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Passionszeit

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Mit Aschermittwoch begann die siebenwöchige Passionszeit. Dieser Tag wird in Sachsen zugleich als Frühjahrsbußtag gefeiert. Er öffnet den Raum, Gott Klagen und Bitten angesichts der aktuellen Ereignisse zu benennen sowie Sünden zu bekennen und zu beichten.

Häufig wird die Fastenzeit genutzt, um auf Alkohol oder Fleisch zu verzichten oder auch um lieb gewordene Gewohnheiten aufzugeben. Es ist die Zeit für innere Einkehr und Besinnung sowie Hinwendung zu Gott und unseren Nächsten.

 

 


Passionsandachten und Fastenangebote

Auch in diesem Jahr laden sächsische Kirchgemeinden in den 40 Tagen der Passionszeit zu Passionsandachten und –gottesdienste vor dem Osterfest ein. Coronabedingt werden in dieser Zeit die sonst üblichen Passionskonzerte mit Chören nicht stattfinden.

Das Haus der Stille in Grumbach bietet unter dem Titel „Seht wir gehen hinauf nach Jerusalem!“ sieben Impulse zur Passion an jedem Mittwoch in der Passionszeit und dazu Möglichkeiten zum Austausch per E-Mail, Telefon oder Zoom. Eine Anmeldung ist auf der Webseite des Hauses der Stille Grumbach möglich.

Die Frauenkirche Dresden sendet über die sieben Passionswochenenden hinweg Wort und Musik zur Passionszeit. Die Clips, in denen jeweils samstags der Frauenkirchenkantor Matthias Grünert gemeinsam mit dem ensemble frauenkirche dresden Musik der Frühklassik präsentiert und sonntags die Frauenkirchenpfarrerin Angelika Behnke Symbole aus den Evangelien vorstellt, werden auf der Facebookseite sowie auf der Homepage der Frauenkirche Dresden veröffentlicht.

Im Leipziger Alesius-Kirchspiel gibt es in der Passionszeit unter dem Titel „In sieben Wochen durch die Zeit“ musikalische Passionsgottesdienste wechselnd in den Kirchen Baalsdorf und Mölkau, in denen jeweils ein Lied in Liturgie und Predigt in den Mittelpunkt gestellt wird. Auch in anderen Leipziger Kirchen finden wöchentliche Passionsandachten statt. Die Leipziger Peterskirche lädt ab 17. Februar jeweils mittwochs 20:30 Uhr zu Online-Fastenandachten zum „Anhalten und Innehalten“ ein. 

Unter dem Titel „Klagezeit: Hören. Schweigen. Beten.“ haben die evangelischen und katholischen Kirchen in Leipzig zusammen mit dem Institut für Praktische Theologie der Universität Leipzig ein neues Gebets-Angebot in Coronazeiten geschaffen. Wöchentlich jeden Freitag um 17:00 Uhr wird zur „Klagezeit“ eingeladen, zunächst abwechselnd in der Peterskirche und der Propsteikirche. In einer reichlichen halben Stunde kommen ein oder zwei Menschen zu Wort, die von den Folgen persönlich betroffen sind. Ihre Erfahrungen werden im Gebet aufgenommen. Über die Zeit entsteht eine Mauer aus Ziegelsteinen, von denen jeder Stein für einen Bericht, eine Situation, ein Thema steht. Dorthin können Besucherinnen und Besucher auch ihre eigene Klage bringen. Auf der Internetpräsenz ist jeweils der Gottesdienst des vergangenen Freitags zu sehen.

Wie in den Kirchgemeinden Rittersgrün, Breitenbrunn und Grünhain finden auch in vielen anderen erzgebirgischen Kirchgemeinden ab dem Aschermittwoch an jedem Mittwoch abendliche Passionsandachten statt. In Schwarzenberg wird ab Aschermittwoch immer mittwochs ab 18:00 Uhr eine Online-Passionsandacht angeboten. Die insgesamt sieben Andachten, die von Haupt- und Ehrenamtlichen vorbereitet und musikalisch ausgestaltet werden, sind unter online zu finden. Unter dem Titel „Passion Online“ wird in Annaberg jeden Sonntagabend eine Andacht für junge Erwachsene angeboten. Mit der digitalen Andachtsreihe soll das Wochenende beendet und mit Kraft in die neue Woche gestartet werden.  

