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Kirche in Sachsen geht neue Wege – und auf viele Menschen zu!


08. Mai 2019

DRESDEN - Wonach sind Menschen auf der Suche und wann interessieren sie sich für Lebens- und Glaubensfragen? Wo kommen Menschen mit dem christlichen Glauben in Kontakt, die sich nicht in eine Kirche trauen? Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens möchte Mut machen, neue Wege zu den Menschen auszuprobieren und fördert daher Kirchgemeinden und Kirchenbezirke, die dafür Ideen entwickeln möchten. Sie können über die Initiative „Missionarische Aufbrüche“ Geld und Stellen beantragen.

Die ersten fünf Projekte wurden gerade ausgewählt:

  • Das Projekt „Grenzerfahrung" der Kirchgemeinden Am Fichtelberg und Bärenstein setzt in der Wintersporthochburg Oberwiesenthal und dem Grenzgebiet zu Tschechien auf Sport und Tourismus als besondere Formen der Begegnung über Glaubens- und Landesgrenzen hinweg.
  • Wie Kirche die Menschen im kommenden Strukturwandel der Arbeits- und Lebenswelt in der Lausitz geistlich begleiten kann,  ist Schwerpunkt des Vorhabens des Kirchenbezirkes Löbau-Zittau.
  • Der Kirchenbezirk Marienberg hat bereits ein ‚Jahr der Erprobung‘ ausgerufen und ermutigt die Kirchgemeinden dazu, ihre Arbeit intensiver an Menschen außerhalb der Kirche zu orientieren. Dieser Prozess kann nun durch eine Förderung intensiv weitergeführt und verstetigt werden.
  • In Leipzig entstehen derzeit ganz neue Stadtviertel mit Wohnungen für viele tausend Menschen. Hier geht es darum, die Kirche in einem solchen Gebiet neu zu etablieren und zu überlegen, wie sie die hinzuziehenden Menschen vor Ort zusammenbringen und unterstützen kann. Für die Entwicklung kirchlicher Arbeit in neuen Stadtquartieren Leipzigs wird eine zusätzliche Pfarrstelle gefördert werden.
  • Innerhalb der evangelischen und katholischen Jugendarbeit wurde in Chemnitz ein Angebot für nichtchristliche Jugendliche entwickelt, die eine Alternative zur Jugendweihe suchen. Das Projekt "Meine Jugendfeier" kann nun dank der Förderung intensiver umgesetzt und etabliert werden.

Insgesamt hatten sich 11 Kirchgemeinden und Kirchenbezirke mit Ihren Vorhaben für eine Förderung beworben. Die zweite Bewerbungsrunde endet am 1. März 2020. Bis dahin können sich erneut Kirchgemeinden um eine Förderung bewerben.

 Die Initiative Missionarische Aufbrüche wurde von der Kirchenleitung ins Leben gerufen um neuen und innovativen Ideen für kirchliche Arbeit neben der herkömmlichen Kirchgemeindearbeit zu unterstützen und damit Menschen zu erreichen, die bisher mit Kirche und Christentum keine Berührungen hatten. Um solche Menschen in ihren verschiedenen Lebenskontexten zu erreichen, soll durch die Förderung ein möglichst großes Spektrum an neuen Ideen und Begegnungsformen ausprobiert werden können. Alle Projekte werden daher aus der Perspektive der Adressaten konzipiert und gestaltet. Die Erfahrungen aus den Projekten und Vorhaben sollen in  die Planung und Konzeption der für ab 2025 in den Kirchenbezirken einzurichtenden Missionarischen Pfarrstellen fließen.

Zur Initiative »Missionarische Aufbrüche«

Kontakt:
Roland Kutsche
Pfarrer für Missionarische Projekte
Ehrenamtsakademie Meißen
Freiheit 15
01662 Meißen
Telefon: 037204/50715
Roland.Kutsche@evlks.de

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