Service

Bibliothek der Landeskirche

Die Bibliothek der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens ist eine theologisch-wissenschaftliche Bibliothek. Sie ist öffentlich und für alle Interessierten zugänglich. Inhaltliche Schwerpunkte bilden Theologie, Kirchenrecht und Sächsische Geschichte.

Bereich

Benutzung und Ausleihe

In den Räumen der Bibliothek steht ein Leseraum mit 6 Arbeitsplätzen zur Verfügung. Dort befinden sich die wichtigsten Nachschlagewerke sowie ausgewählte Monographien. Alle Arbeitsplätze sind mit Steckdosen ausgestattet; ein WLAN-Zugang ist vorhanden.

Der Bestand der Bibliothek umfasst gegenwärtig ca. 70.000 Bände, die in geschlossenen Magazinen aufgestellt sind. Ausgewählte theologische Zeitschriften sowie aktuelle Predigtliteratur werden laufend bezogen.

Der größte Teil des Bestandes ist außer Haus ausleihbar. Ausgenommen davon sind der Bestand des Leseraums, aktuelle Zeitschriften sowie Literatur, die vor 1900 erschienen ist.

Benutzung und Ausleihe sind gebührenfrei.

Kontakt

Bibliothek der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens
Lukasstraße 6
01069 Dresden

Telefon: 0351 4692-360 oder - 362
E-Mail:
Website: www.evlks.de/bibliothek

Die Bibliothek ist ab 1. Juni 2021 wieder geöffnet.

Bitte tragen Sie während Ihres Aufenthalts in der Bibliothek einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz.

Im Leseraum stehen zurzeit nur zwei Arbeitsplätze zur Verfügung.

Ihre Daten werden zur Kontaktnachverfolgung erfasst. Bitte bringen Sie nach Möglichkeit bei jedem Besuch in der Bibliothek das ausgefüllte Formular mit.

Stand: 26. Mai 2021


Öffnungszeiten ab 1. Juni 21

Montag9 - 13 Uhr
Dienstag9 - 15 Uhr
Mittwoch9 - 13 Uhr
Donnerstag9 - 15 Uhr
Freitag9 - 13 Uhr



Anmeldung

Für die Benutzung der Bibliothek wird eine Anmeldung benötigt. Diese kann vor Ort oder auf dem Postweg erfolgen. Für die postalische Anmeldung ist der Benutzungsantrag auszudrucken, auszufüllen und an die Bibliothek zu senden. Ein Benutzungsausweis wird nicht ausgestellt.

Bestellungen

Die Bestellung von Literatur setzt die Recherche im Katalog voraus. Die Mitarbeiterinnen können vor Ort oder telefonisch gern Hilfestellung bei der Literatursuche leisten. Bestellungen werden sofort bearbeitet.

Buchversand per Post

Interessenten, die außerhalb von Dresden wohnen, können sich auf Wunsch die Bücher zuschicken lassen. Dafür erfolgt die Bestellung mit Angabe von Verfasser, Titel und Signatur auf telefonischem oder postalischem Weg bzw. per E-Mail. Die Portokosten für die Hin- und Rücksendung trägt der Empfänger. Bei Erstbestellung erfolgt die Zusendung der gewünschten Literatur nach Eingang des Benutzungsantrags.

Fernleihe

Im Rahmen des innerkirchlichen Leihverkehrs können Titel, die in der Bibliothek der Landeskirche wie auch in anderen Dresdner Bibliotheken nicht vorhanden sind, bestellt werden. Die Abholung erfolgt grundsätzlich vor Ort. Die Gebühren für die Fernleihe sind der Gebührenordnung zu entnehmen.


