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Hoffnung und Zuversicht im Ungewissen


09. Januar 2021

Sammlung für den Projektkatalog 2021 des Gustav-Adolf-Werks

LEIPZIG - Das Gustav-Adolf-Werk e.V. Diasporawerk der Evangelischen Kirche in Deutschland (GAW) hat die Spendensammlung für den Projektkatalog 2021 mit 132 Projekten in diesem Jahr anstelle eines Neujahrsempfangs mit einer Videobotschaft gestartet. In der Botschaft sprechen u.a. Erzbischof Dietrich Brauer (Russland) und Pfarrerin Najla Kassab, Präsidentin der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (Libanon), ihren Dank für die Unterstützung des GAW aus.

„Die Coronapandemie hat uns Vieles gelehrt, vor allem auch, dass wir auf anderen Wegen in Kontakt treten können und in Kontakt bleiben können, als wir es bisher gewohnt waren“, sagt Prälatin Gabriele Wulz aus Ulm, Präsidentin des GAW der EKD. Für sie wird 2021 das letzte Jahr in diesem Amt. Die Wahl der Nachfolgerin oder des Nachfolgers soll auf der Vertreterversammlung der regionalen GAW-Hauptgruppen im September 2021 in Rothenburg ob der Tauber erfolgen.

Der Projektkatalog weist 132 Projekte mit einem Umfang von 1,6 Millionen Euro in 50 Partnerkirchen aus. Darüber hinaus beinhaltet der Katalog erstmalig auch die Direktpartnerschaften der 21 regionalen GAW-Hauptgruppen sowie die Kooperation mit der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE). Insgesamt umfasst der Katalog rund 2 Millionen Euro.

„All diese Zahlen sind Zahlen der Hoffnung, denn sie basieren auf Zusagen unserer regionalen Hauptgruppen“, betonte Pfarrer Enno Haaks, Generalsekretär des GAW. „Durch die Coronapandemie, durch abgesagte Kollekten und Gottesdienste wissen wir nicht, ob wir sie auch dieses Jahr hundertprozentig erfüllen können. Es kann nur durch ein erhöhtes Engagement von unseren Ehrenamtlichen und aller Spenderinnen und Spender gelingen. Aber die Bibel lehrt uns neben vielen andern Sachen auch Hoffnung und Zuversicht im Ungewissen.“

Unter den zahlreichen Projekten weltweit sind auch Projekte in Deutschland aufgenommen, die der Diasporasituation gerade in den östlichen Landeskirchen Rechnung tragen. Als Projekt zur Unterstützung wird beispielsweise in Meißen ein Begegnungscafé am Markt empfohlen, das drei evangelische Kirchgemeinden in Meißen betreiben. Sie möchten offene Gemeinden sein und das Stadtleben aktiv mitgestalten. Im Café gibt es durch Gastronomie, Information und Beratung verschiedene Angebote für Gäste unterschiedlicher Herkunft. Zum kircheneigenen Haus gehört noch ein Außenbereich, der einladend und den Möglichkeiten angepasst, ausgebaut werden soll.

Gustav-Adolf-Werk in Sachsen und seine Leitprojekte 2021

DRESDEN - Das GAW in Sachsen (GAWiS) hat für den Projektkatalog sechs Leitprojekte für das neue Jahr 2021 ausgewählt, die es besonders begleiten wird.

Dabei handelt es sich um die Unterstützung bei der Renovierung eines Gebetshauses im russischen Krasnodar, die  Dachsanierung des Gemeindehauses in Rõngu (Estland), die Sanierung der Sanitäranlagen für die Schule „Luis Siegel“ in Argentinien, die Hilfe für eine neue Heizung für ein Pfarrhaus und ein Diakoniezentrum in Litauen und für die Ausstattung eines evangelischen Kindergartens in Aleppo.

Das GAWiS weist auch auf ein Projekt in Kirgisistan hin, wo es um die Unterstützung des Altenheimes „Haus der Barmherzigkeit“ der lutherischen Gemeinde in Winogradnoje, nahe der kirgisischen Hauptstadt Bischkek, geht. Die kleine Evangelisch-Lutherische Kirche setzt mit diesem Heim ein Zeichen, dass Menschen im Alter würdevoll begleitet werden können.

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