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Festgottesdienst bei Reformationswetter in Wittenberg


28. Mai 2017

120.000 Menschen zu den Festwiesen vor den Toren Wittenbergs unterwegs

WITTENBERG - Nach einer Nacht der Lichter am Sonnabend und einer Sonnenaufgangsandacht am Sonntagmorgen in Wittenberg kamen aus verschiedenen Richtungen, insbesondere vom Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin, aus Leipzig und vielen anderen Orten 120.000 Christen auf die Elbwiesen vor die Tore Wittenbergs zum großen Festgottesdienst zusammen.
 Häufig wurde der Weg nach Wittenberg unterschätzt, so dass viele der 120.000 Besucher erst kurz nach Beginn des Gottesdienstes ankamen.

Die Bundeswehr hatte über die Elbe eine Pontonbrücke errichtet, die heute um 6:00 Uhr zur Entlastung der Zugänge aus der Stadt zum Festgelände eröffnet wurde. Die Hälfte der Wittenberg-Besucher kam wie erwartet mit der Bahn, die anderen mit 500 Bussen, Privat-PKW und mehr als erwartet aus Wittenberg selbst und der Region mit Fahrrädern.
Die Witterungsverhältnisse ließen keinen frieren oder ließen ihn im Regen stehen. Strahlender Sonnenschein sowie die blitzenden Posaunenklänge von 6.000 Bläsern auf der Bühne begrüßten die Gottesdienstbesucher.

Den Festgottesdienst unter dem Motto „Von Angesicht zu Angesicht“, der live vom MDR über DAS ERSTE bundesweit ab 12:00 Uhr übertragen wurde, leiteten Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm (München), Landesbischöfin Ilse Junkermann (Magdeburg) und Bischof Dr. Markus Dröge (Berlin). Das Wort des Kirchentages sprach die Kirchentagspräsidentin Prof. Dr. Christina Aus der Au. Die Predigt hielt der südafrikanische Erzbischof Thabo Makgoba (Kapstadt).  

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat beim Grußwort die Christen zu noch mehr Gemeinschaft ermutigt. „Es hat sich gelohnt, den Festgottesdienst in Wittenberg zu feiern“, sagte die Botschafterin für das Reformationsjubiläum Margot Käßmann, „auch wenn es organisatorisch ein riesen Aufwand war.“

Den Festgottesdienst unter dem Motto „Von Angesicht zu Angesicht“, der live vom MDR über DAS ERSTE bundesweit ab 12:00 Uhr übertragen wurde, leiteten Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm (München), Landesbischöfin Ilse Junkermann (Magdeburg) und Bischof Dr. Markus Dröge (Berlin). Das Wort des Kirchentages sprach die Kirchentagspräsidentin Prof. Dr. Christina Aus der Au. Die Predigt hielt der südafrikanische Erzbischof Thabo Makgoba (Kapstadt).  

„Diese große Versammlung zu erleben, war eindrucksvoll“, so der Geschäftsführer des Vereins Reformationsjubiläum 2017 Hartwig Bodmann. „Alle sind gekommen, obwohl sie einen weiten Fußweg zu den Elbwiesen bei heißen Temperaturen auf sich genommen haben. Hoffentlich hat es sich für alle gelohnt.“ Der Festgottesdienst auf den Elbwiesen im Süden von Lutherstadt Wittenberg war damit ein fulminanter Höhepunkt im Reformationssommer.

Gerhard Robbers, Vorsitzender des Leitungskreises Reformationsjubiläum, betonte, dass nicht nach Zahlen geschaut wurde, sondern nach der Symbolkraft. Das 500-jährige Reformationsjubiläum unterscheide sich von den vergangenen Jubiläen.Es sei international und ökumenisch. Von Wittenberg aus schauten heute alle in die Welt und auf die Ökumene. Von Wittenberg aus wurde die Reformation in die Welt getragen. Um diese Wirkung gehe es beim Festgottesdienst – dem Abschlussgottesdienst der Kirchentage auf dem Weg und des 36. Deutschen Evangelischen Kirchentages. Konzertbevollmächtigter der Deutschen Bahn Alexander Kaczmarek betonte, dass der Einsatz der Shuttle-Züge nach Wittenberg „wie am Schnürchen geklappt habe“. Jeder Fahrgast hätte ein angenehmes Fahrgefühl gehabt, es hätte keine überfüllten Züge gegeben. Die Hälfte der Teilnehmenden des Festwochenendes sei auf den Schienen nach Wittenberg gefahren.

Auch Ministerpräsident Reiner Haseloff und Oberbürgermeister Torsten Zugehör, Lutherstadt Wittenberg, betonten, sie seien froh und dankbar, dass alles so erfolgreich verlaufen sei.

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MDR Nachrichten und Themenseite Kirchentag

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