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Letzte Einzelmaßnahme - Folgen Hochwasser 2013 abgeschlossen


19. August 2019

Hochwasserschäden 2013 im Bereich der Landeskirche

DRESDEN - Bei der Beseitigung der Schäden aus dem Juni-Hochwasser 2013 an Elbe und Mulde ist die letzte wichtige Etappe erreicht.

Die Gesamtausgaben in der Schadensbeseitigung belaufen sich auf rund 7,6 Millionen Euro. Zwischen 2014 und 2019 flossen insgesamt rund 6,5 Millionen Euro an Zuschüssen aus der Richtlinie Hochwasserschäden 2013 des Freistaats Sachsen.

Die Schadensbeseitigung wurde teilweise bis zu 100 Prozent gefördert.

Ende Juli 2019 wurde die Verwendungsnachweisprüfung zur letzten Einzelmaßnahme der Landeskirche von der Sächsischen Aufbaubank abgeschlossen. Damit fanden die Zuwendungsverfahren nach der Richtlinie Hochwasserschäden 2013 für insgesamt 52 Einzelmaßnahmen in der sächsischen Landeskirche ihren Abschluss.

Alle Zuwendungsanträge, Auszahlungsanträge und Verwendungsnachweise wurden über eine zentrale Stelle im Landeskirchenamt in stetigem Kontakt mit der Sächsischen Aufbaubank abgearbeitet.

Die gegenseitig wertschätzende und konstruktive Zusammenarbeit, zunächst mit dem Wiederaufbaustab des Freistaates Sachsen und später mit der Sächsischen Aufbaubank (SAB) als Bewilligungsstelle zahlte sich in der Bearbeitung der einzelnen Zuwendungsverfahren durch kurze Wege und gleichbleibende kompetente Ansprechpartner und Bearbeiter immer wieder aus.

Die Baumaßnahmen betroffener Kirchgemeinden zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013 sind mit viel Engagement vor Ort vollständig ausgeführt und wurden durch die Baupflegerinnen und Baupfleger sowie weitere Mitarbeitende der Regionalkirchenämter und des Landeskirchenamtes verwaltungsseitig unterstützt.

Der großzügigen Förderung durch den Freistaat Sachsen gilt der Dank der Landeskirche und der sächsischen Kirchgemeinden.

Rückblick und Beispiele für betroffene Bereiche

Nach der Bestandsaufnahme kurz nach den Hochwasserereignissen vor sechs Jahren an Elbe, Freiberger Mulde, Zschopau und verschiedenen Nebenflüssen waren zwar zahlreiche Liegenschaften und Gebäude vom Hochwasser betroffen, erreichten aber nicht den Umfang der großen Flut von 2002 mit 110 Gebäude zum Teil erheblichere Schäden davon.

Die überwiegenden Schadensfälle des letzten Hochwassers sind überflutete Kellergeschosse. Sieben Kirchen-Innenräume und mindestens 18 Gebäude- Erdgeschosse wurden überflutet. Häufig sind auch Freianlagen und Mauern in Mitleidenschaft gezogen. Größere Schäden traten wieder im ufernahen Bereich der Elbe auf. So beispielsweise in Bad Schandau mit Kirche, Pfarrhaus und Diakonat sowie in Pirna an verschiedenen Gebäuden (u.a. Kinderhaus).

In Dresden waren in Hosterwitz und in Laubegast jeweils Kirche bzw. Gemeindezentrum mit Pfarrhaus direkt von den vorbeifließenden Fluten geschädigt. Elbabwärts waren Gohlis, Riesa-Gröba mit Kirche und Pfarrhaus und in Boritz Kirche und Gemeindehaus mit Wasser in Kellern und dem Erdgeschoss betroffen. Weitere Orte waren gegenüber Riesa auf der anderen Elbseite Lorenzkirch, Zeithain, Röderau und Glaubitz.

Im Bereich der Mulde und der Nebenflüsse sind Döbeln, Grimma sowie weitere Orte überflutet worden. In Grimma waren es das Pfarrhaus, die Kassenstelle und das Kirchgemeindehaus im Erdgeschossbereich. Von den Kirchen-Innenräumen in Döbeln und Grimma konnte das Wasser durch Sandsackbarrieren fern gehalten werden.

Dank der schon damals getroffenen Vorkehrungen an verschiedenen Orten fielen erwartete und auch eingetretene Schäden nicht so groß aus. So wurde häufig rechtzeitig das Gebäude einschließlich der Haustechnik beräumt. Nach 2013 wurden nochmals entsprechende Maßnahmen überprüft und weitere Vorkehrungen getroffen.

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