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Urlaubsseelsorge unter Corona-Einschränkung


02. August 2020

Deutschsprachige Evangelische Urlaubsgottesdienste im Ausland 

DRESDEN – Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Reiseverkehr und den Ferienbetrieb gehen nicht spurlos an der evangelischen Urlaubsseelsorge vorbei. Einige sächsische Pfarrer, die sich im Rahmen der Urlaubsseelsorge für Ferienorte im Ausland angemeldet hatten, bekamen von der Koordinierungsstelle der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Absagen. Dies betraf u.a. Urlaubsgebiete in Österreich und Polen. Entweder lohnt sich am Urlaubsort der Einsatz nicht oder die Hygienebestimmungen lassen nur eingeschränkte Angebote in den Kirchen zu. Manche Einsätze wurden zeitlich verschoben oder es wurde ein neuer Einsatzort gefunden.  

Derzeit ist ein Pfarrer i.R. aus Leipzig noch bis zum 10. August in Cuxhaven. Ein Pfarrer aus Leipzig übernahm am gestrigen 1. August auf der Nordfriesischen Insel Rømø (Dänemark) die Urlauberseelsorge.  Am kommende Wochenende beginnt für einen Pfarrer aus dem ostsächsischen Cunewalde der Dienst im österreichischen Gmünd an der Ev. Kirche Fischertratten.
Die Pfarrerinnen und Pfarrer unterstützen meist für drei Wochen die dortigen Gemeinden. Gerade in der Urlaubszeit, wo sich Menschen erholen, sind diese für Glaubensfragen offener.  

Die Urlaubsseelsorger bieten wöchentliche Gottesdienste und zusätzliche Veranstaltungen wie Gesprächsabende oder Bibelarbeiten an. Ebenso haben sie für die Urlauber ein offenes Ohr und stehen für seelsorgerische Beratung und Gespräche zur Verfügung. Nach dem Ende des Seelsorgedienstes beginnt für diese Pfarrer dann auch vor Ort freie Ferienzeit.  

Die Tourismusseelsorge im Ausland wird durch die EKD organisiert, die in diesem Jahr mit rund 60 Pfarrerinnen und Pfarrern nur die Hälfte der sonst anfallenden Dienste in den europäischen Ländern vermitteln kann. Von den diesjährigen 40 Urlaubsorten liegen die allermeisten in Österreich, Italien und Dänemark. 

Das Gustav-Adolf-Werk in Sachsen (GAWiS) hatte angeregt, auch Reiseziele einzubeziehen, die eher aus ostdeutscher Sicht im Blick sind. So initiierte  das GAWiS in Siebenbürgen (Rumänien) eine Urlaubsseelsorgestelle, die seitdem im Sommer im Ev. Freizeitheim Wolkendorf/Vulcan in der Nähe von Kronstadt/Brasov untergebracht ist. Allerdings kam in diesem Jahr auch dieser Dienst coronabedingt nicht zustande. 

Über diese Initiative hinaus unterstützt das GAWiS jedes Jahr Projekte in Siebenbürgen, so etwa mit der Aktion „Freude, die ankommt“, kirchliche Sommerferienlager für Kinder und Jugendliche. Aus aktuellem Anlass finden die Mittel nur für Tagesausflüge von rumänischen Kinder- und Jugendgruppen Verwendung.  

Die meisten sächsischen Pfarrerinnen und Pfarrer werden jedoch einen normalen Urlaub mit ihren Familien verbringen. Dieser ist wichtig, um sich von dem fordernden Arbeitsalltag im Gemeindepfarramt zu erholen. Diejenigen Pfarrer und Pfarrerinnen, die eine Pfarrstelle in heimatlichen Tourismusgebieten wie beispielsweise in der Sächsischen Schweiz oder im Erzgebirge haben, begleiten dort die Urlaubsgäste. Dazu laden sie zu besonderen Veranstaltungen ein und bieten Kirchenführungen an. Auch viele Kirchenkonzerte, meist mit Gast-Organisten, stehen in den Urlaubsorten auf dem Programm. 

Zum speziellen Service der Urlaubsseelsorge der EKD kommen noch zahlreiche deutschsprachige Gemeinden im Ausland (von Belgien bis Zypern) hinzu, die regelmäßige Gottesdienste anbieten. Unter Beachtung der örtlichen Bedingungen sind auch hier deutsche Urlauber als Gäste herzlich willkommen.

Vorsicht! Wir sind überall...
Viele österreichische Orte werden durch Urlaubsseelsorge erreicht

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