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Kirchgemeinden feiern Fest der Auferstehung

Das Osterfest beginnt in den sächsischen Kirchgemeinden nach den Osternachtfeiern mit Frühmetten, Fest- und Kantatengottesdiensten am 21. April. In den Gottesdiensten an den beiden Osterfeiertagen wird die frohe Botschaft der Auferstehung Christi verkündet. Es ist das wichtigste Fest der Christenheit und ein Tag der Hoffnung, der Freude und des Dankes.

In der Dresdner Frauenkirche markierten die spätabendliche Feier der Osternacht am 20. April den Übergang von der Passions- in die Osterzeit. Im Rahmen eines besonders atmosphärischen Gottesdienstes, in dem das Osterlicht in den dunklen Kirchraum und damit symbolisch in die Welt getragen wird, wurden Erwachsene getauft oder konfirmiert, von denen die meisten am Kurs „Religion für Neugierige“ teilgenommen hatten. Seit 2006 wird diese Kursreihe gemeinsam von Kreuz- und Frauenkirche angeboten und sie wurde bisher von über 380 Teilnehmern besucht.


Vom Osterfrühstück zum Festgottesdienst

 Am Ostersonntag um 5:00 Uhr morgens wird, wie in Annaberg-Buchholz, Aue, in der Chemnitzer St. Jakobikirche oder der Zittauer Frauenkirche, zu den ersten Ostermetten in die Kirchen eingeladen. Im Zwickauer Dom St. Marien beginnt der Auferstehungsgottesdienst bereits um 4:30 Uhr. In der Schneeberger St. Wolfgangskirche werden in der Osternacht nach Abschluss des Glaubenskurses ERWACHSEN GLAUBEN fünf junge Leute getauft oder konfirmiert. Nach dem Entzünden des Osterfeuers (5:15 Uhr) wird in der Radebeuler Lutherkirche ebenfalls die Osternacht mit Taufen begangen. Die Kirchgemeinde Frauenhain versammelt sich um 5:30 Uhr in der Kirche, um das Licht des Ostermorgens zu begrüßen und die Auferstehung Jesu zu feiern. Hier, wie im Meißner Dom und an anderen Orten, wird die Osterkerze in die Kirche getragen und es werden Osterlieder angestimmt sowie biblische Texte gelesen. Weitere Ostermetten um 6:00 Uhr gibt es in Bautzen, Borna, Eibenstock, Freital, Leipzig, Meißen, Pulsnitz, sowie in vielen anderen Kirchen Sachsens. Häufig schließt sich der Ostermette mit Taufen ein Osterfrühstück an. 

In die Dresdner Kreuzkirche wird um 6:00 Uhr zur Ostermette des Dresdner Kreuzchores eingeladen, die in der Tradition der mittelalterlichen Mysterienspiele szenisch auf das Osterfest einstimmt einstimmen soll. Ein handelt sich um ein Gesamtkunstwerk, bei dem liturgische und musikalische Teile mit einem Osterspiel verbunden sind. Kreuzkantor Rudolf Mauersberger (1889-1971) schuf dieses Werk als Pendant zur Christmette, und führte es mit den Kruzianern 1941 das erste Mal in der Kreuzkirche auf. Die szenische Darstellung wird von Mitgliedern der Dresdner Philharmonie musikalisch begleitet. Liturg ist Superintendent Christian Behr. In Leipzig gestaltet zur gleichen Zeit der Thomanerchor die Ostermette sowie um 9:30 Uhr den Festgottesdienst mit einer Osterkantate.  

Nach dem frühen Osterfeuer und einem Osterfrühstück feiern die Kirchgemeinden in den Festgottesdiensten am Vormittag das wichtigste Ereignis der Christenheit. An den bestickten Stoffen (Paramenten) an Altar und Kanzel im Kirchraum wird der Wechsel der liturgischen Farben von violett oder schwarz (Passion) bis zum Karsamstag zu weiß ab Sonntagmorgen augenscheinlich. Verdeutlicht wird damit der Wandel: Der Tod ist durch das neue Leben überwunden.

Häufig kommen in den Gottesdiensten Bach-Kantaten zur Aufführung.

