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Zwickau präsentiert Ausstellung "Schumann und Luther"


24. September 2017

ZWICKAU - Unter dem Motto "Schumann und Luther" ist im sächsischen Zwickau seit Sonntag, 24. September, eine Ausstellung über die Einflüsse der Reformation auf die Musik zu sehen. Das Zwickauer Robert-Schumann-Haus präsentiert dazu unter anderem das Original von Robert Schumanns Luther-Bibel aus dem Jahr 1821. Zudem sind die Entwürfe eines Oratoriums über Martin Luther von 1851 zu sehen, wie das Zwickauer Museum mitteilte. Dieses Werk blieb unvollendet. Die Entwürfe seien jedoch im Schumann-Haus erhalten geblieben.

Robert Schumann (1810-1856), dessen Großvater lutherischer Pfarrer in Thüringen war, absolvierte 300 Jahre nach Luthers Aufenthalt in Zwickau eine Ausbildung am dortigen Gymnasium. Sein Vater, August Schumann, veröffentlichte in seinem Verlag "Gebrüder Schumann" eine Ausgabe der Schriften Luthers sowie Stiche der Reformatoren Luther und Philipp Melanchthon (1497-1560).

Für Robert Schumann sei Luther "immer wieder Mottogeber" und "Hauptfigur seiner novellistischen Artikel" gewesen, erklärte Museumsleiter Thomas Synofzik. Die Ausstellung zeigt auch Schumanns letzte Komposition, vermutlich wenige Wochen vor seinem Tod in der Heilanstalt Bonn-Endenich niedergeschrieben. Es handelt sich den Angaben zufolge um die Bearbeitung eines Sterbechorals von Martin Luther. (©24.09.2017)

Schumann-Haus in Zwickau

Bild: Ausschnitt aus web-site Schumann-Haus

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