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Mit Gebet und Engagement gegen Klimawandel


20. September 2019

Bewahrung der Schöpfung ein Grundanliegen der Kirche

DRESDEN – Mit einer Andacht im Rahmen des Friedensgebets in der Dresdner Kreuzkirche „5 vor 12“ wurde angesichts der großen Demonstration für Klimaschutz in Dresden und andernorts der Themenschwerpunkt auf die Bewahrung der Schöpfung gelegt. Für Elisabeth Naendorf vom Ökumenischen Informationszentrum Dresden (ÖIZ) stünde dieses Gebet in der Reihe der „Prayers For Future“, die in vielen Kirchen für den Erhalt der Schöpfung zusammenkämen. Ansonsten seien bereits seit einem Jahr viele junge Menschen auf der Straße, die keine Antwort suchten, denn die Antwort durch die verabredeten Klimaziele sei schon da. Um das gute Anliegen zu unterstützen, schließe man sich den Gebetsgruppen an und bete für einen friedlichen Verlauf der Kundgebungen.

An der Andacht nahm auch Landesbischof Dr. Carsten Rentzing gemeinsam mit weiteren Vertretern der Landeskirche teil.  „Die Bewahrung der Schöpfung ist ein Grundanliegen der Kirche. Ohne Angst und Panik können und sollen wir die Kräfte, die uns Gott geschenkt hat, zur Bewahrung unserer Lebensgrundlagen und für die Gestaltung einer guten Zukunft für alle Menschen auf dieser Erde nutzen.“, so Dr. Rentzing. Deshalb rief  er im Vorfeld dieses Tages zum Gebet auf. Ebenfalls nahm an dieser Andacht eine Partnerschaftsgruppe aus der lutherischen Kirche Lettlands teil, die sich derzeit in Moritzburg aufhalten und nach Dresden kamen.

An diesem Freitag, 20. September, gingen in Sachsen und weltweit tausende Menschen auf die Straßen, um gegen Klimazerstörung und für die Einhaltung des Pariser Abkommens zu demonstrieren. Mit dem symbolträchtigen Glockengeläut 5 vor 12 wollten auch sächsische Kirchgemeinden ein deutliches Zeichen setzen und zu Gebet und Engagement einladen.

Während in Berlin das Klimakabinett der Großen Koalition tagt und man in New York einen der wichtigsten UN-Klimagipfel des Jahres (21.-23. September) vorbereitet, fand zeitgleich der dritte  globale Klimastreik der Schüler- und Studentenbewegung „Fridays for Future“ statt. Neben Kindern und Jugendlichen, die seit Monaten gegen den Klimawandel auf die Straße gehen, waren nun auch Erwachsene zur Beteiligung aufgerufen. In fast 500 deutschen Städten kam es zu entsprechenden Demonstrationen.

Nachdem die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) zu Beteiligung aufgerufen hatte, setzte sich in Sachsen die Initiative „Ökumenischer Weg für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ für eine Beteiligung ein und rief Kirchen und Einrichtungen zu Andacht und Gebet auf. Der „Ökumenische Weg“ stellte den Gemeinden dazu ausgearbeitete Andacht zur Verfügung. An mehreren Orten in Sachsen schlossen sich Kirchgemeinden und Einrichtungen diesem Aufruf an.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Initiativen und Beispiele im Raum der sächsischen Landeskirche, die Klimaschutz im kirchlichen Alltag praktisch umsetzen.

Mehr dazu unter:

https://www.evlks.de/handeln/weltverantwortung/umwelt/

https://engagiert.evlks.de/arbeitsfelder/gesellschaft/umwelt/

https://www.oekumenischerweg.de/

https://www.anders-wachsen.de

Gäste aus Lettland in der Kreuzkirche werden von Landesbischof Dr. Rentzing begrüßt

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