Ansprechpartnerinnen


Susanne Liedke
Leiterin Bibliothek der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens

Ev.-Luth. Landeskirchenamt
Lukasstraße 6
01069 Dresden

Telefon: 0351 4692-360
E-Mail:
Christine Günther
Bibliothek der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens

Ev.-Luth. Landeskirchenamt
Lukasstraße 6
01069 Dresden

Telefon: 0351 4692362
E-Mail:

Kataloge

Der Bestand der Bibliothek ist in einem Online-Katalog erschlossen. Außerdem ist die Bibliothek ist mit ihrem Katalog im Virtuellen Katalog Theologie und Kirche (VThK ) vertreten. Der VThK ist ein Meta-Katalog mit 7 Millionen Medien, darunter über 1 Million Aufsätze aus kirchlich-wissenschaftlichen Bibliotheken im deutschsprachigen Raum.

Zum Online-Katalog der Bibliothek der Landeskirche

Zum Online-Katalog der Fachbibliothek im Evangelischen Bildungszentrum Moritzburg

Zum "Virtuellen Katalog Theologie und Kirche"

 

 

Neue Bücher

Anschaffungsvorschläge

nimmt die Bibliothek gern entgegen: persönlich, telefonisch oder per E-Mail.

Sofern diese in das Profil des Bestandes passen, werden sie nach Möglichkeit berücksichtigt.

 


Unser Buch des Monats

Die Netzwerkperspektive in der evangelischen Gemeindearbeit / Florian Straus, Helga Dill, Renate Höfer, Wolfgang Gmür unter Mitarb. von Thomas Popp und Ulrich Jakubek. 1. Aufl.

Stuttgart: Kohlhammer, 2021. 216 S.

ISBN 978-3-17-032511-1

Bibliothekssignatur: PT 2989

In einer Prognose für die Evangelische Kirche in Deutschland wurde unter Einbeziehung soziodemografischer, arbeitsmarktbezogener und finanzieller Entwicklungen die These formuliert, dass „wir ohne neue Strategien insgesamt weniger, älter und ärmer“ werden. Hintergründe dafür sind die demografische Entwicklung und die weiter fortschreitende Säkularisierung. Gefragt sind also Gegenstrategien, die Mut machen und konkret dazu beitragen, das große Potenzial, das in den 24 Millionen Mitgliedern der evangelischen Kirche steckt, für die kirchliche Gemeindearbeit zu erhalten bzw. generell wieder stärker zu aktivieren. Das Projekt „Netzwerkorientierte Gemeindeentwicklung“ analysiert zu diesem Zweck Netzwerk- und Engagementpotenziale in evangelischen Gemeinden und entwickelt Strategien zu deren Nutzung. Es geht um eine Kirche im Aufbruch, die nicht einer verloren gegangenen heilen Welt hinterher trauert, wie es sie nie gegeben hat, sondern die neue gesellschaftliche Situation als Chance begreift. Gesucht werden Strategien für eine offene, lebendige Kirche für Mitglieder, Nicht-Mehr Mitglieder und Nicht-Mitglieder.

www.kohlhammer.de

Unsere Bücher des Monats im Rückblick

Buch des Monats Mai: Die Unschärfe der Welt.

Wolff, Iris. Roman. Stuttgart: Klett-Cotta, 2020. 213 S.

Evangelischer Buchpreis 2021

Begründung der Jury

„Was für ein Reichtum begegnet uns in diesem Buch. Es ist Zeitgeschichte, Liebesgeschichte, Familienerzählung in einem. Voller Poesie und philosophisch noch dazu. „Die Unschärfe der Welt“ erzählt vom Leben eines Pfarrers und seiner Familie während der kommunistischen Diktatur in Rumänien. Es gilt, den Alltag mit seinen Freuden und Widrigkeiten zu bewältigen, die Angst vor der Unterdrückung und Verfolgung durch den rumänischen Geheimdienst auszuhalten, Armut und Mangel zu bestehen. Der Roman erzählt zugleich von der Liebe. Wie sie entsteht und wächst, wie sie verloren geht, wie sie sich in der Routine einrichtet, wie sie verraten wird und wie sie auch eine Trennung überdauert. Mit nüchternem Blick und großer Zartheit lässt Iris Wolff uns an den Menschen und ihren Entdeckungen der Liebe teilhaben.

