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Städtebauförderung für St. Marien und Katharinenkirche


19. September 2020

Stadt, Land und Bund fördern Zwickaus Stadtkern

ZWICKAU - Der Dom St. Marien und die Katharinenkirche in Zwickau liegen im Städtebaufördergebiet »Historischer Stadtkern«. Sie sind zwei stadtbildprägende Gebäude, deren Erhalt mit Mitteln des Bund-Länder-Programms »Städtebaulicher Denkmalschutz« sowie mit Mitteln weiterer Denkmalschutzprogramme gesichert wird.

Seit 1995 wird das Zwickauer Städtebaufördergebiet mit insgesamt 44,78 Millionen Euro Finanzhilfen jeweils zur Hälfte vom Bund und vom Freistaat Sachsen unterstützt. Die Stadt Zwickau trägt zusätzlich zu den von Bund und Land bewilligten Finanzhilfen in Höhe von 80 Prozent einen Eigenanteil von 20 Prozent. Die Finanzhilfen umfassen u.a. auch den Umbau des ehemaligen Kornhauses zur Stadtbibliothek, die Sanierung des Rathauses, des Robert-Schumann-Konservatoriums und des Schlosses Osterstein.

»Denkmale sind einerseits ein ideeller Wert an sich – eine Erinnerung, manchmal ein Mahnmal, aber vor allem ein Teil unserer Identität und Heimat. Aber sie sind auch prägender baulicher Bestandteil unserer Städte und Dörfer, unserer Landschaft – wie die Marienkirche und die Katharinenkirche. Allein für diese Bauwerke haben Freistaat und Bund insgesamt fast 3,3 Millionen Euro Städtebau- und Denkmalschutzförderung zur Verfügung gestellt, sagt Staatsminister Thomas Schmidt.

Am Dom St. Marien werden derzeit schadhafte Stellen am nordwestlichen Treppenturm saniert. Geplant sind unter anderem eine statisch-konstruktive Sicherung des Naturstein-Mauerwerks sowie der Austausch von nicht restaurierbarer Steinsubstanz durch Neuteile aus Reinhardtsdorfer Sandstein. Außerdem werden die Fugen der Turmfassaden erneuert und Dacharbeiten durchgeführt. Die in den Turm eingesetzten Glasfenster sowie Fugen im Übergang zum Sandsteingewände werden überarbeitet.

Die umfangreichen Instandsetzungs- und Sicherungsmaßnahmen an der Zwickauer Katharinenkirche sind mittlerweile abgeschlossen. Seit 1990 wurden der Turm und der Westgiebel statisch ertüchtigt sowie die Fassade und die Portale saniert. An der Südseite wurde das Dach neu gedeckt, der Dachstuhl und die traufnahen Fassadenbereiche instandgesetzt. Auch im Inneren der Kirche wurde einiges geleistet: unter anderem wurden der Cranach-Altar, das Glockentragwerk mit Geläut und die Orgel restauriert.

Dom St. Marien (l.) und Katharinenkirche

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