In Dippoldiswalde wird ein wöchentlicher Podcast zur Passionszeit mit dem Titel "Die Brücke" angeboten. Die neue Folge erscheint jeweils Anfang einer neuen Woche. In der Freiberger Petri-Kirche gibt es sonntäglich 18:00 Uhr den Gottesdienst "lighthouse" zur Fastenaktion „7 Wochen ohne“.

Die Kirchgemeinde Auerbach im Vogtland plant in der Passionszeit jeweils dienstags und donnerstags eine „Passionsandacht vom Sofa", die von Gemeindegliedern gehalten wird und online mitgefeiert werden kann. Für Kinder wird ein Onlinegottesdienst zum Thema "Auf dem Weg nach Golgotha" angeboten.

Die Zittauer St.-Johannis-Kirchgemeinde bietet ihre jährliche Andachtsreihe in der Passionszeit in diesem Jahr online an. Unter dem Titel "Warum denn keine Wunder? - Gott im (Corona-)Alltag suchen 2021" kann man sich online zuschalten oder sich wöchentlich Material schicken lassen.

In vier aufeinanderfolgenden Familiengottesdiensten möchte das Kirchspiel Gröditz (Bautzen-Kamenz) Eltern und Kinder einladen, sich auf Ostern gemeinsam vorzubereiten. Start ist am 14. März in Malschwitz, gefolgt von Gröditz und Purschwitz und Baruth, wo das Osterfest gefeiert wird. In Bautzen, Quatitz, Königswartha, Milkel-Luppa, Klix und Königsbrück finden wöchentliche Passionsandachten statt.


Passionswege

In ökumenischer Verbundenheit laden die Kirchen im Vogtland zu einem „Kleinen Kreuzweg“ ein, der in offenen Kirchen und mit digitalen Formaten einerseits Raum geben soll für Stille bzw. zum Ausdrücken der Gefühle angesichts der bedrückenden Lage und andererseits den Leidensweg Jesu nachvollziehbar machen möchte. Zum Verteilen in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Haushalten wurde zudem ein Heft mit Gebeten, Impulsen und Texten erstellt.

Auch in Plauen wird in der Versöhnungskirche ein Kreuzweg mit zehn Stationen aufgebaut, der mit geschnitzten Szenen aus der Bibel jeweils Mittwoch und Donnerstag von 17:00 bis 20:00 Uhr zu sehen sein wird und zum Nachdenken über die besondere Bedeutung von Karfreitag und Ostern einladen möchte.

Ab Aschermittwoch wird in der St.-Nicolai-Kirche Markneukirchen ein "Passionsweg" aufgebaut sein, der zu den Zeiten der "Offenen Kirche" besichtigt werden kann und zum Bedenken des Leidensweges Jesu einlädt. Die Figuren dazu hat ein Gemeindeglied angefertigt. Fotos davon werden zusammen mit der jeweiligen Geschichte den Kindern der Gemeinde zugeschickt.

Die Leipziger Michaelis-Friedens-Kirchgemeinde bietet einen Osterweg entlang der Schaukästen an. Von Aschermittwoch bis Ostern sind Kinder und Erwachsene zu Stationen mit Bildern und Texten zum Kreuzweg Jesu eingeladen. Er beginnt am Schaukasten der Elsbethstraße 38 und führt über sieben Stationen bis zum Gemeindehaus am Kirchplatz 9. Der Weg kann im Ganzen gegangen werden oder jede Woche ein Schaukasten aufgesucht werden.  

In der Freiberger St. Johannis-Kirche wird ein Passions- und Ostergarten aufgebaut, auch ein Osterweg ist in der Region geplant.


