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„Wie geht Sterben?“


12. April 2021

Online-Themenabend beschäftigt sich mit Aspekten der letzten Lebensphase

DRESDEN - „Wie geht Sterben?“ lautet der Titel eines Themenabends am Montag, 19. April, um 19 Uhr im Deutschen Hygiene-Museum Dresden. Aus Anlass der alljährlich bundesweit ökumenisch veranstalteten "Woche für das Leben" sprechen dabei Fachexperten und eine Betroffene über medizinische, pflegerische, soziale, gesellschaftliche und spirituelle Aspekte der letzten Lebensphase. Der Abend wird im Livestream übertragen, in den Regionalprogrammen von Sachsen Fernsehen, über die Webseite des Deutschen Hygiene-Museums Dresden und auf dem YouTube-Kanal der eaf Sachsen.

Teilnehmende des Gesprächsabends sind: Dr. Barbara Schubert, Chefärztin für Onkologie, Geriatrie und Palliativmedizin im St. Joseph-Stift Dresden; Dr. Pia Ritter, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Deutschen Hygiene-Museum Dresden; Andreas Müller, Geschäftsführer im Landesverband für Hospizarbeit und Palliativmedizin Sachsen e. V.; Anja Koebel, Journalistin und Betroffene.
Moderiert wird der Abend von Georg Teichert. Alle Details zum Programm im Veranstaltungsflyer.

Der Tod und der Wunsch, diesen Weg nicht allein gehen zu müssen

Der Tod wird im Alltag häufig verdrängt. Hospizbewegung und Palliativmedizin haben jedoch dazu beigetragen, dass viele Menschen sich wieder bewusster mit Sterben und Tod auseinandersetzen. Wesentlich für die neuen Hilfeformen ist, dass individuelle Wünsche und Bedürfnisse Sterbender berücksichtigt werden. So sind Begleitung und Unterstützung sterbenskranker Menschen heute selbstverständlicher geworden. Sie vermitteln den Betroffenen und ihren Angehörigen die Sicherheit, ihren Weg nicht allein gehen zu müssen. Der Corona-Lockdown hat diese Möglichkeiten eingeschränkt. Dabei wurde deutlich, wie wichtig umfassende Begleitangebote für Sterbende und ihre Angehörigen sind.

Im Mittelpunkt des Abends wird die Frage danach stehen, was gute Sterbebegleitung ausmacht. Wie können individuelle Bedürfnisse und fachliche Möglichkeiten unter einen Hut gebracht werden? Welche Perspektiven eröffnet Palliativ Care für Patientinnen und Patienten sowie für ihre Angehörigen? Was bedeutet das für die Aus- und Weiterbildung der Gesundheitsberufe? Und wie verändert sich die Wahrnehmung auf das Sterben und seine Begleitung in Politik und Gesellschaft?

Veranstalter sind das Deutsche Hygiene-Museum Dresden, die Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familienfragen sowie die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens und das katholische Bistum Dresden-Meißen.

Stichwort „Woche für das Leben“

Seit nahezu 30 Jahren engagieren sich die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland in jedem Frühjahr mit der „Woche für das Leben“ für Wert und Würde des menschlichen Lebens und für dessen Schutz in allen Lebensphasen. In diesem Jahr findet die „Woche für das Leben“ auf Initiative der katholischen und der evangelischen Kirche bundesweit vom 17. bis 24. April 2021 statt.

Die Veranstaltung am 19. April wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushalts.

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