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Neuer Superintendent für den Kirchenbezirk Leipzig


26. Januar 2020

Für eine Kirche, die sich aktiv in die Stadtgesellschaft einbringt 

DRESDEN | LEIPZIG – Der Dresdner Frauenkirchenpfarrer und Geschäftsführer der Stiftung Frauenkirche Dresden, Sebastian Feydt (54), wird Superintendent des Kirchenbezirks Leipzig und Inhaber der 1. Pfarrstelle von St. Nikolai. Der Amtsantritt und die Einführung stehen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.  

Nach der Wahl im Kirchenbezirk am 8. November letzten Jahres, dem Votum der Ortsgemeinde und der Ernennung durch die Kirchenleitung der sächsischen Landeskirche am Freitag, 24. Januar 2020, wird er die Nachfolge von Martin Henker antreten, der Ende Mai nach sechzehnjähriger Amtszeit seinen Ruhestand antritt. Die Verabschiedung findet am 17. Mai, um 14:00 Uhr in der Nikolaikirche statt. 

Sebastian Feydt wurde 1965 in Cottbus geboren, besuchte später die Kreuzschule in Dresden, an der er 1984 Abitur machte. Er entschloss sich für ein Studium der Evangelischen Theologie an der Universität Leipzig. Als Mitglied des Stadtökumenekreises wirkte er vor und während der Zeit der Friedlichen Revolution bei den Friedensgebeten in der Nikolaikirche Leipzig mit. 

Mit bestandenem Ersten Theologischen Examen 1992 begann er den Vorbereitungsdienst. Er ging im Rahmen eines Sondervikariats nach Jerusalem und Bethlehem und stellte sich vor dem Hintergrund des Nahostkonflikts Herausforderungen in der Ökumene und des interreligiösen Dialogs. Nach seiner Rückkehr beendete er 1995 sein Vikariat in Leipziger Gemeinden. Mit dem Zweiten Theologischen Examen und seiner Ordination wurde er Pfarrer an der Leipziger Bethlehemkirchgemeinde.  

Nach 12-jährigem Gemeindedienst, einem Lehrauftrag an der Uni-Leipzig und der Mitwirkung in Kirchenbezirks- und Landessynode wechselte er im April 2007 an die Frauenkirche Dresden. Neben dem Pfarrdienst und  seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der Stiftung Frauenkirche Dresden konzipierte er den Ausbau der Friedens- und Versöhnungsarbeit sowie die Entwicklung neuer u.a internationaler Kulturangebote an der Frauenkirche. Er absolvierte einen Kurs (2012-2014) an der Führungsakademie für Kirche und Diakonie Berlin. 

Pfarrer Feydt steht für eine Kirche, „die sich aktiv in die Stadtgesellschaft einbringt, indem sie auch aus den Kirchen heraustritt.“ Vor der Kirchenbezirkssynode in Leipzig sprach er sich sowohl für den interreligiösen Dialog, als auch für die Verdeutlichung evangelisch-lutherischen Bekenntnisses in einer säkularen Gesellschaft aus.

Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt (Foto: Thomas Schlorke)

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