Alle Nachrichten

Nachricht

Bereich

Gedenken um den 13. Februar in Dresden


09. Februar 2020

»Erinnern – Versöhnen – Zukunft gestalten« 

DRESDEN – Mit dem gestrigen Konzert des Kreuzchores in der Kreuzkirche begann in Dresden das Gedenken an die Bombardierung Dresdens am 13. Februar 1945.  Solisten und Mitglieder der Sächsischen Staatskapelle Dresden brachten unter Leitung von Kreuzchor Roderich Kreile den „Paulus“ von Felix Mendelssohn Bartholdy zur Aufführung. Dieses aufrüttelnde Werk bildete den würdigen Auftakt der Gedenkveranstaltungen zum 75. Jahrestag der Bombardierung Dresdens.
In der Dresdner Frauenkirche erklang am Abend des 8. Februar ein Gedenkkonzert mit Johann Sebastian Bachs »Matthäuspassion« mit Solisten, dem Kammerchor der Frauenkirche und dem ensemble frauenkirche dresden.  

Am heutigen 9. Februar wird um 13:00 Uhr in einer Gedenkandacht am Bahnhof Dresden-Neustadt (Ausgang Schlesischer Platz) an die Deportation jüdischer Mitbürger und Mitbürgerinnen erinnert. Von 1938 bis zum Februar 1945 dauerten die Transporte und Abschiebungen in die nationalsozialistischen Vernichtungslager. Sie gingen der Zerstörung Dresdens voraus. Die beschämenden Ereignisse damals mahnen heute zu klarer Haltung und Engagement gegen Rassismus und Ausgrenzung. Worte des Gedenkens spricht Pfarrerin Frauke Fähndrich, Kirchspiel Dresden-Neustadt. 

In der Dresdner Frauenkirche wird am 12. Februar um 18:00 Uhr zu einer Andacht mit Frauenkirchenpfarrerin Angelika Behnke und mit Arnd Böhme (Rösratheinem) als  Zeitzeuge der Zerstörung Dresdens 1945 eingeladen. Pascal Kaufmann übernimmt die Orgelbegleitung.  

Der 13. Februar beginnt am Donnerstag ab 10:00 Uhr mit dem Gedenken an dezentralen Gedenkorten. Zu dieser Zeit öffnet auch die Dresdner Frauenkirche, was ab 12:00 Uhr mit »Wort & Orgelklang« zur Versöhnungsliturgie »Erinnern – Versöhnen – Zukunft gestalten« und anschließender zentraler Kirchenführung übergeht. Von 15:00 bis 22:00 Uhr veranstaltet die Fördergesellschaft der Frauenkirche auf dem Neumarkt ein »Stilles Gedenken«. Es bietet die Möglichkeit, Kerzen abzustellen und ins Gespräch zu kommen. Es ist eingebunden in die zahlreichen Veranstaltungen, die in Dresden an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft erinnern. 

Parallel dazu organisiert sich ab 17:00 Uhr die „Menschenkette“, die um 18:00 Uhr geschlossen werden soll. Kurz darauf beginnt der durch die Fördergesellschaft Frauenkirche organisierte „Dresdner Gedenkweg“. Er beginnt im Innenhof der Dresdner Synagoge und führt mit Textlesungen über mehrere Stationen an ausgewählte Stätten, die in Dresden an die Schuld und das Leid der Deutschen im Zweiten Weltkrieg erinnern.
Der traditionelle ökumenische Gedenkgottesdienst wird in diesem Jahr um 20:30 Uhr in der Kathedrale Ss. Trinitatis  stattfinden. Er wird gemeinsam mit der Ev.-Luth. Kreuzkirchgemeinde und der Gemeinde der katholischen Hofkirche verantwortet.
In Dresden-Trachenberger beginnt um 21:30 Uhr in der Weinbergskirche ein Friedensgebet. 

Unter dem Leitmotiv »Kommt, und geht in Frieden!« öffnet die Frauenkirche ab 22:00 Uhr zur ‚Nacht der Stille‘. Das spätabendliche Angebot schließt sich traditionell an das gemeinsame Geläut aller Dresdner Kirchenglocken an. Über den Eingang D gelangen die Besucher in den zurückhaltend erleuchteten Hauptraum und erleben einen steten Wechsel aus Klang und Stille. Fürbittgebete werden gesprochen, Chor- und Orgelmusik erklingt. Immer wieder wird es gänzlich ruhig werden. Die Besucher sind eingeladen, in die Stille hineinzuhören, innezuhalten und zu reflektieren. Wer mag, kann ein Gebetslicht vor der Chorbalustrade aufstellen. In der Unterkirche erwartet die Besucher zur gleichen Zeit Cellomusik.
Beteiligte Organisatoren und Liturgen sind Michael Zimmermann, Friedensbeauftragter der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens, Frauenkirchenpfarrerin Angelika Behnke, Brigitte Funk & Cornelia Reimann Stiftung Frauenkirche Dresden, begleitet u.a. vom Chor der Frauenkirche.

Am Sonntag, 16. Februar, erklingt um 10:00 Uhr in der Schifferkirche „Maria am Wasser“ in Dresden-Hosterwitz im Gottesdienst R. Mauersbergers Trauermotette „Wie liegt die Stadt so wüst“ und F. Mendelssohn-Bartholdys „Hör mein Bitten“ mit Solisten, dem Kammerchor „Maria am Wasser“ unter Leitung von Matthias Herbig.

Teilen Sie diese Seite