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Siebenwöchige Passionszeit vor dem Osterfest

Mit Aschermittwoch, 6. März, beginnt die siebenwöchige Passionszeit. Dieser Tag, der mit Abendgottesdiensten und Andachten begangen wird, wird in Sachsen zugleich als Frühjahrsbußtag gefeiert. In den 40 Tagen vor dem Osterfest finden wöchentliche Passionsandachten statt. In dieser Zeit kommen auch zahlreiche Konzerte zur Aufführung, auf die sich die Chöre in den Kirchgemeinden derzeit vorbereiten. Diese besonders geprägte Zeit des Kirchenjahres ist eine Zeit der Einkehr und der Besinnung, die den Blick nach innen richten und die Hinwendung zum Nächsten stärken möchte. 

Um 18:00 Uhr beginnen am Aschermittwoch Andachten und Gottesdienste zum Frühjahrsbußtag beispielsweise im Leipziger Diakonissenkrankenhaus oder im Zwickauer Dom mit der Altarwandlung, um 18:30 Uhr in Leipzig-Möckern oder um 19:00 Uhr im erzgebirgischen Eibenstock sowie als Ökumenischer Gottesdienst in der Leipziger Paul-Gerhardt-Kirche mit der Austeilung des Aschekreuzes. Traditionell gibt es eine Andacht um 19:30 Uhr in der Annenkapelle am Freiberger Dom.   


Beginn von Projekten und Aktionen in der Passionszeit

Zum Auftakt des pastoralen Projekts 2019 "Licht bewegt" werden Landesbischof Dr. Carsten Rentzing und Heinrich Timmerevers (Bistum Dresden-Meißen) im Bautzner Dom St. Petri gemeinsam mit den Gemeinden um 18:00 Uhr einen Ökumenischen Gottesdienst am Aschermittwoch feiern. Bis zum Pfingstfest wird in Bautzen an verschiedensten Orten das KREUZ im Mittelpunkt von Vorträgen,  Gebeten, Kirchenmusiken und anderen Veranstaltungen stehen. Unterstützt von den Kunstwerken Ludger Hinses sind Christen und Nichtchristen eingeladen, sich Kreuzerfahrungen zu stellen. Das Projekt liegt in ökumenischer Verantwortung und ist offen für alle Bautzner und für die Besucher der Stadt.

Mit Beginn der Passionszeit beteiligen sich Christen in Deutschland an Fastenaktionen. Die evangelische Aktion „7 Wochen Ohne“ steht in diesem Jahr unter dem Motto „Mal ehrlich! Sieben Wochen ohne Lügen“. Mit der Fastenaktion geht es um den Umgang mit der Wahrheit. Gemeinsam soll danach gesucht werden, was die Wahrheit eigentlich ist und wie man sie erkennt. Dazu gehört, auch über Wahrhaftigkeit nachzudenken, und darüber, wann man für die Wahrheit streiten muss. In den sieben Wochen bis Ostern ist es vielleicht auch im christlichen Sinne möglich, Gottes Wahrheit näherkommen.


In Chemnitz Gott wird in das Gemeindezentrum der kath. Propstei-Kirche (Hohe Straße 1) ab 7. März bis 10. April immer mittwochs um 19:30 Uhr zu den Ökumenischen Exerzitien im Alltag eingeladen. 

Vom 15. bis 22. März bietet das Haus der Stille in Grumbach bei Meißen ein Fastenseminar im Rahmen von Einkehr zur Stille, meditativem Tanz und ausgedehnten Spaziergängen an. Das Fasten selbst erfolgt nach Buchinger/Lützner und ist kein Heilfasten.

In Schmochtitz (Bischof-Benno-Haus) bei Bautzen beginnt am 11. März das Ökumenische Fastenzeitseminar zu "Lust statt Frust. Kirche zwischen Gelassenheit und Herausforderung" in Kooperation mit dem Ev.-Luth. Kirchenbezirk Bautzen-Kamenz, dem Dekanat Bautzen und dem Cyrill-Methodius-Verein e.V.. Hier soll es um die Verarbeitung und Bewältigung von Erfahrungen aus den anstehenden Strukturveränderungen in den Kirchen gehen. Der letzte Abend ist am 25. März um 19:30 Uhr.

