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Gemeinsames Wort der Ermutigung


22. Oktober 2020

„Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung…“

DRESDEN – Eine Erklärung von Vertretern der Mitgliedskirchen des Lutherischen Weltbundes in Mitteleuropa greift den Ernst der bedrohlichen Pandemieentwicklung auf. Die Bischöfe ermutigen aber auch, sich gegenseitig zu helfen und zu unterstützen, den bisherigen Lebensstil zu prüfen und nicht nachzulassen im Gebet. Unter den Unterzeichnern ist auch der sächsischen Landesbischof Tobias Bilz.

Die Erklärung kam aus Anlass einer gemeinsamen Video-Konferenz am 20. Oktober 2020 zustande, was ursprünglich als persönliches Treffen in Tschechien geplant war, als sich die Leitenden Geistlichen 2019 in Warschau zu einer Konferenz unter dem Thema „Wir schaffen Frieden“ trafen. Die Bischöfe aus den lutherischen Kirchen in Polen, Tschechien, der Slowakei und in Ungarn hatten damals in einem gemeinsamen Wort ihre Stimme erhoben für Recht und Demokratie, für Dialog und gegenseitigen Respekt, für Menschenwürde und Minderheitenschutz, für Frieden und Hoffnung aus dem Geist des Evangeliums.

[In der am 16. September 2019 herausgegebenen Erklärung hieß es unter anderem:

Im Bewusstsein der uns verbindenden Geschichte und geographischen Lage … unter Berufung auf die gemeinsamen Werte, die in unserem christlichen Glauben und unserem evangelischen Erbe wurzeln und unser Handeln in Freiheit und Verantwortung bestimmen, basierend auf der Gemeinschaft, die wir im Rahmen des Lutherischen Weltbunde bilden, erklären wir unseren Willen zu engerer Freundschaft und Zusammengehörigkeit unserer Kirchen der Region, um Zeugnis zu geben von unserem Glauben, unserer Hoffnung und Liebe, die sich aus der befreienden und heilenden Kraft von Gottes Liebe ergeben. ]

Zum diesjährigen Folgetreffen waren auch Vertreter der sächsischen Landeskirche eingeladen. In Vertretung des Landesbischofs nahmen Oberlandeskirchenrat Dr. Thilo Daniel und Oberkirchenrat Friedemann Oehme an dem Video-Gespräch teil. Schwerpunkt des Austausches waren die Herausforderungen der Pandemie für die Kirchen und Gesellschaften. In einem Wort der Ermutigung rufen die Bischöfe dazu auf, sich gegenseitig zu helfen und zu unterstützen und nicht nachzulassen im Gebet. Auch ermutigen sie, „das Unwesentliche zu verlassen, auch wenn dies unser bisheriger Lebensstandard sein sollte. Lernen wir bescheidener als bisher zu leben und zu teilen, was wir haben.“ Die Erklärung schließt mit dem Wort aus Hebräer 10,23: Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat.

·         Erklärung vom 20. Oktober 2020 zur bedrohlichen Lage der Pandemieentwicklung

(v.l.) Generalbischof Ivan Eĺko (SK), Bischof Tomáš Tyrlík (CZ), Bischof Tamás Fabiny (HU), Synodalsenior Daniel Ženatý (CZ), Bischof Jerzy Samiec (PL)

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