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Gedenken 13. Februar in Dresdner Kirchen


11. Februar 2021

Zeichen für den Frieden und gegen Gewalt und Kriegsherrschaft

DRESDEN – Auch in diesem Jahr gedenken die Dresdner am 13. Februar an die Bombenzerstörung vor 76 Jahren, aber auch der Gewaltherrschaft, die zu Krieg und millionenfachem Leid führte. In den Kirchen der Stadt beten Christinnen und Christen für ein friedliches und gerechtes Miteinander. Es besteht trotz der coronabedingten Einschränkungen die Möglichkeit, im Rahmen der »Woche der Erinnerung« der Dresdner Erinnerungskultur Ausdruck zu verleihen.     

Die Frauenkirche Dresden beteiligt sich am mahnenden und wahrhaftigen Erinnern mit einem Online-Angebot, das am 13. Februar ab 8:00 Uhr auf der Webseite der Kirche sowie auf YouTube abrufbar sein wird. Das Friedensgebet wird von Frauenkirchenpfarrerin Angelika Behnke, Frauenkirchenorganist Samuel Kummer und Saxophonist Bertram Quosdorf gestaltet. Der Bischof von Coventry, Christopher Cocksworth, wirkt ebenso mit wie der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden, Dirk Hilbert und der Zeitzeuge Günther Ulbricht.
https://www.frauenkirche-dresden.de/friedensgebet/

Als Präsenzangebot lädt die Frauenkirche an diesem Tag um 12:00 Uhr zu Wort & Orgelklang ein. Die Andacht wird mit der Versöhnungsliturgie aus Coventry gestaltet. Auch hier fließen Erinnerungen des Zeitzeugen ein. Am Nachmittag steht die Kirche in aller Stille für Besucherinnen und Besucher offen.
In der Dresdner Kreuzkirche beginnt an diesem Sonnabend um 17:00 Uhr eine Vesper mit Orgelmusik von Herbert Collums Totentanz – Variationen über ein altes Volkslied „Es ist ein Schnitter, heißt der Tod“ (1944) mit Kreuzorganist Holger Gehring.

Am Abend, um 18:00 und um 21:45 Uhr, erklingt das stadtweite Geläut Dresdner Kirchenglocken. In diesem Zeitraum wird die Frauenkirche auch Projektionsfläche der digitalen Menschenkette sein. Fotos von Dresdnerinnen und Dresdnern werden von 18:00 bis 18:10 Uhr sowie in stündlicher Wiederholung bis 22:10 Uhr an den Fassaden der Frauenkirche, der Synagoge, der Kreuzkirche, dem Rathaus, dem Schauspielhaus und der Staatskanzlei erscheinen.
Um 19:00 Uhr gibt es Andachten am Gedenkstein auf dem Friedhof in Dresden-Leubnitz-Neuostra und im Kirchsaal im Trinitatishaus Dresden-Johannstadt.

Die Weinbergskirche in Dresden-Trachenberge lädt um 21:30 Uhr zum Friedensgebet ein. In der Frauenkirche wird es pandemiebedingt in diesem Jahr keine „Nacht der Stille“ geben. Die Menschen sind vielmehr dazu aufgerufen, in der Stille in ihrem privaten Umfeld der Botschaft des Tages nachzuspüren – zum Beispiel mit dem Online-Gebet, das auch dann noch abrufbar sein wird.

Online-Angebote:

  • Konzertstream mit Violonistin Katrin Wettin aus dem Atrium des WTC, 16:30 Uhr und Mitschnitt ab 21:30 Uhr bei SachsenFernsehen. Schauspieler Ernst Dollwetzel moderiert und Centermanager Jürgen Rees und Oberlandeskirchenrat i.R. Harald Bretschneider richten Worte an die Zuschauer. https://wtc-dresden.de/de/

  • Traditionelles Gedenkkonzert der Dresdner Philharmonie am 13. Februar wird ab 18.30 Uhr von Sachsen Fernsehen live übertragen und zeitversetzt ab 20.05 Uhr von den Radiosendern MDR Klassik und MDR Kultur ausgestrahlt.

  • Deutschlandfunk Kultur sendet ab 19:05 Uhr ein aufgezeichnetes Gedenkkonzert der Sächsischen Staatskapelle.

  • Die Gedenkstätte Bautzner Straße in Dresden hat auf ihrer Internetseite den Film „Wir tun nichts Verbotenes! Dresden, 13. Februar 1982“ veröffentlicht. Darin erinnert der frühere Landesjugendpfarrer Harald Bretschneider an die Friedensbewegung in der DDR. www.stasihaft-dresden.de

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