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Neuer Präsident des Landeskirchenamtes gewählt


26. Januar 2019

 

DRESDEN - Die Evangelisch-Lutherische Landessynode Sachsens hat auf ihrer soeben zu Ende gegangenen Sondertagung am 26. Januar im Dresdner  ‚Haus der Kirche‘ (Dreikönigskirche) den Braunschweiger Oberlandeskirchenrat Hans-Peter Vollbach (47) im dritten Wahlgang zum neuen Präsidenten des Evangelisch-Lutherischen Landeskirchenamtes gewählt.

 Zuletzt waren nur noch der Leipziger Jurist Friedrich Nollau und Hans-Peter Vollbach im Rennen. Vollbach erreichte mit 38 Stimmen knapp die absolute Mehrheit von insgesamt 75 gültigen Stimmen. Nollau kam auf 37 Stimmen. Der Präsident des Landeskirchenamtes, Dr. Johannes Kimme, freue sich, dass Hans-Peter Vollbach wieder nach Sachsen zurückkehrt. Zur Braunschweiger Kirche gebe es bis heute partnerschaftliche Kontakte. Dr. Kimme kenne Vollbach seit neun Jahren aus der Kirchenkonferenz der EKD. „Ich glaube, es ist eine gute Wahl“, sagte der amtierende Präsident.  

Nach der sächsischen Kirchen-Verfassung leitet der Präsident (Jurist) das Landeskirchenamt und führt den Vorsitz bei dessen kollegialen Beratungen. Nach den im Gesetz obliegenden Angelegenheiten des Landeskirchenamtes übt er die Vertretung der Landeskirche aus. Der Präsident wird für eine Amtsdauer von zwölf Jahren gewählt. Er vertritt mit dem Landesbischof die Landeskirche in der Kirchenkonferenz der EKD.  

Der aus Sachsen stammende und in Braunschweig lebende Hans-Peter Vollbach (47) ist seit 2006 Oberlandeskirchenrat und Mitglied des Landeskirchenamtes der Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig, wo er die Rechtsabteilung leitet und das Landeskirchenamt in der dortigen Kirchenregierung vertritt. Nachdem er zunächst ein Musikstudium an der Hochschule für Musik in Leipzig (1987-1991) als Diplomorchestermusiker (Violoncello) abgeschlossen und ein Jahr als Cellist am Landestheater Altenburg gewirkt hatte, besuchte Hans-Peter Vollbach auf dem zweiten Bildungsweg die gymnasiale Oberstufe am Leipziger R.-Schumann-Gymnasium und studierte anschließend Rechtswissenschaften in Leipzig und Jena.  

Nach dem 1. Juristischen Staatsexamen (2000) absolvierte er ein Rechtsreferendariat in Erfurt und arbeitete nach dem 2. Examen (2002) in einer Weimarer Rechtsanwaltskanzlei. 2003 wechselte er nach Gardelegen zur Provinzial-Sächsischen Genossenschaft des Johanniterordens, wo er als Justitiar und Assistent des Geschäftsführers mit der Erstellung betriebswirtschaftlicher Standortanalysen befasst war. Von 2004 bis 2006 war Hans-Peter Vollbach bereits als Referent für Dienst-, Besoldungs- und Versorgungsrecht im sächsischen Landeskirchenamt tätig, dessen Leitung er nun als Präsident übernehmen wird. 2006 wechselte er aus Dresden in das Landeskirchenamt nach Braunschweig und übernahm die Leitung der dortigen Rechtsabteilung. Hans-Peter Vollbach wohnt derzeit in Braunschweig, ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Der jetzige Präsident Dr. Johannes Kimme (65) wird Anfang August 2019 nach neuneinhalb Dienstjahren im Landeskirchenamt seinen Ruhestand antreten. Die feierliche Verabschiedung erfolgt während des Sommerempfangs der Kirchenleitung am 5. Juli 2019.

Der Dienstbeginn und der Zeitpunkt der Einführung des neuen Präsidenten stehen noch nicht fest.

Zum Wahltag am 26. Januar 2019

Hans-Peter Vollbach mit Blumen nach der Wahl
Hans-Peter Vollbach nach der Wahl

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