer die dortigen Gemeinden. Gerade in der Urlaubszeit, wo sich Menschen erholen, sind diese für Glaubensfragen offener. Die Seelsorger haben für die Urlauber ein offenes Ohr und stehen für Beratung und Gespräche zur Verfügung. Sie laden zu wöchentlichen Gottesdienste und zusätzliche Veranstaltungen wie Gesprächsabende oder Bibelarbeiten ein. Nach dem Ende des Seelsorgedienstes beginnt für diese Pfarrer dann auch vor Ort freie Ferienzeit.  

Die Tourismusseelsorge im Ausland wird durch die EKD organisiert, die in diesem Jahr circa 90 Pfarrerinnen und Pfarrern in 60 Urlaubsorte im europäischen Ausland vermitteln konnte.

Urlaub bei Freunden

Abgesehen von diesem Jahr engagiert sich das Gustav-Adolf-Werk in Sachsen (GAWiS) an der Besetzung einer Urlauberseelsorge-Stelle in Siebenbürgen (Rumänien), die dort hinsichtlich der Örtlichkeit wechseln kann. Dafür verweist das GAWiS auf Partnerkirchen, deren Tagungs- und Begegnungszentren sowie Gästehäuser und Gästewohnungen in verschiedenen Gemeinden für den Urlaub oder für Bildungs- und Begegnungsreisen genutzt werden können. Eine Auswahl zum Download mit Kontaktdaten aus Belgien, Chile, Estland, Frankreich, Italien, Österreich, Polen, Serbien, Spanien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn sind zu finden unter: https://www.gustav-adolf-werk.de/urlaub-bei-freunden.html

„Urlaub bei Freunden“ heißt es beispielsweise auch bei Besuchen vonGästehäusern der Waldenserkirche in Italien Die insgesamt elf Gästehäuser und Hotels befinden sich sowohl in großen Städten wie Florenz, Rom und Venedig als auch in den Bergen oder am Meer. Eine Besonderheit ist, pro Gast wird ein Euro für diakonische Projekte gespendet, so dass jährlich bis zu 25.000 Euro für einen guten Zweck zusammenkommen. www.casevaldesi.it

Die meisten sächsischen Pfarrerinnen und Pfarrer werden jedoch einen normalen Urlaub mit ihren Familien verbringen. Dieser ist wichtig, um sich von dem fordernden Arbeitsalltag im Gemeindepfarramt zu erholen. Diejenigen Pfarrer und Pfarrerinnen, die eine Pfarrstelle in heimatlichen Tourismusgebieten wie beispielsweise in der Sächsischen Schweiz oder im Erzgebirge haben, begleiten dort die Urlaubsgäste. Dazu laden sie zu besonderen Veranstaltungen ein und bieten Kirchenführungen an. Auch viele Kirchenkonzerte, meist mit Gast-Organisten, stehen in den Urlaubsorten auf dem Programm. 

Zum speziellen und saisonalen Service der Urlaubsseelsorge der EKD kommen noch zahlreiche deutschsprachige Gemeinden im Ausland (von Belgien bis Zypern) hinzu, die regelmäßige Gottesdienste anbieten. Unter Beachtung der örtlichen Bedingungen sind auch hier deutsche Urlauber als Gäste herzlich willkommen. 

Viele österreichische Orte werden durch Urlaubsseelsorge erreicht

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