Aktuelles

Trinitatis (Heilige Dreifaltigkeit)

Bereich

Die zweite Hälfte des Kirchenjahres hat begonnen

Der auf Pfingsten folgende Sonntag Trinitatis stellt die Dreifaltigkeit (Trinitatis) in den Mittelpunkt. Im Glaubensbekenntnis bekennen Christen ihren Glauben an den dreieinigen Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist. Christen machen sich bewusst, dass Gott ihnen auf verschiedene Weise begegnen kann: im Heiligen Geist, wie den Freunden Jesu zu Pfingsten; in Jesus Christus, dem auferstandenen Herrn und Bruder; und in Gott dem Schöpfer, der die Erde geschaffen hat und die Menschen in sein Reich des Friedens und der Gerechtigkeit führen wird.

Trinitatis ist der Genitiv von des lateinischen Wortes "trinitas", in dem sich das Zahlwort drei und der lateinische Begriff "unitas" (Einheit) verbirgt. Der Tag gehört zur Gruppe der Ideenfeste, die ein bestimmtes Thema des christlichen Glaubens zum Gegenstand haben. Mit dem Ersten Sonntag nach Trinitatis beginnt die Reihe der Sonntage nach Trinitatis.

Konfirmationen und Jubelkonfirmationen

Normalerweise endet zu Trinitatis die Zeit der Konfirmationen, die in Sachsen am Palmsonntag vor Ostern beginnt. Wie bereits 2020 wurde sie auch in diesem Jahr coronabedingt über Pfingsten und Trinitatis hinaus verlängert. Wie im letzten Jahr können Konfirmationen in den Herbst oder das kommende Jahr verschoben werden. Für 2021 haben sich ca. 4.700 Jugendliche zur Konfirmation angemeldet, einige Konfirmationen vom letzten Jahr werden jedoch zusätzlich in diesem Jahr nachgeholt. Aufgrund der nach wie vor geltenden Abstands- und Hygieneregeln werden Konfirmationen in Kirchgemeinden mit vielen Konfirmanden auf mehrere Gottesdienste aufgeteilt, damit alle Familienangehörigen und Paten dabei sein können. 

Eine Tradition ist es vielerorts, dass am Trinitatisfest in den Gemeinden diejenigen eingeladen werden, die vor 25, 30, 40, 50 oder mehr Jahren in der jeweiligen Kirche konfirmiert wurden. Die Jubelkonfirmationen sind weniger Familienfeste als vielmehr ein Wiedersehn der damaligen Konfirmandinnen und Konfirmanden eines Jahrgangs. Wenn nicht diese Jubelkonfirmationen ebenfalls verschoben wurden, findet ein Treffen unter Corona-Schutzbedingungen nur im Gottesdienst statt. Das anschließende gemeinsame Mittagessen und Beisammensein mit historischen Fotos wird wohl in diesem Jahr ausfallen.


Am kommenden Wochenende startet die Chemnitzer Trinitatiskirche in ein besonderes Festjahr mit drei Jubiläen. So werden die Kirche und der dazugehörige Friedhof 155 Jahre alt, das auf seine Erneuerung wartende Geläut wird 65 und die Jehmlich-Orgel wird 25 Jahre alt. Begonnen wird das Jubiläum am Sonnabend, 29. Mai, um 16:00 Uhr mit einem Live-Stream aus der Trinitatiskirche. Über www.t1p.de/dreinmalig sind Beiträge und Bilder zu erleben, die stadtteilgeschichtliche Erinnerungsorte sichtbar machen werden.


Trinitatis-Kirchen

Die Bezeichnungen „Trinitatis“, „Dreifaltigkeit“ oder „Dreieinigkeit“ kommen unter den heute noch bekannten Kirchgebäudenamen recht häufig vor. Sie gehören zu den fünf bekanntesten Kirchennamen unter den rund 1.200 evangelischen Kirchen auf dem Gebiet der Landeskirche. Trinitatis-Namen gehören vor allem ins 17. und 18. Jahrhundert, aber es gibt auch Beispiele vom Ende des 19. Jahrhunderts. So, wie die Trinitatiskirche (1894) in Dresden-Johannstadt, deren Ruine derzeit zu einem zentralen Jugendzentrum umgebaut wird.

Teilen Sie diese Seite