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Mit Palmsonntag beginnt die Karwoche


25. März 2018

Zeit der Konfirmationen und des Bekenntnisses

DRESDEN – Die Karwoche beginnt mit Palmsonntag (Palmarum) am 25. März. Damit bricht die letzte der sieben Wochen in der Passionszeit an. Sächsische Kirchgemeinden begehen diese Zeit bis in die Osternacht mit Konzerten, Jugendkreuzwegen, Andachten und Gottesdiensten. Traditionell ist Palmarum, wie in den Gemeinden des Erzgebirges und des Vogtlandes, auch der Beginn der Konfirmationssonntage, die bis zum Pfingstfest reichen.

Zuvor beteiligten sich an verschiedenen Orten Jugendgruppen am Ökumenischen Kreuzweg. Beispielsweise am vergangenen Freitagabend in Annaberg-Buchholz um in der Bergkirche St. Marien von jungen Christen der Region.

In den nächsten Wochen bis zum Pfingstfest werden in den Kirchgemeinden der sächsischen Landeskirche über 5.000 Jugendliche im Alter von 14 Jahren konfirmiert oder getauft. Den Auftakt bildet der Palmsonntag, der in ländlichen Kirchgemeinden, insbesondere im Erzgebirge und im Vogtland, als traditioneller Konfirmationstag gefeiert wird. Der letzte Sonntag vor dem Osterfest stand in früheren Zeiten nach Beendigung der Volksschule als Termin für die Konfirmationen und war zugleich die Möglichkeit für die Konfirmanden, zum Ende der Passionszeit zum ersten Mal am Heiligen Abendmahl teilnehmen zu können.

Abendmahlsfeiern, Passionskonzerte und Kreuzwege

In Dresden predigt im Palmsonntagsgottesdienst in der Frauenkirche um 11:00 Uhr Landesbischof Dr. Carsten Rentzing. Musikalisch erklingen Auszüge aus Wolfgang Amadeus Mozarts »Krönungsmesse« mit Solisten, dem Chor der Frauenkirche und der Chursächsischen Philharmonie Bad Elster.

Zur gleichen Zeit beginnt in der Chemnitzer Kreuzkirche ein Benefizkonzert zugunsten des Bethesda-Baby-Home Projektes im indischen Repalle. Der Anlass ist zudem ein Gründungskonzert eines neuen Barockensembles unter der Leitung von Hartmut Schill. Am Nachmittag kommen, wie in Riesa um 17:00 Uhr die Markus Passion von Reinhard Kaiser, weitere Konzerte zur Aufführung.

In der Karwoche finden Andachten und weitere Kreuzwege der Jugend statt. Zum Ende der Passionszeit wird in den Kirchen verstärkt zu Passionsmusiken eingeladen. Häufig sind es die Matthäus-Passion und die Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach, die in den Kirchen erklingen.

Vom 29. März bis 1. April lädt das ‚Haus der Stille‘ in Grumbach bei Meißen zu einem inneren Weg im Schweigen mit Gottesdiensten und Impulsen von Gründonnerstag bis Ostersonntag ein.

An Jesu letztes Mahl mit seinen Jüngern wird in Abendmahlsgottesdiensten und Agapefeiern am Gründonnerstag, 29. März, erinnert, während am Karfreitag, 30. März, sein Leidensweg im Mittelpunkt von Gottesdiensten am Vormittag und von Passionsandachten und -konzerten zur Sterbestunde am Nachmittag steht.

In der Dresdner Kreuzkirche wird am Gründonnerstag um 18:00 Uhr die Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach aufgeführt. Neben Solisten gestalten der Dresdner Kreuzchor und die Dresdner Philharmonie unter der Leitung von Kreuzkantor Roderich Kreile das Konzert. In Leipzig singt in der Thomaskirche um 19:00 Uhr der Thomanerchor in Begleitung des Gewandhausorchesters das Bachsche Werk.

In Freiberger wird um 19:30 Uhr zu einer Abendmahlsfeier auf dem Lettner im Dom eingeladen. In der Dresdner Frauenkirche erklingt um 20:30 Uhr ein Passionskonzert mit einem Solistenensemble und den Virtuosi Saxoniae.

