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Freistaat fördert Forschungsprojekt der EHS


03. Juli 2019

Unterschiedliche Anforderungen an Gemeinschaft erforscht

DRESDEN - Wegen der im Freistaat Sachsen voraussichtlich überdurchschnittlich hohen Zunahme der über 80-Jährigen bis zum Jahr 2035, werde ein großer Bedarf an Wohn- und Versorgungsangeboten für ältere und zunehmend auch hochaltrige und von Demenz betroffene Menschen erwartet, teilte das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst mit.

Die Evangelische Hochschule Dresden (ehs) untersucht jetzt in einem vom Wissenschaftsministerium geförderten Projekt, wie Bewohnerinnen und Bewohner in gemeinschaftlichen Wohnformen innerhalb der Wohngruppe sozial eingebunden sind. Wie sieht es dann in der neuen Umgebung tatsächlich mit dem Wunsch nach Gemeinschaft und sozialer Einbindung der Bewohnerinnen und Bewohner aus?

Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Das anwendungsnahe Forschungsprojekt der Evangelischen Hochschule zeigt unterschiedliche Anforderungen an Gemeinschaft auf und erarbeitet zudem Vorschläge für Pflege- und Präsenzkräfte in gemeinschaftlichen Wohnformen. Damit entsteht eine wissenschaftliche Basis für die Weiterentwicklung von Wohnformen im Alter, die unterschiedlichen Bedürfnissen und Lebenslagen gerecht werden sollen.“

Lilo Dorschky, eine der Projektverantwortlichen an der Evangelischen Hochschule, ergänzt: „Dazu soll im Rahmen des ethnographisch angelegten Forschungsprojekts jeweils über mehrere Tage der Alltag in Wohngemeinschaften und Hausgemeinschaften begleitet und beobachtet werden, wie sich das soziale Zusammenleben der Bewohner gestaltet. Diese Forschungsergebnisse werden in verschiedenen Expertenrunden vorgestellt, diskutiert und in Handlungsempfehlungen umgesetzt.“

Gegenstand des Forschungsvorhabens sind zwei vergleichsweise neue gemeinschaftliche Wohnformen. Darunter fallen zum einen stationäre Hausgemeinschaften in einer Alltagsnormalität. Zum anderen werden ambulant betreute Wohngemeinschaften. Diese Wohnform liegt zwischen einer Versorgung in eigener Häuslichkeit und einer vollstationären Versorgung und ist für ein Leben bis zum Ende konzipiert.

Auf Forschungsbedarfe flexibel reagieren und  gezielt stärken

Die Forschungsförderung im Freistaat Sachsen wird in Zukunft transparenter, klarer strukturiert und mit weniger bürokratischem Aufwand organisiert werden. Dafür wurde die entsprechende Richtlinie vom sächsischen Wissenschaftsministerium geändert. Unverändertes Ziel der Forschungsprojektförderung aus Landesmitteln bleibt die Stärkung des Forschungs- und Entwicklungsstandortes Sachsen.

Neu ist die Aufnahme der Evangelischen Hochschule Dresden sowie der Berufsakademie Sachsen in den Kreis potentieller Fördermittelempfänger. Das Wissenschaftsministerium reagiert damit auf die Bedeutung dieser Einrichtungen innerhalb der sächsischen Hochschul- und Forschungslandschaft und stärkt deren Forschungsaktivitäten.

„Die Landesforschungsmittel sind für uns ein wirkungsvolles Instrument, um Forschung auf wichtigen Gebieten und zu ganz bestimmten Themenvoranzubringen. Wir können gezielt Forschungsstärken weiter ausbauen, die Einrichtungen in ihren forschungsstrategischen Bestrebungen unterstützen, auf aktuelle Bedarfe reagieren und insbesondere die Wettbewerbs-und Drittmittelfähigkeit weiter erhöhen“, erklärt Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange.

Evangelische Hochschule Dresden

Campus Evangelische Hochschule Dresden

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