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Präsident i.R. Hans-Dieter Hofmann gestorben


28. November 2019

In Zeiten der Veränderungen erwies er der Landeskirche großen Dienst 

DRESDEN – Plötzlich und unerwartet starb am 26. November 2019 der frühere Präsident des Ev.-Luth. Landeskirchenamt Sachsens, Hans-Dieter Hofmann, im Alter von 72 Jahren an seinem Wohnort in Radebeul. Er übte die Leitungstätigkeit fast 20 Jahre aus und prägte die sächsische Kirchenverwaltung bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Dezember 2009 nachhaltig. So war der Beginn seiner Amtszeit im Januar 1990 geprägt von der Umgestaltung der gesellschaftlichen Verhältnisse, die auch erhebliche Auswirkungen für die Kirchen hatten.  

Die Vereinigung des DDR-Kirchenbundes mit der EKD und den Wiederbeitritt der sächsischen Landeskirche zur VELKD hat er aktiv mit gestaltet. Ein besonderer Höhepunkt in dieser Zeit war die Unterzeichnung des Evangelischen Kirchenvertrages Sachsen am 24. März 1994. Den Wiederaufbau der Frauenkirche Dresden hat er als Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Frauenkirche begleitet. Als ehemaligem Kruzianer lagen seine persönlichen Interessen insbesondere im kirchenmusikalischen Bereich, wo er sich noch lange aktiv engagierte. 

„Präsident Hofmann war ein Mann, der seine Kirche aus dem Effeff kannte und sein Amt mit einer unglaublich großen Umsicht und Übersicht geführt hat.“, würdigt Landesbischof i.R. Volker Kreß seinen damaligen Amtsbruder. Er sei ein bescheidener Mensch gewesen, der nie große Worte gemacht habe, aber immer anerkannt und geschätzt war als ein großartiger und kluger Kenner aller kirchlichen Sachfragen. „Als Präsident des Landeskirchenamtes hat er der sächsischen Landeskirche in Zeiten großer Veränderungen mit Treue und Zuverlässigkeit große Dienste erwiesen.“, so Kreß. 

Hans-Dieter Hofmann wurde 1947 im erzgebirgischen Beierfeld geboren und wurde 1958 Mitglied des Dresdner Kreuzchores. Nach dem Abitur an der Kreuzschule nahm er eine Verwaltungsausbildung beim Kirchgemeindeverband Leipzig auf, die er 1969 mit der Zweiten Verwaltungsprüfung abschloss. 1970 wechselte er als Mitarbeiter in der Kirchenamtsratsstelle Leipzig in den landeskirchlichen Dienst und bekam die Möglichkeit, eine berufsbegleitende Ausbildung für den höheren kirchlichen Verwaltungsdienst zu absolvieren.  

Nach dem Referendariat als Kirchenjurist, das er 1981 mit der Zweiten juristischen Prüfung abschloss, war Hofmann zunächst im damaligen Landeskirchlichen Amt für Innere Mission in Radebeul als Justitiar tätig. 1983 wechselte er in das Landeskirchenamt, dessen Mitglied er 1984 wurde. Als Oberlandeskirchenrat leitete Hofmann das Finanzdezernat, bevor er im Herbst 1989 durch die sächsische Landessynode als Nachfolger von Oberingenieur Dr. h.c. Kurt Domsch zum Präsidenten des Landeskirchenamtes gewählt wurde.

Trauerfeier und Bestattung

[Trauergottesdienst am 4. Dezember 2019 um 13:00 Uhr in der Lutherkirche Radebeul (Kirchplatz 1, an der Meißner Straße). Die Bestattung findet auf dem Friedhof der Lutherkirchgemeinde (Serkowitzer Str. 33) in Radebeul statt.]

Hans-Dieter Hofmann (1947-2019)
Trauerfeier am 4. Dezember 2019 in der Radebeuler Lutherkirche

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