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Friedensgebete zu Großdemonstrationen im Oktober 1989


06. Oktober 2020

Ökumenisches Friedensgebet in St. Johannis in Plauen

PLAUEN - Genau 31 Jahren nach der ersten Großdemonstrationen der Friedlichen Revolution in Plauen laden die Evangelisch-Lutherische St. Johannis-Kirchgemeinde und die Evangelische Akademie Sachsen am 7. Oktober um 18:00 Uhr zu einem Ökumenischen Friedensgebet ein zu der Frage: „Ist der Rechtsstaat in Gefahr?“. „Wir erleben, dass heute Menschen auf die Straße gehen und Maßnahmen, die sie selbst und andere vor dem Corona-Virus schützen sollen, als Redeverbot interpretieren“, sagt die Plauener Superintendentin Ulrike Weyer. „Doch der Rechtsstaat braucht Respekt, Anstand und Verantwortung füreinander. Deshalb wollen wir an die Friedliche Revolution 1989 anknüpfen und für Frieden und Versöhnung beten.“

Während des Friedensgebets wird der Direktor der Evangelischen Akademie Sachsen, der Bürgerrechtler und Pfarrer Stephan Bickhardt, ein Gespräch mit der Plauener Stadträtin und Soziologin Diana Zierold und der Philosophin Dr. Panja Lange von der Evangelischen Akademie Sachsen führen. Der 7. Oktober 1989 in Plauen gilt mit rund 15 000 protestierenden Menschen als erste Großdemonstration der Friedlichen Revolution in der DDR.

Ökumenisches Friedensgebet in der Dresdner Kreuzkirche

DRESDEN – In der Dresdner Kreuzkirche findet am 8. Oktober, dem Dresdner Gedenktag an die Friedliche Revolution, um 17:00 Uhr das alljährliche Friedensgebet statt.  Es widmet sich dem 30. Jubiläum der Wiedervereinigung Deutschlands. Gestaltet wird es von Schülerinnen und Schülern der 11. Klasse des St.-Benno-Gymnasiums.

Predigen wird Andreas Leuschner, der im Herbst 1989 mit der „Gruppe der Zwanzig“ auf der Prager Straße war. Anschließend ehrt an den „Steinen des Anstoßes“ die AG 8. Oktober-Dresdner Aufbruch die Publizistin Katrin Rohnstock mit der Plakette „Schwerter zu Pflugscharen“.

Friedensgebet am Tag der Friedlichen Revolution in Leipzig

LEIPZIG - Dieses Jahr ist am 9. Oktober alles anders, denn aufgrund der Corona-Pandemie kann das Lichtfest nicht in der gewohnten Weise mit vielen tausend Besucherinnen und Besuchern stattfinden. Um dennoch gemeinsam zu gedenken und feiern, auch ohne persönlich vor Ort zu sein, haben die Verantwortlichen neue Formen des gemeinschaftlichen Erinnerns entwickelt. Zu Hause bleiben und dennoch dabei sein - das ist der Leitgedanke 2020.

So können alle Interessierten beim Lichtfest 2020 dabei sein – im Vorfeld als Kerzenpate und am 9. Oktober via Livestream! Ebenfalls zu Hause kann ein (Licht)Zeichen gesetzt werden.
Das traditionelle Friedensgebet findet für eingeladene Teilnehmende um 17:00 Uhr in der Nikolaikirche statt, bevor um 18:15 Uhr die Rede zur Demokratie beginnt. Alle Kernveranstaltungen des 9. Oktober – Friedensgebet, Rede zur Demokratie und Lichtfest Leipzig – werden ab 17:00 Uhr live von Leipzig Fernsehen und per Livestream übertragen. Alle Veranstaltungen werden von Gebärdendolmetschern begleitet.

Gedenkstelle im vogtländischen Plauen erinnert an den 7. Oktober 1989

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