Alle Nachrichten

Nachricht

Bereich

Neuer Polizeiseelsorger beginnt Dienst


26. Februar 2021

Amtseinführung als Polizeiseelsorger am 5. März in Dresden

DRESDEN – Der Glauchauer Pfarrer Matthias Große (46) wechselt zum 1. März 2021 auf die Landeskirchliche Pfarrstelle als Polizeiseelsorger nach Dresden. Er wird in der hiesigen Polizeidirektion sowie der Bereitschaftspolizei, des PVA und des LKA Sachsen mit insgesamt rund 5.000 Bediensteten zuständig sein.

Zu dessen Aufgaben gehört u.a. die seelsorgliche Begleitung von Polizisten bei belastenden Ereignissen. Zu den Schwerpunkten des Dienstes zählen ferner der berufsethische Unterricht sowie berufsbegleitende ethische Schulungen. Bei Bedarf steht er Polizeibediensteten in Einsätzen seelsorglich zur Seite.

Matthias Große wuchs in einem Pfarrhaus im Erzgebirge auf und entschied sich nach der Schulzeit für ein Theologiestudium. Nach dem Studium in Leipzig und Göttingen absolvierte er seine Examen in Sachsen und übernahm nach dem Vorbereitungsdienst und seiner Ordination 2002 den Pfarrdienst im mittelsächsischen Marbach. Von dort aus wechselte er Ende 2009 in eine Pfarrstelle an der St. Georgenkirche in Glauchau. Anfang 2020 wurde ihm die 1. Pfarrstelle übertragen.

Pfarrer Große nahm in seiner bisherigen Dienstzeit an verschiedenen Fortbildungen im Rahmen des Pastoralkollegs, der Gemeinde Akademie (Schwarzenbruck) und des Seelsorgeinstituts teil. U.a. erhielt er Zertifikate im Mentorat, in der Gemeinberatung und der Notfallseelsorge. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.
Die Einführung von Pfarrer Große als Polizeiseelsorger erfolgt am Freitag, 5. März 2021, in der Dresdner Dreikönigskirche.

Würdigung für den Dienst seines Vorgängers

Große tritt die Nachfolge von Pfarrer Christian Mendt an, der nach über sechs Jahren Dienst in der Polizei- und Notfallseelsorge am 5. Februar 2021 feierlich in einem Gottesdienst in der Dresdner Kreuzkirche von Superintendent Christian Behr in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Pfarrer Mendt, der auch Sprecher der evangelischen Polizeiseelsorge in Sachsen und Beauftragter für Notfallseelsorge in der Landeskirche war, wurde für dessen Dienst und Einsatz mehrfach gedankt. Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar würdigte ihn als Instanz im Bemühen, einen Ausweg zu finden.  Dresdens Polizeipräsident Jörg Kubiessa dankte Mendt dafür, dass er auf andere zuging und zuhören konnte. „Bei Ihnen fühlte man sich behütet“, sagte er.

So führte er Gespräche mit traumatisierten Polizisten, überbrachte Todesnachrichten an Hinterbliebene von Unfallopfern und tat Dienst als Mitglied im Einsatznachsorgeteam. Jährlich veranstaltete er Blaulichtgottesdienste für alle Rettungskräfte sowie einen Gedenkgottesdienst, bei dem er den Kolleginnen und Kollegen gedacht wurde, die während ihrer aktiven Dienstzeit verstarben.

Landeskollekte am kommenden Sonntag für Seelsorgedienst

Zufällig in die Zeit des Wechsels fällt der Sonntag Reminiszere, 28. Februar, an dem traditionell die Landeskollekte für die besonderen Seelsorgedienste vorgesehen ist. Seelsorgerinnen und Seelsorger in besonderen Seelsorgediensten der Krankenhaus-, Gehörlosen-, Schwerhörigen-, Gefängnis- und Polizeiseelsorge stehen Menschen in Not oder in besonderen Herausforderungen bei. Dieser Dienst in der Gesellschaft ist über die Grenzen der Kirche anerkannt.

Das wurde und wird in der Corona-Pandemie besonders deutlich durch eine starke Nachfrage von einsamen Menschen, bei denen die Besuche vertrauter Angehöriger ausbleiben müssen. So werden Grüße überbracht, Telefonkontakte vermittelt oder Videoverbindungen hergestellt. Der größte Teil der Personal-, Ausbildungs- und Sachkosten für die verschiedenen Seelsorgedienste muss aus landeskirchlichen Mitteln aufgebracht werden.

Pfarrer Großes bisherige Wirkungsstätte in der St. Georgenkirche in Glauchau (Foto: Markus Pfeifer)
Pfarrer Christian Mendt zum Abschied in der Dresdner Kreuzkirche

Teilen Sie diese Seite