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Weihnachten in Sachsen

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Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns...(Joh. 1,14)

Am 24. Dezember, der in diesem Jahr auf Montag nach dem 4. Advent fällt, werden in Sachsen die Kirchentüren weit offen stehen für alle Menschen, die die Weihnachtsgeschichte hören und ansehen wollen. Am Heiligen Abend laden die Kirchgemeinden vom Nachmittag an bis in die Abendstunden hinein zu Christvespern ein. Der erste Weihnachtsfeiertag beginnt in vielen Gemeinden traditionell mit Frühmetten. Festgottesdienste, Krippenspiele, Konzerte und andere besinnliche Anlässe bestimmen das Christfest und die Tage zwischen den Jahren. 

 

Weihnachtliche Vesper vor der Dresdner Frauenkirche

In Dresden lädt die Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche Dresden e.V. gemeinsam mit der Stiftung Frauenkirche Dresden am 23. Dezember 2018 um 17:00 Uhr zur 26. Weihnachtlichen Vesper vor der Frauenkirche auf dem Neumarkt ein. Die Vesper wird wieder live im MDR FERNSEHEN übertragen. Landesbischof Dr. Carsten Rentzing, Superintendent Christian Behr, Ministerpräsident Michael Kretschmer, Erster Bürgermeister Detlef Sittel, Frauenkirchenpfarrerin Angelika Behnke und Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt werden an der Vesper mitwirken. Das musikalische Programm gestalten der Dresdner Motettenchor unter der Leitung von Matthias Jung und das Blechbläserensemble Ludwig Güttler. Bereits ab 16:00 Uhr erklingt weihnachtliche Bläsermusik, gespielt von den Vereinigten Posaunenchören der Sächsischen Posaunenmission e.V. unter Leitung von Tilman Peter


Heilig Abend, 24. Dezember, in sächsischen Kirchgemeinden

Die traditionelle Christvesper des Dresdner Kreuzchores, die von der erzgebirgischen Weihnachtstradition des ehemaligen Kreuzkantors Rudolf Mauersberger geprägt ist, läutet ab 14:15 Uhr den Heiligen Abend in der Dresdner Kreuzkirche ein. Eine zweite Christvesper dieser Art wird um 16:30 Uhr mit Landesbischof Dr. Carsten Rentzing stattfinden.

Die Frauenkirche lädt Heiligabend zu zwei Christvespern und zur Feier der Christnacht ein. In der ersten Vesper um 14:00 Uhr predigt Superintendent Christian Behr. Musikalisch wird diese Vesper vom Chor der Frauenkirche unter musikalische Leitung von Frauenkirchenkantor Matthias Grünert begleitet. An der Orgel spielt Frauenkirchenorganist Samuel Kummer. Das Weihnachtsoratorium Kantate 1 „Jauchzet frohlocket“ wird von Solisten, Sängerinnen und Sängern des ensemble frauenkirche dresden in der 16:00 Uhr-Vesper vorgetragen.

Etwas Besonderes an diesem Tag ist die frühe „Frohnauer Christmette“ des CVJM in der Bergkirche von Annaberg-Buchholz um 5:30 Uhr.

In vielen Kirchen finden am Heiligen Abend mehrere Christvespern nacheinander statt. Dies geschieht zum Teil aus Platzgründen, wobei in den unterschiedlichen Vespern oft auch verschiedene Zielgruppen angesprochen werden. Am zeitigen Nachmittag stehen die Krippenspiele der Kurrenden für Familien mit Kindern im Vordergrund, während in den späteren Vespern nach den Krippenspielen die Wortverkündigung und die Kirchenmusik stärker zum Ausdruck kommen. Auch in diesem Jahr kann wieder von über einer halben Million Besuchern in 1.850 gottesdienstlichen Veranstaltungen in rund 1.300 sächsischen Kirchen ausgegangen werden - nicht mitgezählt werden dabei Konzerte und Spätmetten an Heiligabend.


In Leipzig erklingt um 13:30 Uhr die Weihnachtsmotette in der Thomaskirche mit dem Thomanerchor unter der Leitung von Gotthold Schwarz. Es folgen 15:00 Uhr in der Heilig-Kreuz-Kirche, 17:00 Uhr in der Nikolaikirche und 18:00 in der Leipzig-Liebertwolkwitz Kirche weitere Christvespern.

Die Christvespern der Leipziger Universitätsgemeinde um 15:00 Uhr und 17:00 Uhr finden in der Universitätskirche St. Pauli am Augustusplatz statt. Es predigt  Prof. Dr. Alexander Deeg. Der Gottesdienst am 1. Weihnachtsfeiertag wird als Hörfunkgottesdienst ab 10:00 Uhr live aus der Universitätskirche bei MDR KULTUR übertragen. Der Sakramentsgottesdienst mit Prof. Dr. Wolfgang Ratzmann am 2. Weihnachtsfeiertag beginnt 11:00 Uhr in der Universitätskirche.

