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Woche der Brüderlichkeit vom 10. bis 17. März


09. März 2019

„Mensch, wo bist du? Gemeinsam gegen Judenfeindschaft“

Mit einer Zentralen Eröffnungsfeier im Staatstheater Nürnberg wird am 10. März die diesjährige deutschlandweit begangene ‚Woche der Brüderlichkeit‘ eröffnet. Das Motto „Mensch, wo bist du? Gemeinsam gegen Judenfeindschaft“ greift die aktuellen, begründeten und diffusen Bedrohungen und Ängste in der Gesellschaft auf.

Im Rahmen der zentralen Eröffnungsfeier wird die Buber-Rosenzweig-Medaille an Persönlichkeiten und/oder Organisationen verliehen, die sich im christlich-jüdischen Dialog außerordentliche Verdienste erworben haben. Mit einer Sondersendung wird über die Eröffnungsfeier wechselnd in ZDF und ARD berichtet.

Die Woche der Brüderlichkeit wird seit 1952 vom Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit vorbereitet. Sie soll zu einem besseren Verstehen zwischen Christen und Juden beitragen und zu Aktivitäten gegen Antisemitismus ermutigen. Im kommenden  Jahr wird die zentrale Eröffnung der Woche der Brüderlichkeit am 8. März in Dresden stattfinden.

Woche der Brüderlichkeit in Sachsen

LEIPZIG | DRESDEN – Die Gesellschaften der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit in Sachsen beteiligen sich auch in diesem Jahr an der Woche der Brüderlichkeit. In Leipzig lädt die Jüdisch-Christliche Arbeitsgemeinschaft am Montag, 11. März, um 17:00 Uhr in die Leipziger Nikolaikirche zum Friedensgebet unter dem Aufruf „Mensch, wo bist du – gemeinsam gegen Judenfeindschaft“ ein.

In Dresden laden die dortige Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und das Ökumenische Informationszentrum ebenfalls am Montag um 17:00 Uhr zum Friedensgebet ein. In der Kreuzkirche hält Oberlandeskirchenrat i.R. Christoph Münchow die Ansprache unter der Frage „Wo bist Du Mensch?“, musikalisch begleitet von Ursula Kurze.

Unter dem Motto „Alle unter einem Himmel“ bietet in Dresden das Bibelhaus der Sächsischen Haupt-Bibelgesellschaft e.V. (Kretschmerstraße 19) gleich zwei Veranstaltungen an. Am Montag, 11. März, um 16:00 Uhr eröffnet Dr. Timotheus Arndt, Mitarbeiter in der Forschungsstelle Judentum der Theologischen Fakultät Leipzig, mit einem Vortrag die Ausstellung „Gott hat den Fremdling lieb“.

Im ersten Teil der Ausstellung werden die Schicksale "prominenter" Fremder in der Bibel nachgezeichnet, während es im zweiten Teil um die bleibende Aktualität der biblischen Gebote zum Schutz des Fremden geht. Abschließend wird das biblische Konzept der Gastfreundschaft entfaltet. In der zweiten Sonderausstellung "Warum wir nach Dresden gekommen sind ..."  berichten ehemals jüdische Sowjetbürger in Interviewform auf Acryl-Leuchtsäulen über ihre Migrationshintergründe.

28. Tage der jüdischen Kultur in Chemnitz

CHEMNITZ - In zeitlicher Nähe zur Woche der Brüderlichkeit und den internationalen Wochen gegen Rassismus finden die ‚Tage der jüdischen Kultur‘ in Chemnitz statt. Die Veranstalter, darunter das Evangelische Forum Chemnitz, das mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft zusammenarbeitet, sowie die Jüdische Gemeinde Chemnitz, laden vom 9. bis 24. März zu über 60 Veranstaltungen ein.

Die Stadt Chemnitz fördert mit den Kulturtagen u.a. die Zusammenarbeit zwischen Christen und Juden. Die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig eröffnet am Sonnabend, 9. März, in den Kunstsammlungen gemeinsam mit Ministerpräsident Michael Kretschmer die Veranstaltungsreihe. Beide werden zum Motto „Heimat – Ort der Sehnsucht – Ort der Verzweiflung“ sprechen. Gleichzeitig wird dort die Max-Liebermann-Ausstellung eröffnet.

In Kooperation mit der St. Jakobi-Johannis-Kirchgemeinde und des Evangelischen Forums wird zu einer Ausstellungseröffnung am 14. März um 18:00 Uhr in die Stadtkirche St. Jakobi eingeladen. Unter dem Titel „Vom Heiligen Land“ sind bis zum 9. Juni von der Künstlerin Sigrid Noack Tafelbilder und Arbeiten auf Papier und eine Terrakotta-Plastik zu sehen.

Am 16. März hält Dr. Oliver Arnhold im Jakobi-Saal (Theaterstr. 25) um 18:00 Uhr einen Vortrag über „Christlichen Antisemitismus am Beispiel des Eisenacher ‚Entjudungsinstituts“ in den Jahren 1939-1945). Zudem gibt es Informationen zur Geschichte der Kirchenbewegung „Deutsche Christen“ und ihrer führenden Vertreter.
Um 19:30 Uhr erklingen in der Lutherkirche Klavierphantasien und Gesang „Aller guten Dinge…“.

In der Ev. Jugendkirche St. Johannis wird es am 29. März um 19:00 Uhr eine Lesung geben. Joachim Krause hat sich nach seinem Buch „Fremde Eltern“ mit einem Thema aus seiner Heimat beschäftigt und nach umfangreichen Recherchen das Buch „Im Glauben an Gott und Hitler“ geschrieben. Er thematisiert den Weg der „Deutschen Christen aus dem Wieratal in den Jahren 1928 bis 1945 – ihren Aufbruch, Triumph und Niedergang.  

28. Tage der jüdischen Kultur

Ausstellung in der Jakobikirche: „Vom Heiligen Land“ der Künstlerin Sigrid Noack aus Guben

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