Und es ist die Geschichte einer Familie von Donauschwaben, die beschreibt, wie vier Generationen miteinander verflochten sind, wie sie zusammengehören und doch jeweils ihre eigenen Wege gehen.

Und zwischen all diesen Facetten des Lebens streut die Verfasserin immer wieder feine Beobachtungen ein über die Sprache, das Erzählen von Geschichten, das Erleben der Zeit, das Wachsen im Leben.

Mit kurzen, prägnanten Sätzen leitet die Autorin überraschende Wendungen ein, macht neugierig, nimmt ihre Leserinnen und Leser mit in die Träume der Menschen und ihrer Erinnerungen. Der Blick auf die Welt muss dabei unscharf bleiben. Denn das Wahrnehmen und Verstehen des Geschehens sind nicht eindeutig. Manchmal lässt es sich nur in der Sprache der Poesie metaphorisch beschreiben.

Iris Wolff ist ein Buch gelungen, das einen sehr realistischen Blick auf das Leben wirft. Und das zugleich eine große Liebeserklärung an das Leben ist. Es macht Freude es zu lesen und stimmt hoffnungsfroh.“

ISBN 9783608983265

Bibliothekssignatur: BL 2645

www.evangelischerbuchpreis.de/preistraegerin/2021/

www.klett-cotta.de

 

Buch des Monats April 2021: 

Kirche der Zukunft – Zukunft der Kirche. 23 junge Pfarrerinnen und Pfarrer erzählen. Hrsg. v. F. Herzig; K. Sacher und C. Wiesinger. Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus, 2021. 223 S.

Mit der Leidenschaft des Aufbruchs

Wie denken junge Pfarrerinnen und Pfarrer über die Zukunft der Kirche? Was fürchten sie? Wovon träumen sie? Welche Ideen und sogar Visionen haben die, die die Zukunft von Kirche und Gemeinde wesentlich mitgestalten und begleiten werden. In diesem Buch melden sich 23 Pfarrerinnen und Pfarrer zu Wort, die spannende und auch radikale Ideen entwickeln, wie sich in der Kirche etwas ändern kann. Ein überraschend anderes Buch voller Gedanken, Träume und Ideen, ohne Angst vor Provokation und mit der Leidenschaft des Aufbruchs.

ISBN 978-3-579-07431-3

Bibliothekssignatur: PT 2974

https://www.penguinrandomhouse.de/

Buch des Monats März 2021: Jiftach und seine Tochter. Eine biblische Tragödie.

Es gibt Geschichten, von denen mancher wünscht, sie stünden besser nicht in der Bibel. Die Erzählung von „Jiftach und seiner Tochter“ aus dem Buch der Richter gehört zu ihnen. Kaum ein Prediger, der den Mut hat, sie seiner Gemeinde zuzumuten. Die Urteile, die die Ausleger der zurückliegenden Jahrhunderte über Jiftach fällten, können widersprüchlicher nicht sein. Wer oder was war dieser Richter aus Israel? Glaubensheld oder Kindermörder, Täter oder Opfer, Sieger oder Verlierer? Oder war er vielleicht beides in einer Person? Verdichtet sich in seiner Gestalt und der seiner Tochter die Paradoxie des Glaubens, in dem der Unglaube wohnt, des Glücks, in dem das Unglück rumort, des Sieges, der zur Niederlage wird?

Es gibt kaum einen zweiten Text in der Bibel Israels, der sich diesen Fragen in aller Radikalität stellt und seine Leser herausfordert, selbst nach Antworten zu suchen, nach einem Sinn im scheinbar sinnlosen Geschehen. In Jiftach und seiner Tochter begegnet uns das Phänomen des Tragischen, wie es auch Lion Feuchtwanger in seinem letzten Roman von 1957 („Jefta und seine Tochter“) bewegend beschrieben hat, das den Menschen, sei er religiös oder nichtreligiös, nie zur Ruhe kommen lässt.

www.eva-leipzig.de

Lux, Rüdiger:

Jiftach und seine Tochter. Eine biblische Tragödie.

Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, 2021. 240 S.
(Biblische Gestalten. Bd. 33)
ISBN 978-3-374-06755-8
Bibliothekssignatur: BT 901, 33

 

Buch des Monats Februar 2021: BasisBibel. Altes und Neues Testament.

Einfach zu lesen, gut zu verstehen – die BasisBibel ist eine vollständig neue Bibelübersetzung der hebräischen und altgriechischen Urtexte. Jetzt erscheint sie erstmals komplett mit Altem und Neuem Testament. Wissenschaftlich geprüft und in das Deutsch des 21. Jahrhunderts übersetzt: prägnante Sätze und vertraute Worte, sinnvoll gegliedert und gut zu lesen. Dazu gibt es Erklärungen in den Randspalten, die das Verstehen des Textes erleichtern. Der Text der bisherigen Ausgaben (NT und Psalmen) wurde für diese Gesamtausgabe völlig überarbeitet.

In dieser Kompaktausgabe ist der Bibeltext gesetzt wie bei einem Roman: Der Text wird einspaltig und in einem platzsparenden Layout wiedergegeben. Eine handliche Ausgabe in gewohntem Schriftbild für einen guten Lesefluss!

www.die-bibel.de

BasisBibel. Altes und Neues Testament.
Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft, 2021. 1967 S.
ISBN 978-3-438-00911-1

Buch des Monats Januar 2021: TAUFEN - Praktische Theologie konkret

Taufpraxis befindet sich im Umbruch. Viele Jahrhunderte von der Obrigkeit erzwungen, verliert sie heute zunehmend ihre soziale Absicherung. Taufe wird von einem selbstverständlichen Vollzug zu einer Option.

Aus dieser Situation heraus liefert das Buch theologische Grundlagen der Taufe. Es werden neue Ansätze und Aufbrüche präsentiert, die die Bedeutung der Taufe für heutige Menschen verständlich machen. Konkrete Anregungen und Beispiele inspirieren für die eigene Taufpraxis. Auch werden Taufen erörtert, die besondere Anforderungen an Kirche stellen, so etwa im Umfeld schwieriger Geburten oder bei Taufbegehren von Menschen aus islamischen Herkunftsländern. Materialien zu den fünf Taufsymbolen Kreuz, Name, Wasser, Hand und Licht schließen den Band ab.

Die von Hans-Martin Lübking und Bernd Schröder herausgegebenen Reihe „Praktische Theologie konkret“ erscheint zweimal jährlich. Die ersten Bände beschäftigen sich mit den Themen: Taufe; Bestattung; Konfi-Arbeit; Jugendarbeit; Seelsorge; Arbeit mit Senior*innen und Pfarrer*in sein

www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com

Grethlein, Christian: Taufen.
Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2020. - 142 S.
(Praktische Theologie konkret ; 1)
ISBN 978-3-525-63405-9
Bibliothekssignatur: PT 2940, 1

Buch des Monats Dezember 2020: Gemeinschaft der Persönlichkeiten. Kirchenbindung und die Zukunft der Kirche.

Eine Halbierung der Mitgliederzahl bis 2060 und eine jährliche Austrittsquote von über 25 Prozent unter jungen Erwachsenen – so die Prognose der Freiburger Studie zur Mitgliederentwicklung in den evangelischen Kirchen. In kirchentheoretischen Einzelfallstudien beleuchtet dieses Buch die Wahrnehmung und den praktischen Vollzug gegenwärtiger Kirchenbindungsformen. Außerdem unterbreitet es ausgewählte Praxisvorschläge, wie das kirchliche Leben für möglichst viele Menschen weiterhin relevant bleiben kann und welche Alternativen und Ergänzungen zu dem bisherigen Kirchenmitgliedschafts- und Kirchensteuersystem bestehen könnten.