Ein Krippenspiel in Zwickau soll auf besondere Art die Weihnachtsbotschaft näher bringen. Im Mittelpunkt steht in der Pauluskirche um 15:00 Uhr eine szenisch-musikalische Aufführung des Krippenspiels von Carl Orff (1895–1982). Eine äußerst prachtvolle Instrumentalbesetzung mit Blockföten, Streich- und Schlaginstrumenten und der Kurrende der Pauluskirchgemeinde musiziert unter Leitung von Matthias Grummet.  

In Meißen wird um 18:00 Uhr im Dom eine Musikalische Christvesper gefeiert. Auf dem Programm stehen Chorwerke und Lieder für Kinderchor alter und neuer Meister. Zwischen den Musikstücken werden Texte aus dem Alten Testament und die Weihnachtsgeschichte gelesen und die Gemeinde zum Mitsingen bekannter Weihnachtslieder eingeladen. Die Christvesper wird gestaltet vom Domchor, der Jungen Domkantorei und Kindern der Domkurrende. Die Predigt hält Dompfarrer Superintendent Andreas Beuchel. Am späten Abend um 23:00 Uhr wird noch zur Christnachtfeier in den Meißner Dom eingeladen.


Andacht und Musik zur Christnacht

Neben den zahlreichen Christvespern mit Krippenspielen, die am 24. Dezember nachmittags für Familien mit Kindern in den Kirchen gefeiert werden, laden viele Kirchen auch in den Abendstunden und in der Nacht zu besonderen Christnachtfeiern und Metten ein. Oft werden diese mit Musik und besinnlichen Texten gestaltet, aber auch Weihnachts- und Verkündigungsspiele kommen zur Aufführung.

Um 22:00 Uhr beginnt die Christnacht in der Dresdner Frauenkirche mit musikalischer Begleitung durch Gesang und Harfe sowie mit Frauenkirchenorganist Samuel Kummer an der Orgel. Am Heiligen Abend ab 23:00 Uhr erfüllt die Gospelnight Dresden mit rund 130 singenden jungen Menschen die Christuskirche in Strehlen mit intensiven Gospel-Melodien. Highlights in der 20. Gospelnight sind aktuelle Gospels sowie moderne Interpretationen traditioneller Gospels.

Ebenfalls um 22:00 Uhr lädt Domkantor KMD Johannes Dickert zum Orgelkonzert zur Christnacht im Kerzenschein in den Wurzener Dom ein und im Zwickauer Dom St. Marien gibt es ebenfalls eine Christvesper im Kerzenschein mit KMD Henk Galenkamp.

In Leipzig erklingen in der Nikolaikirche W.A. Mozarts Krönungsmesse und Weihnachtliche Sätze von F. Mendelssohn Bartholdy, in der Peterskirche Musik von M. Praetorius, G.F. Händel und J.S. Bach und um 23:00 Uhr in der Paul-Gerhardt-Kirche,  Leipzig-Connewitz, Stücke aus G. F. Händels Oratorium „Der Messias“. In der Peterskirche beginnt um 23:45 Uhr die Christnacht zugunsten von UNICEF mit dem amici musicae Chor & Orchester aus Leipzig. Um Mitternacht lädt noch einmal die Thomaskirche zum traditionellen Komplet mit Männerstimmen des Thomanerchores unter Leitung von Thomaskantor Gotthold Schwarz ein.

Zuvor geht es um 23:00 Uhr in der Grimmaer Frauenkirche in die Christnacht.

Menschen ohne Angehörige müssen zu Weihnachten nicht allein bleiben. Am Heiligen Abend lädt der Leipziger Offene Seniorentreff in der Ökumenischen Sozialstation (Dieskaustraße 63) um 11:30 bis 15:30 Uhr zum weihnachtlichen Beisammensein mit Mittagessen und Kaffeetrinken ein. In Leipzig-Gohlis beginnt die Heiligabend-Feier im Sozialcafé Blickwechsel mit weihnachtlichem Programm und Kaffeetrinken um 14:30 Uhr.

