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Kirchenbezirk Glauchau-Rochlitz vor der Auflösung


29. Juni 2019

Strukturelle Neuorientierung eröffnet langfristig Perspektiven

DRESDEN – Nach zahlreichen Zusammenschlüssen von sächsischen Kirchenbezirken in den letzten Jahren tritt nun zum 1. Juli 2019 der seltene Fall ein, dass ein Kirchenbezirk so aufgelöst, dass eine sinnvolle und akzeptierte Angliederung von Kirchgemeinden und Kirchspiele an vier Nachbarkirchenbezirke erfolgen kann. Damit verringert sich die Anzahl der Kirchenbezirke in Sachsen auf 17.

Alleine 21 Kirchgemeinden gehen an den Kirchenbezirk Zwickau im Süden, der auch Rechtsnachfolger des bisherigen Kirchenbezirks Glauchau-Rochlitz wird. Zwölf Kirchgemeinden und zwei Kirchspiele gehen an den Kirchenbezirk Leisnig, neun Kirchgemeinden und ein Kirchspiel werden dem nördlich gelegenen Kirchenbezirk Leipziger Land und drei Kirchgemeinden an den Chemnitzer Kirchenbezirk angegliedert.

Aufgrund der Gestalt des Kirchenbezirks und unter Berücksichtigung sozio-kultureller Räume war keine Fusion mit nur einem Kirchenbezirk möglich. So weit wie möglich sollten Gebiete und Regionen als Kirchenbezirk zusammen gehören, die als Landschaften, Straßenverläufe, gewohnte Wege, Schulstandorte, Arbeitsmöglichkeiten u.a. Menschen miteinander verbinden.

So eröffnet die Aufteilung nicht nur den Kirchgemeinden, sondern auch den Nachbarkirchenbezirken und damit der Landeskirche langfristig Perspektiven, die bei einem weiteren Bestand des Kirchenbezirkes Glauchau-Rochlitz nicht bestehen würden.

Grundlage für die Bewertung und den Beschluss der Kirchenleitung, die Superintendentenstelle für den Kirchenbezirk nicht wieder zu besetzen, waren u.a. die Analysen in den Papieren „Damit die Kirche im Dorf bleibt“ und „Kirche mit Hoffnung in Sachsen“. Das Kirchengesetz zur Auflösung des Kirchenbezirkes Glauchau-Rochlitz kam zur Frühjahrstagung 2019 der Landessynode in Dresden zur Vorlage und wurde dort mit dem Datum des Inkrafttretens beschlossen.

Die nächste Veränderung in der Kirchenbezirkslandschaft ist schon beschlossene Sache. So wird der Kirchenbezirk Auerbach nach Beratung und Beschluss der Landessynode mit Jahresbeginn 2020 mit dem Kirchenbezirk Plauen zusammen gehen. Mit dem Zusammenschluss entsteht der Kirchenbezirk Vogtland mit dem Ephoralsitz in Plauen. Der Kirchenbezirk ist dann mit dem Vogtlandkreis geografisch nahezu deckungsgleich.

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