Gottesdienst

Kinder-, Familien- und Jugendgottesdienste

Die Gemeinden der sächsischen Landeskirche bieten Kindern, Jugendlichen und Familien viele Möglichkeiten, altersgerecht, inmitten der Gemeinde oder in der kleinen Gruppe, Gottesdienst zu feiern.

Gottesdienste für die ganz Kleinen

Die Gründung einer Familie und der Alltag mit kleinen Kindern öffnet für viele Eltern einen neuen Horizont: Wie erkläre ich Kindern die Welt? Was will ich meinen Kindern an Wertvorstellungen, Orientierungen und Geschichten mit auf den Weg geben und wie wichtig ist dabei eine frühe gottesdienstliche Erfahrung für den Glauben? Vor diesem Hintergrund bieten Gemeinden „Gottesdienste für Kleine“ an. Eingeladen sind Kinder ab Geburt mit ihren Eltern, Geschwistern, Großeltern und Freunden.

Diese Gottesdienste orientieren sich besonders an den Bedürfnissen der jüngsten Kinder. Der Gottesdienst ist gefüllt mit Liedern, Gebeten und einer anschaulich erzählten Bibel-Geschichte und dauert in der Regel nicht länger als 30 Minuten. Einige Gemeinden haben für diese Gottesdienste einen speziellen Raum eingerichtet oder die Kirche bzw. der Gemeinderaum werden entsprechend umgeräumt. Im Anschluss sind Eltern und Kinder eingeladen zu Begegnung, Austausch, Spiel und gemeinsamen Essen.

Kindergottesdienste

In den meisten Kirchgemeinden werden besondere „Kindergottesdienste“ angeboten. Oft ist der Kindergottesdienst mit dem Gemeindegottesdienst verbunden. Nach einem gemeinsamen Beginn werden die Kinder zu einem speziell auf sie ausgerichteten Kindergottesdienst eingeladen. Die Kinder verlassen dazu den Gottesdienst der Erwachsenen und gehen in einen extra Raum. Den Schluss des Gottesdienstes feiern Erwachsene und Kinder wieder gemeinsam. In manchen Kirchgemeinden ist der Kindergottesdienst zeitlich versetzt oder er findet an einem anderen Wochentag statt.

 In der Regel hat der Kindergottesdienst einen festen Ablauf, in dem gemeinsam gesungen und gebetet wird und die Kinder einen Segen zugesprochen bekommen. Im Zentrum des Kindergottesdienstes steht meist eine biblische Geschichte. Mit Hilfe von Bildern, Handpuppen oder anderen Methoden wird die Geschichte nacherzählt und in die Lebenswelt der Kinder übertragen. Dabei werden Grundlagen christlichen Glaubens und Handelns vermittelt. Der Kindergottesdienst wird meist von ehrenamtlich engagierten Mitarbeitenden gestaltet. Diese sind durch Fortbildung auf diese Aufgabe qualifiziert.

 

Gottesdienste zum Schulbeginn

Familien haben immer wieder Zeiten des Überganges zu gestalten. Der Schulbeginn ist solch ein ein besonderes Ereignis für die Kinder und ihre Familien. Viele Kirchgemeinden nehmen diese Situation auf, indem sie zu Gottesdiensten zum Schulanfang  einladen. In ihnen stehen die neuen Schulanfänger im Mittelpunkt. Der Schuleintritt ist ein Grund zum Feiern, für Eltern und Geschwister, Verwandte und Paten und für die Gemeinde. Ein wichtiger neuer Lebensabschnitt beginnt. Eltern lassen ihr Kind wieder ein Stück los auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Das ist schön und nicht leicht. Eltern wissen, dass ihr Kind nicht nur gute Erfahrungen machen wird in dem neuen Lebensabschnitt. Der Schulanfängergottesdienst greift diese Gefühle auf und zeigt gleichzeitig, dass das Kind ist nicht allein auf dem Weg ist. Eltern, Familien, Paten und die Kirchgemeinde werden die Kinder weiter begleiten. Im Schulanfängergottesdienst werden die Kinder für diesen neuen Wegabschnitt gesegnet als Zeichen für Gottes Nähe.

Gottesdienste mit Familien

Der „Familiengottesdienst“ ist ein besonders gestalteter Gottesdienst und richtet sich insbesondere an Kinder, Eltern, Großeltern, Paten und Verwandte. In vielen Gemeinden sind diese Gottesdienste meist verbunden mit kirchlichen Festtagen z. B. Ostern, Erntedank, 1. Advent. Oft wird auch ein Familiengottesdienst zum Schuljahresbeginn und Schuljahresende angeboten oder ist Abschluss eines Projektes für Kinder z.B. einer Kinderbibelwoche, einer Familienfreizeit oder eines Gemeindefestes. Familiengottesdienste werden meist von einem Team aus haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden vorbereitet. Häufig gestalten die Kinder und Jugendlichen aus den Gemeindegruppen gemeinsam mit Erwachsenen den Gottesdienst oder in Verbindung mit den Kindern und Erzieherinnen aus einem evangelischen Kindergarten. Wichtig ist die generationsübergreifende gottesdienstliche Erfahrung, Begegnung und das miteinander Feiern zu ermöglichen.

Abendmahl mit Kindern und deren Familien

Wenn Eltern den Wunsch haben, können getaufte Kinder ab 7 Jahre am Abendmahl teilnehmen, wenn von der Kirchgemeinde die Rahmenbedingungen geschaffen wurden und die Kinder vorher über die religiöse Bedeutung des Abendmahls unterrichtet wurden.

 

 

Jugendgottesdienste

Jugendliche haben ihre eigene Art, Gottesdienste zu feiern. Sie experimentieren damit, wie sie ihrer Spiritualität Ausdruck verleihen können. Dabei suchen sie einerseits nach neuen Formen. Andererseits überprüfen sie, was sich von den Generationen vor ihnen zu übernehmen lohnt.

Typisch für Jugendgottesdienste sind moderne Musik und Theaterszenen. Oftmals gibt es eine Gelegenheit, auf die Predigt zu reagieren. Außerdem leben diese Gottesdienste davon, dass sie von Jugendlichen selbst gestaltet werden.

Jugendgottesdienste finden regelmäßig oder zu besonderen Anlässen statt. Oftmals kommen junge Menschen aus einer größeren Region zusammen.

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