Ein großes feierliches Beisammensein gibt es am Heiligen Abend um 19:30 Uhr wieder im ‚Pavillon der Hoffnung‘ (ehemalige Messehalle 14, Alte Messe). Eingeladen sind Arme, Obdachlose und einsame Menschen, die alles oder viel verloren haben. Wie auch im letzten Jahr erwartet sie ein Festessen, ein kleines Geschenk und ein fröhliches Miteinander. In den letzten Jahren kamen häufig bis zu Gäste. Die Veranstaltung ist ein Höhepunkt der kontinuierlichen Arbeit des Pavillons der Hoffnung für Bedürftige, zu der monatliche Geburtstagsfeiern, eine Kleiderkammer und ein Begegnungscafé gehören.


Christmetten und Gottesdienste an den Weihnachtsfeiertagen

1. Weihnachtsfeiertag am 25. Dezember 

Nicht nur im Erzgebirge beginnt das Weihnachtsfest traditionell mit den Frühmetten am 1. Weihnachtsfeiertag des 25. Dezember. Die früheste beginnt um 5:00 Uhr  in der St.-Nicolaikirche in Aue. Eine Stunde laden um 6:00 Uhr in Dresden traditionell der Kreuzchor und Mitglieder der Dresdner Philharmonie zur Christmette in der Tradition erzgebirgischer Mettenspiele in die Kreuzkirche ein. Die Frühmetten ziehen jedes Jahr sehr viele Besucher an.

In den Gemeinden werden am 1. Christtag Familiengottesdienste mit musikalischer Begleitung durch Kurrenden oder Bläserchöre gefeiert, so in einem musikalischen Frühgottesdienst um 8:00 Uhr in der Peter-Pauls-Kirche in Sebnitz mit der u.a. mit der alten Sebnitzer Mettenmusik von Christian Gottlob August Bergt (1771–1837) mit der  Peter-Pauls-Kantorei Sebnitz,  Barock-Collegium Sebnitz-Neustadt unter Leitung von Kantor Albrecht Päßler.

In der Leipziger Thomaskirche um 9:30 Uhr erklingt Bachs Kantate Nr. 1 „Jauchzet, frohlocket“ aus dem Weihnachtsoratorium, die eigentlich für diesen Feiertag bestimmt war. So wie der Thomanerchor in Leipzig singt zur gleichen Zeit in Dresden in der Kreuzkirche der Kreuzchor im Festgottesdienst.

Landesbischof Dr. Carsten Rentzing wird zum 1. Weihnachtsfeiertag um 10:00 Uhr in der Diakonissenhauskirche in einem Abendmahlsgottesdienst predigen.

In der Frauenkirche musizieren Solisten, Sängerinnen und Sänger des Chores der Frauenkirche, das ensemble frauenkirche unter der musikalischen Leitung von Frauenkirchenkantor Matthias Grünert um 11:00 Uhr im Festgottesdienst J.S. Bachs 2. Kantate des Weihnachtsoratoriums »Und es waren Hirten in derselben Gegend«.

Am Abend wird um 18:00 Uhr wird zu einem weiteren Gottesdienst in der Frauenkirche eingeladen.

In den Tagen zwischen den Jahren laden zahlreiche Kirchen zu Andachten, Theaterstücken, Krippenspielen und Konzerten ein.

Wie in jedem Jahr erklingt am 27. Dezember um 20:00 Uhr in der Dresdner Frauenkirche die Dresdner Bläserweihnacht mit virtuoser Trompetenmusik unter Leitung von Ludwig Güttler. Auf dem Programm des Blechbläserensembles stehen Werke von Johann Heinrich Schmelzer, Ludwig von Beethoven, Antonio Vivaldi, Georg Philipp Telemann und anderen. Zuvor begann um 18:00 Uhr in der Chemnitzer St. Jacobikirche die Jahresabschlussvesper „Nun komm der Heiden Heiland“ mit geistlichen Chören und Instrumentalmusik.

Am Nachmittag wird in Meißen eine weihnachtliche Domführung unter dem Titel „Ich steh an deiner Krippen hier“ angeboten. „Was bedeutet Weihnachten?“ Dieser Frage wird in den weihnachtlichen Führungen im Dom zu Meißen vom 27. Dezember bis 6. Januar 2018 (Dreikönigstag) nachgegangen. Um jeweils 14:30 Uhr machen sich die Domführerinnen mit ihren Gästen auf dem Weg durch den Dom zur Krippe. Dabei werden die weihnachtlichen Darstellungen des Doms erläutert und betrachtet. Die Führung dauert ca. 30 Minuten.

Am nächsten Tag, 28. Dezember, erschallt um 15:00 Uhr in der Chemnitzer St. Jakobikirche ‚Eine sächsische Blechbläserweihnacht‘ mit dem sächsischen Blechbläser Consort.