Angebote zum Fasten in der Passionszeit

Mit Beginn der Passionszeit beteiligen sich Christen in Deutschland an Fastenaktionen. Die evangelische Aktion „7 Wochen Ohne“ steht in diesem Jahr unter dem Motto „Spielraum! Sieben Wochen ohne Blockaden“. Es geht darum, den Umgang mit Regeln und deren Spielräume zu erkunden. Die Aktion lädt in diesem Jahr zum Nachdenken darüber ein, wie man innerhalb von akzeptierten Grenzen großzügig und vertrauensvoll leben kann?          

Die Passionszeit bietet auch Gelegenheiten, sich mit dem Anliegen des „Klimafastens“ zu beschäftigen, beispielsweise einmal mehr bewusst auf bestimmte Luxusgüter zu verzichten und den Alltag anders zu strukturieren, Ressourcen zu schonen oder sich wertschätzender um Menschen zu kümmern. Die Aktion bietet in den sieben Wochen jeweils zu einem Thema einen theologischen Impuls sowie Handlungsvorschläge zum Ausprobieren. Auf der Homepage der Heimvolkshochschule Kohren-Sahlis kann sich jede und jeder Fastende bei Interesse auf der Landkarte eintragen, um auch andere zu motivieren. Die Evangelische Jugend Freiberg beispielsweise bietet Jugendlichen das gemeinsame Klimafasten und den Austausch zu den wöchentlichen Impulsen in einem Fastenteam an: www.evju-freiberg.de 

Das Ökumenische Fastenzeitseminar in Schmochtitz steht unter dem Titel  „Freiheit und Verantwortung eines Christenmenschen – wie können wir zusammenleben?“ und wird in diesem Jahr online angeboten. Es startet am 22. Februar, um 19.30 Uhr mit einem Vortrag von Harald Lamprecht, Beauftragter für Weltanschauungs- und Sektenfragen der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens und Geschäftsführer des Evangelischen Bundes in Sachsen. Des Weiteren werden die Veranstaltungen über den YouTube-Kanal und den Facebook-Auftritt des Bildungsguts Schmochtitz ausgestrahlt. Das Online-Seminar wird am 1. und 8. März fortgesetzt.


Ökumenische Exerzitien im Alltag

In Leipzig vorbereitet, finden die diesjährigen ökumenischen Exerzitien im Alltag vom 21. Februar bis zum 28. März 2021 online statt. Sie stehen unter der Überschrift „Wachsen auf gutem Grund“ und sind ein Angebot des Bistums Dresden-Meißen. Impulse für eine tägliche Gebetszeit und einen Tagesrückblick liegen als Hefte vor und werden nach der Anmeldung per Post zugesandt. Biblische Texte, Bilder, Lieder, Gebete und Gedichte bieten jeweils die Grundlage, den eigenen Alltag und die eigene Suchbewegung aus verschiedenen Blickwinkeln anzuschauen. Außerdem besteht auch bei den Online-Exerzitien das Angebot zu einem persönlichen Begleitgespräch, dessen Form individuell abgesprochen werden kann. Zusätzlich gibt es einen Podcast von Elisabeth Kindel und Elisabeth Mucha.   

In Chemnitz bieten Pfarrerin Cornelia Henze und die katholische Gemeindereferentin Gabriele Paul zum Thema „Der mich Atmen lässt…“ ebenfalls Online-Exerzitien an. Anmeldung und Informationen finden Sie hier.


Spendenaktion in der Passionszeit

In der Passionszeit und darüber hinaus wird für einen Spendenzweck im Rahmen der Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ geworben, die wieder ein soziales Projekt unterstützt. Die Spenden und Kollekten kommen  Kindern aus zerrütteten Verhältnissen zugute. Mit dem Erlös wird das Tageszentrum „Offenes Haus“ in Hermannstadt/Sibiu unterstützt. Weitere Informationen hier.


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