Alle Nachrichten

Nachricht

Bereich

„Gesundheit, Schutz und Solidarität haben Vorrang“


30. Mai 2020

ACK nimmt mit Sorge wachsende Ungeduld und Unzufriedenheit wahr

FRANKFURT/M. - Mit einem Pfingstgruß wendet sich der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) an die Christinnen und Christen in Deutschland. Vor dem Hintergrund der aktuellen von der Pandemie bestimmten Situation heißt es darin: „In der ACK spüren wir auf der einen Seite die Unsicherheit vieler Menschen aufgrund dieser noch nie erlebten Situation. Wir sehen die seelsorglichen Auswirkungen der Schutzmaßnahmen und der Covid-19-Pandemie. Auf der anderen Seite nehmen wir aber auch wahr, wie kreative Wege der Verkündigung des Evangeliums, neue Formen des Miteinanders trotz des Abstands und Zusammenhalt über die gebotene Distanz hinweg gefunden werden.“

Die langsam beginnenden Erleichterungen für viele sieht der Vorstand mit Freude. Zugleich mahnt er: „Wir wissen uns dazu verpflichtet, dieses Vertrauen nicht leichtfertig zu verspielen und nicht sorglos mit der eigenen Gesundheit und der unseres Nächsten umzugehen.“ Mit Sorge nehme der Vorstand die wachsende Ungeduld und Unzufriedenheit wahr, die teilweise von falschen Informationen und wissenschaftlich nicht haltbaren Behauptungen genährt und von populistischen Kräften ausgenutzt werden: „Für die ACK haben die Gesundheit, der Schutz der Schwachen und die Solidarität miteinander oberste Priorität.“

Auch am Pfingstfest, das in der westlichen Tradition am 31. Mai und 1. Juni, in der östlichen Tradition eine Woche später gefeiert wird, könnten Gottesdienste nur mit strengen Auflagen stattfinden. Pfingsten – so der Vorstand – sei „die wohl ökumenischste Zeit des Jahres.“ Um in diesem Geist miteinander auch im Gebet verbunden zu bleiben, empfiehlt der Vorstand der ACK in Deutschland, „in den Pfingsttagen das Hausgebet miteinander zu sprechen, das von der ACK in Niedersachsen entwickelt wurde. Beten wir gemeinsam um den Heiligen Geist, um seinen Trost und Beistand und darum, dass er unsere Kirchen mit seinem Wirken erfüllen möge.“

Stichwort: ACK – Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland repräsentiert etwa 50 Millionen Christinnen und Christen in Deutschland, ihr gehören 17 Kirchen an, weitere acht Kirchen sind ACK-Gastmitglieder, fünf ökumenische Organisationen haben Beobachterstatus. Schwerpunkte der Arbeit der 1948 gegründeten ACK sind die theologische Reflexion, das Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung sowie das gemeinsame Gebet und der Kontakt zu anderen ökumenischen Organisationen. Die ACK gestaltet dazu unter anderem die jährlichen zentralen Gottesdienste zur Gebetswoche für die Einheit der Christen oder zur Ökumenischen FriedensDekade, sie richtet jährlich den ökumenischen Tag der Schöpfung am ersten Freitag im September aus, aber auch die Vergabe des Ökumene-preises liegt in den Händen der ACK. Mitglieder, Gastmitglieder und Beobachter entsenden Delegierte in die ACK, die zweimal im Jahr zu ihrer Mitgliederversammlung zusammenkommen. Alle drei Jahre wählt die Mitgliederversammlung den Vorstand der ACK, dessen Vorsitzender Erzpriester Radu Constantin Miron ist. Die Geschäftsstelle der ACK in Deutschland, genannt „Ökumenische Centrale“, hat ihren Sitz in Frankfurt am Main.

www.oekumene-ack.de

Teilen Sie diese Seite