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Ökumenisches Friedensgebet in Aue


28. Dezember 2019

Einladung zum ökumenischen Friedensgebet in Aue

AUE - Für den heutigen Samstag, 28. Dezember 2020, hat Superintendent Dieter Bankmann um 17:00 Uhr zu einem ökumenischen Friedensgebet  in die St. Nikolaikirche in Aue eingeladen. Viele Menschen in Aue und ganz Sachsen hatten in den letzten Tagen ihre Betroffenheit und Bestürzung über die gewaltvolle Auseinandersetzung am Heiligabend zum Ausdruck gebracht und den verletzten Mitarbeiter der Kirchgemeinde in ihre Gebete eingeschlossen. Mit dem Friedensgebet möchte die Kirchgemeinde ein Zeichen setzen - für Gebet um Frieden und Versöhnung und gegen die politische Instrumentalisierung der schlimmen Geschehnisse, wie es bereits durch eine angemeldete Demonstration der NPD erfolgt ist. Mit Oberlandeskirchenrat Burkart Pilz wird auch ein Vertreter der Landeskirche heute beim Friedensgebet anwesend sein.

Zum Hintergrund:

Ein ehrenamtlicher Mitarbeiter der Kirchgemeinde wurde Heilig Abend mit Messerstichen verletzt, als er einen Streit zwischen Gästen eines Weihnachtstreffs für Bedürftige im Gemeindehaus der erzgebirgischen Kirchgemeinde Aue (St. Nicolai) schlichten wollte. Superintendent Dieter Bankmann zeigte sich besorgt und bestürzt über die Gewalt, die sich am späteren Abend des 24. Dezember zugetragen hatte: Zunächst gelte dem Opfer, das im Krankenhaus notbehandelt wurde, gesundheitliche Stabilität, nachhaltige und schnelle Besserung. Die Fürbitten gelten ihm, den Angehörigen und dessen Freunden. Auch den zwei leicht verletzten Iranern gelten die Genesungswünsche. Zunächst sei zu danken, dass nicht mehr und Schlimmeres passiert sei, sagte der Superintendent. Der Einladung zu der Veranstaltung folgten rund 100 Menschen. 

Wie in Aue, gab es zu Weihnachten verschiedentliche Angebote in Kirchgemeinden und diakonischen Einrichtungen für Einsame, Wohnungslose und bedürftige Menschen. Keiner sollte alleine sein!, so das Motto der angebotenen Treffs, die wie die Dresdner Nachtcafés im Winter offen sind für alle. Die Landeskirche verurteilt die Auseinandersetzung zum Fest des Friedens, aber verweist auch auf die bisher friedvolle Stimmung zu Beginn der Weihnachtstage. Immerhin nahmen wieder über eine halbe Million Menschen an Christvespern in Sachsens Kirchen teil sowie an weiteren Christnachtvespern und Weihnachtsgottesdiensten. Es sind keine negativen Vorkommnisse im Zusammenhang mit Bedürftigen-Treffs bekannt. Deshalb appelliert die Landeskirche an den Sinn des Weihnachtsfestes, das Frieden stiften will. Sie vertraut auf die Überzeugungskraft dieser Botschaft und ruft zur Besonnenheit auf, die Freude des Christfestes zu schützen und zu bewahren.

Nicolaikirche in Aue

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