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Kunst gegen Fremdenfeindlichkeit

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200 Ausstellungsexponate setzen Zeichen gegen Ausgrenzung

CHEMNITZ – Unter dem Titel „Kunst trotz(t) Ausgrenzung“ macht die Wanderausstellung der Diakonie vom 12. März bis 1. Mai 2019 in Chemnitz Halt. 

Mit über 200 Exponaten wenden sich mehr als 50 namhafte Künstler gegen Fremdenfeindlichkeit sowie jede Form von Ausgrenzung und positionieren sich somit eindeutig gegen Ideologien von angeblicher Ungleichheit und Ungleichwertigkeit von Menschen.

Die Vernissage findet am  Montag, 11. März 2019, um 18:00 Uhr im Wirkbau Chemnitz (Erdgeschoß Haus D, Lothringer Str. 11) statt. Die ausstellenden Künstler sowie der Kurator Andreas Pitz werden anwesend sein.

An diesem Abend wird der Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werkes, Oberkirchenrat Dietrich Bauer, die Gäste begrüßen. Im Anschluss wenden sich die Schirmherrinnen Petra Köpping, Staatsministerin für Integration und Gleichstellung, sowie Barbara Ludwig, Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz, per Videobotschaft an die Besucher. Auch Oberlandeskirchenrat Burkart Pilz, der in seiner Aufgabe im Landeskirchenamt einen kurzen Draht zu sozialen Diensten und zur Diakonie hält, wird sich mit einem Grußwort anschließen.

Die Ausstellung, die mit der Station in Chemnitz erstmals in Ostdeutschland zu sehen sein wird, richtet sich gegen aktuelle Entwicklungen in Deutschland und Europa.

So kritisiert Kurator Andreas Pitz, der sie im Auftrag der Diakonie Deutschland zusammengetragen hat, kritisiert, dass Parolen gegen Menschen am Rande der Gesellschaft heute wieder offen geäußert würden. „In den letzten Jahren haben rechtspopulistische Bewegungen einen enormen Aufschwung erlebt. Die Ablehnung demokratischer Grundwerte nimmt deutlich zu. Rechte Parolen und völkische Ideologien sind hoffähig geworden. Angesichts dieser Entwicklung habe ich den Auftrag der Diakonie, die den Ausgrenzungstendenzen etwas entgegenstellen möchte, gerne angenommen“, schreibt Kurator Pilz in seiner Einführung zur Ausstellung. Seiner Meinung nach ist zeitgenössische Kunst ein ideales Medium, um gesellschaftlich relevante Themen zu positionieren und  darüber hinaus eine neue Perspektive anzuregen.

Im Programm der Ausstellung inkludiert sind Lesungen, Gesprächsrunden und ein Familientag. Am 4. April werden Landesbischof Dr. Carsten Rentzing und Hannes Leitlein, Stellv. Redaktionsleiter bei Christ & Welt (DIE ZEIT) ab 19:00 Uhr über die Frage „Muss Kirche politisch sein?“ diskutieren.

Ebenso werden der sächsische Pfarrer und CDU-Politiker Dr. Sven Petry sowie Dr. Harald Lamprecht, Beauftragter für Weltanschauungs- und Sektenfragen der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens, zum Thema „Rechtspopulismus und Christentum“ ins Gespräch kommen.


Foto-Ausstellung gegen Rassismus in Moritzburg

MORITZBURG - Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus (11. bis 24. März) lädt auch die Evangelische Hochschule Moritzburg zur Ausstellung „Yohannes. Kein Spaziergang“ ein. Zwischen dem 12. März und 10. Mai 2019 werden die Fotografien im Foyer der Diakonischen Akademie für Fort- und Weiterbildung Moritzburg zu sehen sein. Zur Vernissage am 12. März, die ab 19.00 Uhr beginnt, wird auch die Fotografin Inge Jann, anwesend sein.

Bundesweit wurden für den Zeitraum der Internationalen Wochen gegen Rassismus über 1.500 Veranstaltungen angekündigt. Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Europawahl lautet das Motto in diesem Jahr: „Europa wählt die Menschenwürde“.

Die Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus plant und koordiniert in Zusammenarbeit mit dem Interkulturellen Rat in Deutschland e.V. die jährlichen UN-Wochen gegen Rassismus in Deutschland. 2014 wurde sie durch den ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger mit Unterstützung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), des Fördervereins Pro Asyl e.V. und des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) gegründet

„Rassistische, nationalistische und europafeindliche Parteien gehören nicht ins Europaparlament“, erklärt Jürgen Micksch, Vorstand der Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus. Nach seinen Angaben hat es im vergangenen Jahr über 2.000 Angriffe auf Flüchtlinge sowie etwa 1.500 antisemitisch und 1.000 antimuslimisch motivierte Anschläge gegeben. „Der Frieden in Europa ist dadurch gefährdet. Unsere Gesellschaft muss aufwachen und solchen Entwicklungen entgegentreten. Sie widersprechen grundlegenden Überzeugungen unserer Religionen, die sich für die Würde von Menschen aussprechen“, so Micksch.

 

 

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