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Umbruch Ost – Lebenswelten im Wandel


23. August 2020

Geschichte der Deutschen Einheit aus ostdeutscher Perspektive

DRESDEN – Mit einer Vernissage wird am 25. August um 18:00 Uhr im Haus der Kirche (Dreikönigskirche) die Ausstellung „UMBRUCH OST – LEBENSWELTEN IM WANDEL“ eröffnet. Sie widmet sich dem Alltag der deutschen Einheit seit 1990 und thematisiert insbesondere die Umbruchserfahrungen der Ostdeutschen, deren Lebenswelten sich mit der Wiedervereinigung grundlegend verändert haben. Zu Gast ist Cornelius Pollmer, Korrespondent der Süddeutschen Zeitung für Sachsen.

Rückblick: Am 3. Oktober 1990 um null Uhr erklang aus den Lautsprechern vor dem Berliner Reichstagsgebäude die Nationalhymne. Eine schwarzrot-goldene Fahne wird gehisst, ein Feuerwerk erhellte die Nacht. Die Menschen jubelten: 45 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg war ein wiedervereintes, friedliches und demokratisches Deutschland entstanden.

Dennoch drängten sich bald für die Bewohner der nun zur Geschichte gewordenen DDR zunehmend Alltagssorgen in den Vordergrund. Trotz Blasmusik und Bierbuden war die Stimmung eher nachdenklich. Während die Wiedervereinigung danach kaum Auswirkungen auf den Alltag der Westdeutschen hatte, änderte sich für die Ostdeutschen fast alles. Diese Zeit des Umbruchs thematisiert die Ausstellung „Umbruch Ost…“, die somit  eine ostdeutsche Perspektive auf die Entwicklung seit 1990 ermöglicht.

Veranstaltungsreihe „Wendekinder – Brückenbauer!“

Die Ausstellung, die bis zum 3. Oktober im Haus der Kirche zu sehen ist, wird begleitet von der Veranstaltungsreihe „Wendekinder – Brückenbauer!“, die am 3. September, 19:00 Uhr, mit der Buchlesung “Hufeland, Ecke Bötzow“ mit Autorin Lea Streisand (Berlin) beginnt. Beim Gesprächsabend geht es um das Erleben von Kindern des realexistierenden Sozialismus in der Schule und abendlichen Geheimtreffen der Eltern in der Küche.

Bei einem weiteren Gesprächsabend am 7. September, 19:00 Uhr, geht es um Erfahrungen der Wende- und Nachwendekinder, ihre Identität, sowie ihre Sicht, wie der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt werden kann.
Am 10. September werden die Ursachen für Unzufriedenheit von großen Teilen der hiesigen Bevölkerung thematisiert, oder, ob die Krise auch als Chance verstanden und genutzt werden kann, bevor am 14. September ostdeutsche Generationen gemeinsam in den Dialog treten.

Das Themenfestival endet am 20. September mit dem Dokumentarfilm „Zonenmädchen“.
Das Haus der Kirche kooperiert in der Veranstaltungsreihe mit dem Ökumenischen Informationszentrum e.V. Dresden, unterstützt vom Verein weltbewusst e.V.
Zudem wird die Reihe durch das Förderprogramm »Revolution und Demokratie« von der sächsischen Staatsregierung unterstützt.

Dreikönigsvielfalt

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