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Jahreslosung 2018

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Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.

Offenbarung 21,6

Die Offenbarung des Johannes ist das letzte Buch der Bibel. In ihr beschreibt der Seher Johannes seine Visionen vom himmlischen Jerusalem. Es sind Visionen einer neuen göttlichen Welt, und doch sprechen aus ihnen zutiefst menschliche Sehnsüchte: „und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen“.(Off 21, 4).
Auch heute leiden Menschen. Unter Krieg und Gewalt, unter Krankheit und Tod. Und auch unter Hunger und Durst. Und so ist die diesjährige Jahreslosung für uns nicht nur ein Wort mit einer hoffnungsvollen Vision, sondern auch eine Erinnerung an den Zustand unserer Welt.

„Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“
Der Zugang zu sauberem Wasser ist ein Menschenrecht. Trotzdem haben fast 850 Millionen Menschen weltweit keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und jährlich sterben über drei Millionen Menschen, alle zwanzig Sekunden ein Kind, an unzureichender Wasserversorgung. Die Wasserknappheit trifft vor allem die Menschen in den Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Die diesjährige 59. Spendenaktion von Brot für die Welt heißt daher „Wasser für alle!“. Mit den Spenden unterstützt Brot für die Welt mit seinen Partnerorganisationen rund um die Welt Menschen beim Bau von Brunnen, Leitungssystemen, Wasserspeichern und Sanitäranlagen.
 
„Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“
Das Bibelwort weist über den Durst nach Wasser hinaus. Nicht umsonst gibt es den Begriff „Lebensdurst“. Er bezeichnet den Durst nach dem, was wir über Essen und Trinken hinaus zum Leben brauchen: Gemeinschaft, Anerkennung, Angenommensein, Liebe… Die Jahreslosung regt uns an zum Nachdenken über die Frage: Aus welchen Quellen lebe ich? Sie regt uns dazu an, diese Quellen wieder bewusster wahrzunehmen und als Geschenke Gottes an uns Menschen zu betrachten.

 

Wozu gibt es die Jahreslosung?

Die Jahreslosung ist am Anfang eines Jahres Gegenstand und Inhalt unzähliger Predigten, Bibelarbeiten und Andachten. Sie hängt in vielen Gemeindesälen, Wohnzimmern und Pfarrämtern. Und trotzdem wissen die meisten nicht, woher sie eigentlich kommt.

Bereits seit 1930 gibt es für jedes Jahr ein Bibelwort als Jahreslosung. Die Losung für das Jahr 1930 stammte aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer und lautete: Ich schäme mich des Evangeliums von Jesus Christus nicht. (Römer 1,16)
1934 wurde die Jahreslosung dann erstmals direkt aus den Leseeinheiten des Bibelleseplanes ausgewählt und veröffentlicht. Seit 1970 übernimmt die Ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen die Auswahl der Jahreslosung.

Die Ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen erstellt jährlich einen ökumenischen Bibelleseplan, der für jeden Tag des Jahres einen Abschnitt aus der Bibel als Lesung anbietet. Dieser Plan führt in einem Turnus von vier Jahren durch das ganze Neue Testament und innerhalb von acht Jahren durch das Alte Testament. Aus den Texten, die der Leseplan für ein Jahr vorsieht, wählt die ÖAB ein Wort als Jahreslosung aus. Darüber hinaus wird aus den Texten, die in einem bestimmten Monat zu lesen sind, jeweils ein Zitat als Monatsspruch bestimmt.



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