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Herbsttagung der 27. Landessynode eröffnet


15. November 2019

80 Synodale in Dresden zu viertägigen Beratungen zusammengekommen

DRESDEN – Nach einem Gottesdienst in der Dresdner Martin-Luther-Kirche eröffnete am späten Freitagvormittag, 15. November, Synodalpräsident Otto Guse im großen Sitzungssaal im ‚Haus der Kirche‘ (Dreikönigskirche) die ordentliche Herbsttagung der 27. Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Anschließend nahmen die 80 Synodalen Beratungen in den Ausschüssen auf.  

Im Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche wurde zu Beginn der Herbsttagung Dr. Carsten Rentzing aus dem Amt des Landesbischofs verabschiedet. Die Entpflichtung übernahm der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Ralf Meister (Hannover), der auch die Predigt hielt.  

Nach Abschluss des Gottesdienstes hat Dr. Rentzing eine persönliche Erklärung abgegeben. Er erklärte am 11. Oktober 2019, das Bischofsamt zurVerfügung zu stellen, nachdem unter anderem die Veröffentlichung von Texten aus seiner Feder in der Zeitschrift „Fragmente“ sowie seine Mitgliedschaft in einer pflichtschlagenden Verbindung in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert wurden.   

Nach Dr. Rentzings Rücktritt wird auf der Synode die Aussprache über den weiteren Weg der Kirche am Freitag- und Samstagabend breiteren Raum einnehmen. Am Freitag geht es u.a. darum, wie und in welcher Form in der Kirche kommuniziert wird. So wird in einem moderierten Gespräch der Halt im christlichen Glauben zu formulieren sein, bevor die daraus erwachsene Haltung und das Verhalten zur Sprache kommen, wie sie sich in den gesellschaftlichen Kontext einbringen. Am Sonnabend stehe eine Aussprache zum Bischofsamt im Vordergrund.  

Andere Schwerpunktthemen der Beratungen sind bis zum Tagungsende am 18. November u.a. Kirchengesetze zum Haushalt 2020, die Rechnungslegung für das Haushaltjahr 2018 sowie Kirchengesetze über das Amt der Diakonin und des Diakons und zur Änderung der Verfassung der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens. 

Am Samstagnachmittag steht eine Erläuterung eines Ausschnitts der Studie der Freiburger Universität „Die Landeskirche Sachsens zwischen demografischen Wandel und nachlassender Kirchenverbundenheit“ auf dem Programm. Anschließend wird die sächsische „Initiative Missionarische Aufbrüche“ von Pfarrer Roland Kutsche vorgestellt.

Am Sonntag, 17. November, besuchen die Mitglieder der Landessynode um 11:00 Uhr den Gottesdienst in der Dresdner Frauenkirche, in dem Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt predigen wird. Später wird es im Haus der Kirche Gelegenheit geben zu Nachfragen zum diesjährigen Tätigkeits-und Beteiligungsbericht des Landeskirchenamtes. Nach der Beratung von Gesetzesvorlagen berichtet Pfarrer Ravinder Salooja über die Arbeit des Leipziger Missionswerks. 

Für die öffentliche Plenarsitzung am Montag, 18. November, ist die zweite Beratung der noch zu verhandelnden Gesetzesvorlagen geplant.  Gegebenenfalls kommen weitere Beschlussanträge zur Abstimmung. Die Herbsttagung endet voraussichtlich am Montagnachmittag.

Eröffnung der Synode am Mittag im Haus der Kirche
Martin-Luther-Kirche am Freitagvormittag
Dr. Carsten Rentzing vor der Verabschiedung

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