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Jahrestag der Eröffnung des „M 21“ der Asyl- und Flüchtlingshilfe


13. Juli 2017

Ein Jahr Begegnungszentrum der Diakonie Stadtmission Zwickau in Marienthal

ZWICKAU - Ein Jahr nach der feierlichen Eröffnung des „M 21“ haben sich die Räume im Erdgeschoß des Hauses Marienthaler Str. 21 mit Leben gefüllt. Wochentags gibt es täglich Angebote zur Begegnung und zur besseren Integration der in Zwickau, besonders im Stadtteil Marienthal lebenden Flüchtlinge.

So treffen sich nun immer Mittwochnachmittag vier bis zehn Männer und Donnerstagsvormittag etwa ebenso viele Frauen aus vielen verschiedenen Ländern, um gemeinsam Kaffee oder Tee zu trinken und auch mit Deutschen ins Gespräch zu kommen. Ganz nebenbei wird auch die eine oder andere Gepflogenheit in Deutschland erklärt und man lernt, wie es bei uns ebenso langgeht.

Für Deutsche ist es wiederum interessant, was die Menschen aus ihren Herkunftsländern oder von ihrer Kultur berichten. Frei nach dem Motto „Wen man kennt, der ist nicht fremd“ wird mit Angeboten den Flüchtlingen die fremde deutsche Kultur und Sprache und den Deutschen das Fremde der Zugezogenen nahegebracht.

Viel Spaß haben Dienstagnachmittag hätten immer alle, die gemeinsam Brettspiele  machen und  erleben, dass plötzlich Sprachbarrieren überwindbar werden, sagt Constance Heft, Koordinatorin für Ehrenamt in der Asyl- und Flüchtlingshilfe. „Beim Spiel „Schummelmaxe“ stellten wir fest, dass der Ehrliche eben doch manchmal der „Dumme“ ist. Manch einer kann es doch nicht mit seiner Religion vereinbaren, auch nur für ein Spiel mal zu lügen und er erhält für seine Ehrlichkeit dann umso mehr Strafpunkte.“

Immer Montag und Donnerstag von 15:30 bis 17:00 Uhr besteht für kleine und große Schüler die Möglichkeit, Hilfe für Hausaufgaben oder auch Nachhilfe durch ehrenamtliche Mitarbeiter in Anspruch zu nehmen.  Dieses Angebot ist kostenfrei und gilt dabei nicht nur für Flüchtlingskinder, denn auch beim gemeinsamen Lernen geschieht Begegnung und Integration.

„Dankbar blicken wir auf ein Jahr Begegnungszentrum „M 21“ in Marienthal zurück und staunen, was so alles gewachsen ist. Ohne die Hilfe und Unterstützung unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter wäre Vieles so nicht möglich, beispielsweise Vorschulangebot, ein Sprachvorbereitungskurs oder auch der Spielenachmittag“, zeigt sich Constance Heft dankbar.  

„Wenn ich einen Wunsch frei  hätte, würde ich mir wünschen, dass noch viel mehr neugierige Nachbarn einfach mal zu den Begegnungsangeboten vorbeischauen. Ebenfalls, dass Flüchtlinge noch mehr die Möglichkeit haben, die deutsche Kultur und die „Deutschen“ kennenzulernen. Das eine oder andere könnten wir uns von anderen Kulturen abgucken, sei es ein leckeres Rezept oder nur etwas mehr Gelassenheit!“, äußert die Koordinatorin der Flüchtlingshilfe ihre Erwartung.

Diakonie Stadtmission Zwickau

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