Bereits vor Beginn zur Passionszeit wurde auf die Spendenaktion „Hoffnung für Osteuropa“ hingewiesen, die in den nächsten Wochen wieder ein soziales Projekt unterstützt. Die Spenden aus Sachsen für die mittlerweile 25. Aktion kommen einem Mutter-Kind-Heim im tschechischen Dolni Podluži zugute. Das Heim bietet für benachteiligte Mütter mit Kindern in schwierigen Lebenssituationen geschütztes Wohnen sowie umfassende Unterstützung und Förderung an. Ziel ist es, die zum Teil mittellosen Mütter und ihre Kinder auf ein selbstständiges Leben vorzubereiten. Das Geld wird für die Anlauffinanzierung eines sozialtherapeutischen Projektes benötigt.

Sächsischer Frühjahrsbußtag am Aschermittwoch

Der sächsische Frühjahrsbußtag am Aschermittwoch (6. März) steht seit der Reformation in der Nachfolge zahlreicher Bußtage in der Vergangenheit. Seit 1830 waren nur noch zwei Landesbußtage im Frühjahr und Herbst angesetzt worden. In Sachsen ist der Buß- und Bettag im Herbst ein staatlich geschützter und arbeitsfreier Feiertag geblieben und bildet gleichzeitig den Abschluss der Friedensdekade. Der Frühjahrsbußtag, seit 1996 auf Aschermittwoch festgelegt, ist im Gesetz über Sonn- und Feiertage im Freistaat Sachsen ausdrücklich als religiöser Feiertag genannt.

Für den Frühjahrsbußtag in diesem Jahr ist eine Predigtmeditation zum Propheten Joel (2,12–19) von Prof. Dr. Peter Zimmerling, Leipzig, im Amtsblatt erschienen. Joel fordert in dem Textabschnitt das Volk Israel angesichts der drohenden Katastrophe zu einer entschlossenen neuen Hinwendung zu Gott auf.

 Am Abend des Aschermittwoch findet um 20:00 Uhr im Rahmen des Dresdner Orgelzyklus ein Konzert in der Kreuzkirche Dresden statt. An der großen Jehmlich-Orgel musiziert Kreuzorganist Holger Gehring. Unter dem Titel „Vom Tanz zur Trauer“ erklingen an diesem Tag Werke von Johann Sebastian Bach, Jehan Alain,  Louis Vierne, François Vercken und Jean Guillou.



Passionsspiele, Passionskonzerte sowie Glaubenskurse

Als Zeit des Gedenkens an den Leidensweg Christi ist die Passionszeit eine stille Zeit, die Gelegenheit bietet, über sich selbst, sein Leben und den Glauben nachzudenken. Passionsspiele und Passionskonzerte laden dazu ein, sich intensiver mit der biblischen Geschichte zu beschäftigen.

Kirchgemeinden führen in dieser Zeit auch Glaubenskurse durch. Ein fast einjähriger regionaler Glaubenskurs über zehn Themeneinheiten beginnt am 6. März um 19:30 Uhr in Skäßchen bei Großenhain mit dem Thema „Woran glaube ich?“.

Bereits seit Ende Januar bieten in Dresden die Frauenkirche und die Kreuzkirche wieder den traditionellen Kurs „Religion für Neugierige“ an. Interessierte sind eingeladen, über persönliche Fragen zu Gott und zum Glauben nachzudenken. Dieser Kurs endet kurz vor dem Osterfest.

In der 40-tägigen Passionszeit werden sich zunehmend Konzertangebote des Themas Christi Sterben und Auferstehung zuwenden. Insbesondere kurz vor und während der Karwoche, die mit Palmsonntag (14. April) beginnt, führen die Kantoreien die bekannten Passionsoratorien auf. Häufig sind es die Matthäuspassion und die Johannespassion von Johann Sebastian Bach, die in den Kirchen erklingen. Mit Palmsonntag werden auch die Konfirmationssonntage beginnen, die bis zum Pfingstfest reichen.

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