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Handwerkergottesdienst 2019

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Handwerkergottesdienst

"Werte schaffen. Werte leben."

Handwerkergottesdienst in der Frauenkirche

Unter dem Motto "Werte schaffen. Werte leben." hatten die sächsische Landeskirche und die Handwerkskammer Dresden am 12. Mai zum sächsischen Handwerker-Gottesdienst in die Frauenkirche Dresden und zu einem Familientag eingeladen. Frauenkirchenpfarrerin Angelika Behnke leitete den Gottesdienst.

Landesbischof Dr. Carsten Rentzing nahm in seiner Predigt Bezug auf das Wiederaufbauwerk der Frauenkirche, an dem so viele Handwerksfirmen mitgewirkt hätten. Diese Kirche sei ein Zeichen für Vieles, aber es sei auch ein Zeichen der Schöpfung und des Schöpfers. Denn auch der wunderbaren Gestalt der Welt mit den Wasser- und Landmassen, der Tier- und Pflanzenwelt solle man mit Ehrfurcht und Respekt begegnen.

„Ja, diese Welt ist schön und wunderbar und sie gibt alles, was wir zum Leben brauchen“, sagte Dr. Rentzing. Häufig werde bei der heutigen Betrachtung und dem Stand der Erkenntnis, dies nicht mit Gott in Verbindung gebracht. Aber, Wissen sei nicht gleich Weisheit.

Ehrfurcht vor der Schöpfung sei nicht gleich nur Wissen. Weisheit sei dagegen, dass alles dem Leben diene. Wissen schütze nicht alleine die Ordnung, sondern die Weisheit. So könne man manches vom Handwerk lernen, staunen und ehrfürchtig werden. Dem Schöpfer sei für die Welt zu danken, ihm sei die Ehre zu geben.

Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, würdigte ebenfalls das Handwerk beim Wiederaufbau der Frauenkirche. Hier seien mit Händen Werte geschaffen worden, vom Dachdecker bis zum Elektriker. Als ein Beispiel für das Handwerk in Sachsen stehe der Instrumentenbau. So stellte er zwei  Instrumentenbauermeister vor, die Preise für in ihrer Zunft erwarben.

Übereinstimmend sprachen der Bratschen- und der Geigenbauer mit Genugtuung davon, dass alles, von der Holzauswahl bis zum fertigen Produkt, von Grund auf selbst gebaut werde. Diese Veredelung sei mit einer hohen Wertschöpfung verbunden.
Präsident Dittrich: „Glaubst du wirklich an Gott?“, so die Frage gerade zu DDR-Zeiten an viele Handwerker und unter den Handwerkern, was häufig Konsequenzen hatte.

Heute müsse jeder die Frage für sich selbst beantworten. Was in der Gesellschaft geblieben sei, ist die Notwendigkeit von Gemeinsinn. Da setze der Handwerkergottesdienst an und er könne Antworten geben für den Einzelnen und für die Gesellschaft. Darüber hinaus gehe es darum, das Handwerk zu stärken. „Gott schütze das Handwerk“, so der Handwerkspräsident.  

Der Gottesdienst wurde live im Hörfunk bei MDR KULTUR übertragen. Für die beeindruckende musikalische Klängfülle und Präzision waren Solisten, der Chor der Frauenkirche und das Blechbläserensemble der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter Leitung von Frauenkirchenkantor Matthias Grünert verantwortlich. An der Orgel spielte Frauenkirchenorganist Samuel Kummer.

Im Anschluss an den Gottesdienst sprach in einer zentralen Kirchenführung Dipl.-Ing. Thomas Gottschlich, leitender Architekt der Kirchbauverwaltung, aus der Kanzel über Geschichte und Wiederaufbau der Frauenkirche und erläuterte Gestaltung und Symbolik des Kirchenraums.

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YouTube-Beitrag des Dresden-Fernsehen über den Handwerkergottesdienst


Familientag im Kulturpalast Dresden

Mit Beendigung des Programms in der Frauenkirche gingen die Teilnehmenden über den begrünten Neumarkt anlässlich des Waldtages des Deutschen Forstvereins durch eine  idyllische und einladende Szenerie inmitten von Bäumen, Holzhütten, Waldtieren und Vogelgezwitscher zum Kulturpalast.

Der Familientag für das sächsische Handwerk begann im Foyer des Kulturpalastes. Nach der Begrüßung durch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert erwartete die Teilnehmenden ein breites Angebot an Führungen rund um die handwerklichen Highlights des traditionsreichen Kulturpalastes, der erst vor zwei Jahren wiedereröffnet wurde.

Der Handwerkspräsident Dittrich betonte die Bedeutung der Meisterprüfung und die notwendige Wiedereinführung des Meisterbriefs für Berufe, die in der Vergangenheit davon ausgenommen wurden. Ministerpräsident Kretschmer griff dieses Anliegen auf und würdigte die Bedeutung des Handwerks für das Gemeinwesen. Hier, als auch bei der bewährten dualen Ausbildung könnten keine Abstriche gemacht werden. Im Gegenteil, er setze sich dafür ein, dass die jungen Auszubildenden mit Verkehrstickets den Studenten gleichgestellt werden sollten.

Auf dem Familientag im neu ausgebauten Kulturpalast sollten die Teilnehmenden untereinander ins Gespräch kommen, aber auch besondere Angebote wahrnehmen können. So wurden spontane Führungen durchs Haus sowie zu bestimmten Gewerken, die daran beteiligt waren, angeboten.

Mit einem musikalischen Finale im Konzertsaal unter dem Motto "Handwerk gibt unserem Leben Musik", bei dem Kreuzorganist Holger Gehring die von Eule Orgelbau aus Bautzen gebaute Kulturpalast-Orgel zum Klingen bringt, endete der Tag am Nachmittag. Wer wollte, konnte danach noch abschließend die Frauenkirche bei einem kostenfreien Kuppelaufstieg besichtigen.

Beteiligte Partner des Handwerkertages waren neben der Handwerkskammer Dresden und der sächsischen Landeskirche, die Dresdner Frauenkirche Dresden, die Kirchliche Männerarbeit mit dem Bereich Handwerk&Kirche und mdr KULTUR.

Handwerkskammer Dresden

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Weiter Bilder finden Sie auf der Website der Handwerkskammer unter diesem Link.

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