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"Geben und Nehmen" - Installation in Wachauer Kirchruine


05. August 2019

WACHAU - In der Kirchruine Wachau (Kirchplatz 1, Markkleeberg) startet am Freitag, 9. August ab 19 Uhr die Installation "Geben und Nehmen". Sie fragt nach Perspektiven für selten genutzte Kirchenräume. Denn neben Gaststätten oder Kegelclubs sind sie, gerade im ländlichen Raum, eine der letzten öffentlichen Treffs. Inmitten unserer Städte, jedoch nicht selten verschlossen.

Die Idee und Projektleitung stammt von Christian Göthner. Die Ausstellung kann bis zum 23. August täglich zwischen 11 und 20 Uhr besucht werden. 

Eine Installation nimmt sich der religiösen Fußwaschung auf eine ganz neue Art an und fragt nach einem zukünftigen Umgang mit altbekannten Ritualen. Mit Unterstützung von unzähligen Putzer- bzw. Knabberfischen wird ein Becken in der Mitte des Kirchenraumes stehen, auf dessen Rand sitzend die Besucher ihre Füße "kosmetisch entschuppen" lassen können. Aus Göthners Sicht macht die Fußreinigung mit den Fischen mehr oder weniger das Gleiche nur auf eine andere Art und Weise.

Der Eintritt und die Benutzung des Wasserbeckens ist kostenfrei.

Zum Projekt gibt es auch ein Faltblatt mit einigen Informationen, welches vor Ort erhältlich ist. Nähere kann auch der Einladung des Kirchruine Wachau e.V. entnommen werden.

Kirchruine Wachau

Nach den Plänen von  Constantin Lipsius, der auch Architekt der Leipziger Peterskirche war, wurde die Wachauer Kirche zwischen 1865 bis 1867 erbaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie teilweise zerstört. 1975 musste wegen Einsturzgefahr der Turm abgetragen werden. Geblieben ist ein abgedeckter Stumpf. Im Laufe der Zeit wurde die Kirche vollends zur Ruine. Seit 1989 steht das Gebäude unter Denkmalschutz.

Inzwischen finden seit 20 Jahren wieder Gottesdienste und Konzerte in der Kirchruine statt. Das einmalige Ambiente des offenen Kirchenschiffs verleiht den Veranstaltungen eine besondere Atmosphäre. 

Kirchenruine Wachau

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