In der Pauluskirche Leipzig-Grünau gibt es ab 18:00 Uhr Weihnachtslieder und –geschichten, begleitet vom Bläserchor. Unter dem Titel „Bethlehem ist überall“ erklingt 19:30 Uhr Weihnachtliche Orgelmusik mit Kompositionen aus Deutschland in der Bethanienkirche in Leipzig-Schleußig.   

Das Weihnachtsoratorium von J.S. Bach mit den Kantaten 1-3 kommt am 29. Dezember um 17:00 Uhr in der Kirche Crostau mit  Solisten, Kirchenchor,  Kurrende, Cappella Sagittariana Dresden unter der Leitung von Lucas Pohle zur Aufführung. Die einzelnen Instrumente des reichhaltig besetzten Orchesters setzt Bach symbolisch ein - Flöten und Oboen (als Schalmei) stehen musikalisch für die Hirten; die Verkündigung des Engels unterstreicht der "himmlische" Klang der Geigen.

Zu Heiterem und Besinnlichem mit Musik von Bach, Händel, Scarlatti u.a. öffnen sich zum Jahreswechsel ab 17:00 Uhr in der Katharinenkirche in Leipzig-Großdeuben unter dem Motto „Alte Ziele – neue Vorsätze – Musikalische Revue die Türen.

Morgens um 9:30 Uhr findet ein Singegottesdienst in der Chemnitzer Kreuzkirche mit Pfarrerin Dorothee Lücke statt.

Der Weihnachtsfestkreis reicht über Silvester, dem Epiphaniasfest (Dreikönigstag) am 6. Januar, bis zum Tag der Darstellung des Herrn (Lichtmess) am 2. Februar. Bis zu diesem Tag leuchtet auch der Weihnachtsstern.

2. Weihnachtsfeiertag am 26. Dezember

Der 2. Weihnachtsfeiertag, 26. Dezember, ist dem ersten Märtyrer der Kirche, Stephanus, gewidmet, an dessen Schicksal die Schriftlesung erinnert. Die liturgische Farbe wechselt an diesem Tag zwischenzeitlich vom weihnachtlichen Weiß auf Rot. Während die Kollekten in den Christvespern meist für BROT FÜR DIE WELT gesammelt werden, ist die landeskirchliche Kollekte des 2. Christtages für die Diakonie Katastrophenhilfe und für Kirchen in Mittel- und Osteuropa bestimmt. Auch die Gottesdienste werden am zweiten Weihnachtsfeiertag häufig besonders musikalisch ausgestaltet.

So wird in der Leipziger Thomaskirche im Gottesdienst um 9:30 Uhr die zweite Kantate vom Bachschen Weihnachtsoratorium aufgeführt.
Die ersten drei Kantaten erklingen um 11:00 Uhr in der Kirche von Panitzsch bei Leipzig durch das concerto vocale und das Sächsische Barockorchester Leipzig unter Leitung von Gotthold Schwarz.

Die ersten drei Kantaten kommen auch am Abend um 19:30 Uhr in der Leipziger Peterskirche mit Solisten, amici musicae, Chor & Orchester Leipzig unter der Leitung Ron-Dirk Entleutner Gotthold Schwarz zur Aufführung.

In Reichenbach gibt es in der Trinitatiskirche den etwas anderen Weihnachtsgottesdienst mit weihnachtlichen Gospels und groovigen Weihnachtsliedern um 10:00 Uhr. „Sounds of Joy“, Solisten und Band unter der Leitung von Andreas Kamprad laden ein die Geburt Christi kräftig zu feiern, mit Liedern zum Zuhören und Mitsingen, ganz besinnlich bis rockig.

Ein Krippenspiel des CVJM wird ab 10:30 Uhr in Annaberg-Buchholz im Haus der Hoffnung stattfinden.

Am 2. Weihnachtsfeiertag beginnt in der Frauenkirche Dresden um 16:00 Uhr die Aufführung des Weihnachtsoratoriums Camille Saint-Saëns‘»Oratorio de Noël«.

Ebenfalls am Nachmittag und Abend lädt die Kirche in Dresden-Loschwitz um 17:00 und um 21:00 Uhr zur „Englischen Weihnacht“ mit dem Vocal Concert Dresden unter der Leitung von Peter Kopp ein.


Seelsorge und Beratung

Wer Sorgen hat, Schmerz und Trauer fühlt, leidet um das Weihnachtsfest herum oft besonders schwer. Die sächsische Landeskirche stellt auch in diesen Tagen ihre Angebote an Seelsorge und Beratung bereit, persönlich oder per Telefon und Internet.

Die Gesprächsangebote und Kontaktstellen stehen allen Menschen offen, die Beratung ist kostenfrei; Hilfesuchende können auf Wunsch anonym bleiben.

 

 

 

 

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