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"Kirche baut!": 50 Jahre kirchliche Baupflege in Sachsen


30. November 2017

„Kirche baut. Erhalten & Gestalten- 50 Jahre kirchliche Baupflege in Sachsen“

DRESDEN – Mit einer Ausstellung über das kirchliche Bauwesen wird sich die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens im ‚Zentrum für Baukultur Sachsen‘ (ZfBK) im Dresdner Kulturpalast (Schloßstraße 2) präsentieren.

Eröffnet wird die Ausstellung am 7. Dezember 2017 um 19:00 Uhr. Danach wird sie vom 8. Dezember bis zum 18. Januar 2018 jeweils von Dienstag bis Sonnabend von 13:00 bis 18:00 Uhr zu besichtigen sein. Sie gibt Einblicke in die wichtige Arbeit der sächsischen Baupflegerinnen und Baupfleger und zeigt exemplarisch Projekte von der fachlichen Planung und Begleitung bis zur Umsetzung. Die Baupflege in der sächsischen Landeskirche feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen.

„Kirchen und kirchliche Gebäude sind ein wesentlicher Teil unserer Kultur. Sie wurden und werden öffentlich genutzt, sind einzigartige Kulturdenkmäler, Zeugnisse des christlichen Glaubens und Dokumente für Orts-, Kirchen- und Kulturgeschichte. Damit sind die Kirchen ortsbildprägend und heimatstiftend“, sagt Katrin Tauber, Baureferentin im Landeskirchenamt.

Auf dem Gebiet der sächsischen Landeskirche befinden sich gut 1.500 evangelische Kirchen und Kapellen, die zu 98 Prozent unter Denkmalschutz stehen. Der Gebäudebestand der Kirchgemeinden weist außer den Kirchen über 4.000 weitere Gebäude wie Pfarrhäuser, Kantorate und Gemeindezentren, aber auch Kindertagesstätten und Schulen auf.

Es gelte heute, so die Baureferentin, diesen Gebäudebestand an die Anforderungen der Zukunft anzupassen. Dies erfolge durch denkmalgerechtem Erhalt, durch Um-und Einbauten im Bestand, auch durch die Abgabe von Gebäuden oder – seltener – durch bedarfsgerechten Neubau. Die Baupflegerinnen und Baupfleger, die in den Regionalkirchenämtern Chemnitz, Dresden und Leipzig tätig seien, würden die Kirchgemeinden so unterstützen und beraten, dass sie die baulichen Herausforderungen organisatorisch, fachlich und finanziell bewältigen können. „Ihnen ist es wesentlich zu verdanken, dass sich die sächsische Kirchbaulandschaft heute überwiegend in einem guten bis sehr guten baulichen Zustand befindet“, erinnert Frau Tauber. Diese Arbeit würde durch die Ausstellung vorgestellt und gewürdigt. 

Den Anfang nahm die kirchliche Baupflege nach einer Entscheidung des Landeskirchenamts im Jahre 1967, da es zu DDR-Zeiten nur noch wenige freie und selbstständige Architekten gab, die den Kirchenbau fachkundig begleiten konnten. In einer Baracke in Dresden-Loschwitz ohne Telefonanschluss begann die Arbeit in Dresden, die später auf den gesamten Bereich der Landeskirche ausgedehnt wurde. Derzeit sind 14 Baupfleger und Baupflegerinnen in drei Regionalkirchenämtern als Fachberater für die Kirchgemeinden tätig. Dazu kommen noch Berater zu speziellen Themenfragen.

(Ort: ZfBK- Zentrum für Baukultur Sachsen, Schloßstraße 2 (Kulturpalast), 01067 Dresden; Zeitraum/Zeit: 08.12.2017 -18.01.2018/ Dienstag- Sonnabend 13:00 -18:00 Uhr – Eintritt frei!)

Landeskirchliches Bauwesen – Baupflege

Foto: evlks, Baupflege
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