Zuvor lädt die Gefängnisseelsorge in Zeithain um 18:00 Uhr zu einem Kirchspiel-Gottesdienst im Begegnungsgarten „Pilgeroase JVA ein.  Zu diesem Gottesdienst gehört auch ein gemeinsames Essen mit frischem Brot aus dem Steinofen des Begegnungsgartens, Kräuteraufstrich der Gartentherapie und einem großen Kessel Lammgulasch.

Höhepunkte der Passion bis zur Osternacht

Am Karfreitag, 30. März, finden am Vormittag Gottesdienste statt, bevor am Nachmittag und Abend zahlreiche Passionskonzerte musikalisch das Thema „Kreuz und Auferstehung“ aufgreifen.

Um 9:30 Uhr wird Landesbischof Dr. Carsten Rentzing im Karfreitagsgottesdienst in der Dresdner Kreuzkirche predigen. In der Frauenkirche kommen zur Sterbestunde Jesu um 15:00 Uhr in einem Gottesdienst Choräle aus Johann Sebastian Bachs »Matthäuspassion« durch den Kammerchor der Frauenkirche zur Aufführung. Landesweit finden zu dieser Stunde Andachten und Passionskonzerte statt, die sich am späten Nachmittag und Abend fortsetzen, so in Kirchen in Borna, Chemnitz, Dresden, Leipzig, Meißen, Zwickau und an anderen Orten.

Am Karsamstag (Stiller Samstag) liegt der liturgische Schwerpunkt in Andacht und Musik am Nachmittag und am Abend. In Leipzig heißt es ab 17:00 Uhr „DurchgeNacht – Die Jugendnacht“ für Konfirmanden, Jugendliche und Junggebliebene in der Emmauskirche Leipzig-Sellerhausen.

Erwartung des Auferstehungsfestes

In der Nacht von Karsamstag auf den Ostermorgen endet die Passionszeit. Ab 19:00 Uhr beginnen die Osternachtfeiern, in denen die Nähe zum bevorstehenden Auferstehungsfest besonders spürbar wird.

Die Osternacht mit Erwachsenentaufen beginnt in der Dresdner Frauenkirche um 21:30 Uhr. Sie wird musikalisch mit vokaler Musik aus dem alten Erzgebirge von Balthasar Crusius, Philipp Dulichius, Christoph Demantius und Johann Hermann Schein vom Ensemble Agenda St. Jacob ausgestaltet. Dieser traditionelle und stimmungsvolle Taufgottesdienst in der Frauenkirche ist Abschluss eines Glaubenskurses, der in den vergangenen Wochen zusammen mit der Kreuzkirche angeboten wurde. Auch in der Martin-Luther-Kirche in Dresden-Neustadt findet eine liturgische Feier zur Osternacht statt. Sie beginnt wieder um 22:30 Uhr und endet nach Mitternacht.

In Annaberg-Buchholz wird um 23.45 Uhr in die Martin-Luther-Kirche zur Osternacht mit Feier der Heiligen Taufe eingeladen.
Im erzgebirgischen Carlsfeld trifft man sich traditionell um 22:30 Uhr zum Kreuzweg in die Osternacht zunächst im dortigen Pfarrhaus. Nach einem Film über das Passionsgeschehen geht es über mehrere Stationen nach Eibenstock zum morgendlichen Osterjubel auf dem dortigen Friedhof.

Auf dem Vorplatz der Leipziger Peterskirche brennt ab 22:00 Uhr das Osterfeuer. Hier wird es 22:30 Uhr ein Versöhnungsritual mit Beichte geben. Anschließend kann man am Feuer sitzen oder in die Peterskirche gehen. Zu jeder vollen Stunde werden in der Kirche ein Bibeltext gelesen und einfache Liedrufe gesungen. Dazwischen ist Zeit, um in der stillen Peterskirche zu wachen, zu beten, zur Ruhe zu kommen, zu Gott zu kommen. Gegen 4:00 Uhr gibt es ein Tauferinnerungsritual am Taufbecken. Danach gehen alle gemeinsam zu Fuß durch den anbrechenden Morgen zur Bethlehemgemeinde in der Kurt-Eisner-Straße.

Um 5:00 Uhr morgens (Ostersonntag) laden die ersten Ostermetten des Auferstehungsfestes in die Kirchen ein.

Veranstaltungen unter https://engagiert.evlks.de/termine/veranstaltungen/

Das Licht der Hoffnung wird weitergegeben
Mit dem Licht in Erwartung auf das Auferstehungsfest

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