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„Vernichtet, vergraben, neu entstanden“


22. Mai 2019

Erinnerung an das Schicksal der Universitätskirche St. Pauli in Leipzig

DRESDEN - Die Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche e.V. lädt zum nächsten Donnerstagsforum am 23. Mai um 19:30 Uhr mit dem Zeitzeugen Nikolaus Krause in die Unterkirche der Frauenkirche Dresden ein. Unter dem Titel „Vernichtet, vergraben, neu entstanden“ berichtet er über die Sprengung der Universitätskirche St. Pauli Leipzig im Jahr 1968. Er selbst protestierte damals gegen die Vernichtung der 1240 geweihten Universitätskirche unter anderem mit einer Unterschriftensammlung und Sitzstreiks am Karl-Marx-Platz. Er wurde deshalb verhaftet und verurteilt, saß 20 Monate im Gefängnis in Leipzig und Cottbus.

Später war Krause Pfarrer in Sebnitz, in Dresden-Zschachwitz sowie Schülerpfarrer und bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2009 Seelsorger in der Universitätsklinik Dresden. Seither betreut er als Seelsorger Patienten am Lebensende auf der Palliativstation oder zu Hause im "Brücken-Team". Er gibt Vorlesungen und Unterricht bei Studenten und Pflegenden zu Spiritualität und Medizin.

Bei der Wiedereinweihung der neu erbauten Universitätskirche Leipzig am 3. Dezember 2017 gestaltete Nikolaus Krause den Festgottesdienst mit, indem er die Altarkerzen hereintrug.

Die nächste Veranstaltung des Donnerstagsforums findet am 27. Juni 2019, 19:30 Uhr in der Unterkirche statt. Dr. Torsten Remus vom Landesamt für Denkmalpflege Sachsen berichtet dann über die archäologische Enttrümmerung der Frauenkirche vor 25 Jahren.

Die Vortragsreihe, die die Fördergesellschaft in der Frauenkirche unter dem Titel „Donnerstagsforum“ seit 1998 veranstaltet, befasst sich mit der Geschichte und dem Wiederaufbau der Frauenkirche, architektonischen und denkmalpflegerischen Fragen aus ihrem direkten Umfeld, technologisch oder stilistisch verwandten Beispielen aus Deutschland und Europa sowie dem bürgerschaftlichen Engagement in unserer Gesellschaft. Die Veranstaltungen finden in der Regel am letzten Donnerstag im Monat in der Unterkirche statt. Der Eintritt ist frei, stattdessen wird am Ausgang um Spenden gebeten. Diesen Gedanken tragen die Referenten mit, indem sie auf Honorare verzichten.

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Universitäre Metamorphosen 1968-2018

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