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„friedensklima“


08. November 2019

Ökumenische FriedensDekade vom 10. bis 20. November 2019

DRESDEN - In sächsischen Kirchgemeinden wird der Beginn der FriedensDekade am Sonntag, 10. November, in den Gottesdiensten und in abendlichen Andachten begangen. Während der FriedensDekade laden die Kirchgemeinden zu täglichen Abendandachten und Friedensgebeten ein. Insbesondere in Sachsen beteiligen sich viele Gemeinden und Gruppen an dieser Aktion, da sie hier an die kirchliche Friedeninitiative „Schwerter zu Pflugscharen“ anknüpft. Die Dekade endet traditionell am Buß- und Bettag. 

Zu Beginn der FriedensDekade am 10. November steht u.a. ein Festgottesdienst um 9:30 Uhr in der Dresdner Kreuzkirche, mit dem auch die 6. Tagung der 12. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Dresden (10.-14. November) eröffnet wird. Dieser Gottesdienst wird  im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) unter dem Motto „Frieden muss noch werden“ live übertragen.  

Die Gottesdienstbesucher werden von starken Botschaften in der Kreuzkirche empfangen. Überall im Kirchenraum hängen dann „Friedensbanner“, die Kinder und Jugendliche aus Chemnitz gestaltet haben. So verschieden die Themen sind, mit denen sich die jungen Künstler auf den großformatigen Bannern auseinandersetzen, haben sie doch alle eine starke Botschaft: den Wunsch nach einem Zusammenleben in Frieden und Vielfalt! 

Als Abschluss der FriedensDekade feiern die Gemeinden besondere Gottesdienste am Buß- und Bettag, der nur noch im Freistaat Sachsen ein staatlich geschützter arbeitsfreier Feiertag ist. An diesem 20. November findet unter dem Motto #gemeinsamfuerzukunft ab 9:30 Uhr rund um die Dresdner Kreuzkirche ein Ökumenischer Festtag statt. 

Dazu laden die Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens, das Bistum Dresden-Meißen und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Sachsen zusammen mit der Initiative „Ökumenischer Weg“ ein. Eröffnet wird der Tag mit einem Ökumenischen Gottesdienst um 9:30 Uhr in der Kreuzkirche. Die Predigt hält Landesjugendpfarrer Georg Zimmermann. Beim anschließenden Imbiss im Haus an der Kreuzkirche besteht die Möglichkeit zur Begegnung sowie zum Kennenlernen verschiedener Initiativen, die sich mit Ständen präsentieren. Weiterhin sind Workshops zu Themen wie Nachhaltigkeit im Alltag, verantwortlicher Konsum, Alternativen zum Wirtschaftswachstum, systemisches Konsensieren, christliches Friedenshandeln und Schulpartnerschaften geplant. 

Der Festtag ist als Rastpunkt auf dem „Ökumenischen Weg für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ gedacht. Diese sächsische Initiative will die Themen des Konziliaren Prozesses wieder mehr in den Fokus der Kirchen und Gemeinden rücken und dabei die ökumenische Verbundenheit und das Miteinander der Generationen stärken. Mit dem Tag begehen die Kirchen in Sachsen zugleich das Jubiläum „30 Jahre Ökumenische Versammlung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung in der DDR“.  

Zum Thema der diesjährigen Ökumenischen FriedensDekade 

Mit dem Motto „friedensklima“ wollen die Trägerorganisationen der Ökumenischen FriedensDekade zum einen auf die Zusammenhänge des bereits eingetretenen Klimawandels und dessen Konsequenzen für den Frieden aufmerksam machen. Zum anderen wirft das Motto die Frage nach der zunehmenden Individualisierung in der Gesellschaft auf, die sich auch in einem Mangel an Mitmenschlichkeit und Empathie ausdrückt. Die Organisationen wollen Anregungen dafür geben, wie im Umgang miteinander ein „friedensklima“ befördert werden kann, das auf gegenseitigem Respekt aufbaut. 

Geboren wurde die Idee zur FriedensDekade in den Niederlanden. Während des Kalten Krieges in den 1980er Jahren wurde die Idee der Friedenstage deutschlandweit bekannter – besonders in Ostdeutschland. „Schwerter zu Pflugscharen“ war hier das wohl bekannteste Projekt in jener Zeit. Die FriedensDekade hat wesentlich zur Vertiefung des christlichen Friedenszeugnisses beigetragen.  

Ökumenische FriedensDekade: http://www.friedensdekade.de/    

 

Zuvor Gedenken an Novemberpogrom 1938 in Deutschland 

Wie in jedem Jahr steht der Beginn der Ökumenischen FriedensDekade auch immer unter dem Eindruck des Gedenkens an die Novemberpogrome von 1938. So rufen an zahlreichen Orten Christen die schrecklichen Ereignisse von vor 81 Jahren in Erinnerung, als Synagogen zerstört, Friedhöfe geschändet und das gesellschaftliche Leben jüdischer Bürger weiter eingeschränkt wurde und die Ausgrenzung unter der Nazi-Herrschaft in eine systematische Judenverfolgung überging.

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