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Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit


08. September 2018

Route führt im Oktober durch Sachsen – Einladung zum Mitpilgern

BONN | DRESDEN - 1.700 km, 78 Stationen, 14 Aktionstage: Der Ökumenische Pilgerwerg für Klimagerechtigkeit startet am Sonntag, 9. September, in Bonn. Er führt durch verschiedene Bundesländer – darunter Sachsen – und endet nach drei Monaten am 9. Dezember im polnischen Katowice, wo zeitgleich die 24. UN-Weltklimakonferenz (COP 24) stattfindet. „Die Frage, wie wir den Klimawandel stoppen können, ist die große Gerechtigkeitsfrage dieses Jahrhunderts.“ Mit diesen Worten beschreibt Dr. Barbara Hendricks, Bundesumweltministerin a.D. und eine der Schirmherrinnen, eines der Hauptziele des Klimapilgerweges.

Auf ihrem Weg kommen die Pilgerinnen und Pilger durch die drei großen deutschen Braunkohlegebiete: das Rheinische Revier (Hambacher Forst), das Mitteldeutsche Revier (u.a. Pödelwitz bei Leipzig) und das Lausitzer Revier. Die Reviere wurden als „Schmerzpunkte“ ausgewählt und zu den Forderungen des Klimapilgerwegs zählt unter anderem die Einleitung des Kohleausstiegs in Deutschland.

Beginnend in Schkeuditz führt der Weg vom 21. Oktober bis 5. November durch Sachsen, wo zahlreiche Veranstaltungen entlang der Route geplant sind. In der Leipziger Nikolaikirche predigt im Friedensgebet Bischöfin i.R. Bärbel Wartenberg-Potter (22. Oktober). Das Leipziger Missionswerk lädt zu einem Themenabend über den Klimawandel in Tansania, Indien und Papua-Neuguinea ein (23.Oktober). Unterwegs ist in dem vom Braunkohleabbau bedrohten Pödelwitz ist ein Gespräch mit der Initiative „Pro Pödelwitz“ geplant und in Nossen stellen Schülerinnen und Schüler ihr Projekt „Sachsen im Klimawandel“ vor.

Zum Reformationstag am 31.Oktober kommen die Pilgerinnen und Pilger in der Allerheiligenkapelle im Meißner Dom zu einer Andacht mit dem sächsischen Landesbischof Dr. Carsten Rentzing zusammen. Einen Tag später sammeln sie sich in Dresden zu einem Morgengebet mit dem katholischen Bischof Heinrich Timmerevers (Bistum Dresden-Meißen). Auf dem Programm in der Landeshauptstadt steht außerdem eine Diskussionsrunde in der Unterkirche der Frauenkirche zum Thema „Klimagerechtigkeit?  – geht doch! Welche Schritte gehen wir in Sachsen“ mit Vertreterinnen und Vertretern von Staat, Kirche und Zivilgesellschaft.

Der weitere Pilgerweg führt später über Kamenz, Hoyerswerda und Schleife nach Brandenburg. Wer die Ziele des Pilgerwegs unterstützen möchte, ist herzlich zum Mitpilgern eingeladen – egal ob es nur eine kurze Strecke, eine Tagesetappe oder länger ist. Die Pilgerinnen und Pilger besuchen neben den „Schmerzpunkten“ auch „Kraftorte“ der Klimagerechtigkeit in Deutschland und Polen. Während des Weges werden Unterschriften und Stimmen zur Klimagerechtigkeit gesammelt, die der Kohlekommission in Berlin und der Welt-Klimakonferenz in Katowice übergeben werden.

Der Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit wird unterstützt von einem breiten ökumenischen Bündnis aus 40 Organisationen, Initiativen und Unternehmen, darunter Brot für die Welt, das Bischöfliche Hilfswerk MISEREOR e.V., die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Deutsche Bischofskonferenz und das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘.

Die einzelnen Tagesetappen, Informationen zum Anliegen und Veranstaltungshinweise sind unter www.klimapilgern.de  zu finden.

Weitere Informationen für Sachsen:

Christine Müller, Arbeitsstelle Eine Welt in der Ev. Luth. Landeskirche Sachsens, Tel. 0341 25355592, Mail: christine.mueller@evlks.de

Menschen sind auf dem Weg
Menschen auf dem Weg zur Klimagerechtigkeit

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