Landesbischof Dr. Carsten Rentzing predigt am Ostersonntag um 9:30 Uhr in der Dresdner Kreuzkirche. Musikalisch wird der Gottesdienst begleitet von Bachs Kantate "Christ lag in Todesbanden", gesungen vom Dresdner Kreuzchor.

Zu einer Österlichen Vesper lädt in Dresden die Flughafenseelsorge um 17:00 Uhr in die Flugzeugkapelle im Dresden Airport ein.

Im ‚Haus der Stille‘ in Grumbach bei Meißen geht am Ostersonntag ein viertägiger innerer Weg im Schweigen mit Gottesdiensten und Impulsen zu Ende.


 

Kantatengottesdienste und Gottesdienste mit Abendmahl

 

Am Ostermontag, 22. April, können die Besucher an vielen Orten Gottesdienste erleben, in denen die Kirchenmusik mit Chören und Bläsern eine besondere Rolle spielt. In der Dresdner Frauenkirche findet um 11:00 Uhr ein Gottesdienst statt, indem alle Paare eingeladen sind, die 2009 in der Frauenkirche getraut wurden und somit in diesem Jahr ihr 10. Traujubiläum feiern. Den Gottesdienst gestalten Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt und sein früherer Amtskollege Holger Treutmann, die die überwiegende Zahl der knapp 30 Paare getraut haben.

Zuvor findet in der Dorfkirche Pödelwitz bei Leipzig (10:30 Uhr) unter dem Motto „Jesus lebt – Pödelwitz“ ein musikalisch gestalteteter Ostergottesdienst. Es predigt der frühere Pfarrer der Thomaskirche Leipzig Christian Wolff. Pödelwitz steht noch immer auf der Liste der Dörfer, die für eine Energiegewinnung von gestern, dem Braunkohleabbau, abgebaggert werden sollen. Dagegen wehren sich das Kirchspiel Groitzsch und die Bürgerinitiative Pödelwitz gemeinsam mit dem bundesweiten Aktionsbündnis

In der Fahrradkirche Markleeberg-Zöbigker findet um 11:00 Uhr ein „Radfahrergottesdienst“ unter dem Motto „…und sie begegneten einander“ mit anschließendem Anradeln statt.

Häufig wird in den Ostermontagsgottesdiensten zum Heiligen Abendmahl eingeladen. Am Nachmittag und Abend finden Konzerte statt, die weiterhin „Kreuz & Auferstehung“ in den aufgeführten Werken thematisieren. Im ostsächsischen Kirschau steht um 16:00 Uhr  in der Johanneskirche u.a. der erste Satz des Violoncellokonzerts von Robert Schumann auf dem Programm.  In Chemnitz-Harthau erklingt um 17:00 Uhr in der Alten Kirche eine musikalische Ostervesper mit Harfe und Flöten.

Das Osterfest wirkt auch in Wort und Musik in den Tagen nach dem Auferstehungsfest nach. So startet in der Dresdner Kreuzkirche am Dienstag nach Ostern, 23. April um 15:00 Uhr wieder die beliebte Reihe Orgel Punkt Drei. Im Rahmen dieser Reihe lädt die Kreuzkirche von Ostern bis Advent jeweils dienstags und donnerstags um 15:00 Uhr Interessierte und Besucher der Stadt ein, bei 15 Minuten Orgelmusik kurz inne zu halten und den Kirchenraum mit den Klängen der großen Jehmlich-Orgel auf sich wirken zu lassen.

Am Sonnabend, 27. April, wird um 13:00 Uhr ein Ökumenischer Osterspaziergang von der Röm.-kath. Pfarrgemeinde St. Franziskus zur Ev.-Luth. Peter-Pauls-Kirche in Mittelbach führen.      
An der berühmten Silbermann-Orgel im ostsächsischen Crostau erklingt am 5. Mai um 16:00 Uhr Orgelmusik zur Osterzeit mit KMD Michael Vetter aus Bautzen mit Werke von D. Buxtehude, J.S. Bach, J.H. Knecht u.a.

Der Osterfestkreis reicht über Christi Himmelfahrt (40 Tage nach Ostern) noch bis zum Pfingstfest (50 Tage nach Ostern). In diese Zeit fallen auch die meisten Konfirmationsgottesdienste der Kirchgemeinden, an denen junge Heranwachsende der Gemeinden eingesegnet werden.

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