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Landessynode beendete Tagung


09. Juli 2021

 

Vom 9.-11. Juli kamen 80 Synodale zur gemeinsamen Beratung zusammen 

DRESDEN – Mit Beschlüssen zu Kirchengesetzen endete am 11. Juli in Dresden die verschobene Frühjahrstagung der Landessynode im Haus der Kirche (Dreikönigskirche). Am Sonntagmorgen besuchten die Landessynodalen den Gemeindegottesdienst in der Dresdner Kreuzkirche, in dem die synodalen Mitglieder der Kirchenleitung Segen und Zuspruch für ihren Dienst im kirchlichen Leitungsgremium durch Oberlandeskirchenrat Dr. Thilo Daniel und dem Vizepräsidenten der Synode, Christoph Apitz, erhielten. Dr. Daniel predigte in diesem Gottesdienst, der musikalisch durch den Dresdner Kreuzchor begleitet wurde.

Nach dem Gottesdienst kehrten die Mitglieder der Landessynode in die Dreikönigskirche in der Dresdner Neustadt zurück. Nach dem Mittagessen stand mit der Aufnahme der Plenumssitzung im Haus der Kirche der mündlich vorgetragene Bericht des Diakonischen Werks durch den Vorstandsvorsitzenden, Oberkirchenrat Dietrich Bauer, auf dem Programm.

Nach ihm berichtete Oberlandeskirchenrat Thilo Daniel über die Arbeit des Lutherischen Weltbundes (LWB) und die gegenwärtigen Vorhaben sowie die Einbindung der Landeskirche in internationale Netzwerke und personelle Bezüge.

Bei der zweiten Lesung wurden die Kirchengesetze mit großer Mehrheit beschlossen. Es handelte sich dabei um das Kirchengesetz zur Änderung der Verfassung, des Kirchenbezirksgesetzes und der Kirchgemeindeordnung der EVLKS, um befristet bis 2024 auf allen Ebenen der Landeskirche digitale Gremiensitzungen zu ermöglichen.

Ein weiteres Kirchengesetz regelt die Übernahme einer überarbeiteten Fassung eines Gottesdienstbuches, das einerseits in der Tradition der Ausgabe von 1999 steht, andererseits neue Entwicklungen aufnimmt, hierbei insbesondere die Ordnung gottesdienstlicher Texte und Lieder aus dem Jahr 2017. Zudem sind Portraits der Sonntags- und Festtagsproprien bezogen auf das Kirchenjahr neu geschrieben worden.

Bei der Änderung des Disziplinargesetzes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) durch das Kirchengesetz zur Änderung kirchenverfahrensrechtlicher Regelungen vom 9. November 2020 zum 1. Januar 2021 sind redaktionelle Anpassungen des Ausführungsgesetzes der Landeskirche mit entsprechenden Verweisen auf das EKD-Gesetz erforderlich.

Ein weiteres Kirchengesetz strebt eine Verfahrensvereinfachung in der Vereinbarung zwischen EKD-Gliedkirchen über die Kirchenmitgliedschaft in besonderen Fällen an.  Es greift den Wunsch von Gemeindegliedern auf, sich über landeskirchliche Grenzen hinweg umgemeinden zu lassen. Bisher war der Kirchenvorstand des Wohnsitzes zu hören, zukünftig reicht es, die Kirchengemeinde über den Antragseingang unverzüglich zu informieren.

Das vielbeachtete Kirchengesetz für einen wirksamen Schutz vor sexuellem Missbrauch als auch für Aufklärung und Hilfe zur Unterstützung Betroffener wurde ohne Gegenstimmen beschlossen. Die Landeskirche übernimmt damit die Richtlinie der EKD zum Schutz vor sexualisierter Gewalt als unmittelbar geltendes Recht. Aufgrund von Fällen sexualisierter Gewalt auch im Bereich evangelischer Kirchen in den zurückliegenden Jahren verpflichtet der kirchliche Auftrag alle in der Kirche Mitwirkenden zu einer Haltung der Achtsamkeit, der Aufmerksamkeit, des Respekts und der Wertschätzung sowie der grenzachtenden Kommunikation durch Wahrung persönlicher Grenzen gegenüber jedem Mitmenschen, so u.a. die Beweggründe für das Gesetz.

Tags zuvor am Sonnabend, 10. Juli, wurden die Vorlagen der Kirchengesetze in erster Lesung behandelt. Zudem lag ein "Wort zum Abendmahl" als Antrag des Theologischen Ausschusses dem Plenum vor und weist darauf hin, dass es durch die Pandemie länger keine oder nur selten eine Abendmahlpraxis geben konnte und dadurch einige Fragen aufgekommen seien zum Umgang mit dem Gemeinschaftskelch oder digitaler Formen von Abendmahlfeiern und Fragen von Beauftragung, Amt und Abendmahl. Nach intensiver Beratung wurde die Drucksache mehrheitlich angenommen. 

Im Anschluss berichtete Theresa Lange als eine der insgesamt vier sächsischen VertreterInnen in der EKD-Synode und der VELKD-Generalsynode über die konstituierenden Tagungen der beiden Synoden sowie Henriette Greulich als junges berufenes Mitglied in die Gesamtsynode.

Trotz der stark gesunkenen Inzidenzzahlen berücksichtigte auch diese Zusammenkunft die Notwendigkeiten eines Hygieneschutzkonzepts. Das heißt, dass keine Gäste in Präsenz an der Tagung teilnehmen konnten. Die öffentlichen Sitzungen der Tagung wurden per Livestream übertragen.
Der erste Sitzungstag am Freitag war ganztägig der Arbeit in den Ausschüssen vorbehalten.

Zur Berichterstattung der 28. Landessynode

Das Präsidium der Synode am Samstag im Haus der Kirche in Dresden
Synodale Mitglieder der Kirchenleitung in der Kreuzkirche

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