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Landesbischof bei RISE ABOVE


09. April 2021

Rettungsschiff soll mit Gebet und Segen in See stechen

DRESDEN | HAMBURG – Landesbischof Tobias Bilz wurde vom Dresdner Verein „Mission Lifeline e.V.“ in die Nähe von Hamburg zur heutigen Indienstnahme der RISE ABOVE eingeladen. Das ehemalige Torpedofangboot der Bundesmarine erwarb der Verein im Dezember 2019. Seitdem wurde es zu einem Rettungsschiff umgebaut. Aufgrund seiner Bauart ist es als First-Responder geeignet, um in Seenot geratene Boote mit Geflüchteten zu sichten, die Passagiere sicher an Bord zu nehmen und sie somit von einer tödlichen Überfahrt über das Mittelmeer zu bewahren. Der Landesbischof möchte Gott um seinen Segen für die Mission bitten, da der Rettungseinsatz mit vielfältigen Gefahren und Schwierigkeiten verbunden sei.

Deshalb solle die RISE ABOVE nicht ohne Gebet in See stechen, sagte Bilz. Die zivile Seenotrettung übernehme stellvertretend Aufgaben, die dringend einer politischen Lösung bedürfen. Bis dahin folge sie dem Gebot der Nächstenliebe, Menschen vor dem Ertrinken zu retten, so Bilz weiter. Mit seiner Teilnahme am heutigen Freitag vor der nächsten Mittelmeer-Mission sei es sein Anliegen, die Arbeit von Mission Lifeline zu würdigen, die bereits mit ihrem ersten sächsischen Schiff Menschen im Mittelmeer gerettet hätten. Damit werde beispielhaft umgesetzt, wozu Jesus Christus aufgefordert habe und was das Reich Gottes im Kern ausmache. „Dem möchte ich Aufmerksamkeit verschaffen“, so der Landesbischof.

Die sächsische Landeskirche hatte in der Vergangenheit mehrfach aus dem Soforthilfefonds über den Verein HILFE KONKRET e.V.  Geflüchtete auf dem Westbalkan unterstützt. Dies geschah im Rahmen der Winterhilfe. Darüber hinaus warb die Landeskirche bei den Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) darum, die Notsituation von Geflüchteten in Osteuropa und im Westbalkan nicht aus dem Blick zu verlieren. Sie unterstützt zudem den Lutherischen Weltbund (LWB), der mit dem Projekt Symbols of Hope im westafrikanischen Nigeria über die Gefahren der illegalen Migration durch Erlebnisberichte aufklärt und die Rückkehrer begleitet und unterstützt. 

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