Nur wenn sich die Kirche künftig konsequent an den individuellen Formen der Kirchenbindung der Menschen orientiert, so die These des Buches, wird es möglich sein, den Fortbestand des kirchlichen Lebens in Deutschland zu sichern.

www.eva-leipzig.de

Kretzschmar, Gerald:Gemeinschaft der Persönlichkeiten. Kirchenbindung und die Zukunft der Kirche.

Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, 2020. 303 S.

Buch des Monats November 2020: Winterbienen

„Ein Buch voller leichter Sätze, in denen doch das gesamte Gewicht des Lebens enthalten ist.“

Oliver Creutz in „Stern“

Januar 1944: Egidius Arimond, ein frühzeitig aus dem Schuldienst entlassener Latein- und Geschichtslehrer, schwebt wegen seiner Frauengeschichten, seiner Epilepsie, aber vor allem wegen seiner waghalsigen Versuche, Juden in präparierten Bienenkästen ins besetzte Belgien zu retten, in höchster Gefahr. Gleichzeitig kreisen über der Eifel britische und amerikanische Bomber. Arimonds Situation wird nahezu ausweglos, als er keine Medikamente mehr bekommt, ein Verhältnis mit der Frau des Kreisleiters beginnt und schließlich bei der Gestapo denunziert wird.

www.dtv.de

Evangelischer Buchpreis 2020

Scheuer, Norbert: Winterbienen. Roman.

München: dtv Verlagsgesellschaft, 2020. 320 Seiten

ISBN 978-3-423-14780-4

Bibliothekssignatur: BL 2642

Buch des Monats Oktober 2020: Für andere vor Gott in die Bresche springen

Der dritte Band in der Reihe der „Impulse für Liturgie und Gottesdienst“ beleuchtet eine zentrale und schwierige gottesdienstliche Sprachform: das Fürbittgebet. Im umfangreichen Mittelteil des Bandes liest der Alttestamentler Jürgen Ebach jene Texte genau, in denen Mose und Hiob als Fürbittende erscheinen, und gewinnt daraus Impulse für eine gegenwärtige Theologie und Praxis der gottesdienstlichen Fürbitte. An Mose und Hiob lässt sich entdecken, wie biblisch von einem gemeinsamen Handeln von Gott und Mensch zu reden ist, das in der Fürbitte eine Sprachgestalt findet. Menschen treten in den Riss, der sich zwischen Gottes Barmherzigkeit und seiner Gerechtigkeit auftut. Sie springen selbst für andere vor Gott in die Bresche; sie bewegen und verändern Gott.

Der einleitende Beitrag von Alexander Deeg geht von Wahrnehmungen zur gegenwärtigen Fürbittpraxis aus und beleuchtet die Fraglichkeit und Chance der gottesdienstlichen Bitte für andere. Christian Lehnert beschließt den Band mit Überlegungen zur Sprachgestalt der liturgischen Fürbitte.

www.eva-leipzig.de

Ebach, Jürgen:

Gott nicht allein lassen. Zwei alttestamentliche Fürbitten und die gegenwärtige liturgische Praxis. Mit Beiträgen von Alexander Deeg und Christian Lehnert.

Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, 2020. 118 S.

(Impulse für Liturgie und Gottesdienst. Bd. 3)

Bibliothekssignatur: LW 945, 3

 

Buch des Monats September 2020: Das jüdische Interesse an Jesus von Nazaret

Rabbiner Walter Homolka beschreibt in seinem Buch die wichtigsten jüdischen Perspektiven auf Jesus. Trotz der christlichen Unterdrückung, die Juden im Namen Jesu jahrhundertelang erfuhren, setzten sie sich seit jeher mit Jesus auseinander. Homolka diskutiert das wachsende jüdische Interesse am Nazarener seit der Aufklärung und wie Juden Jesus heute sehen, im religiösen sowie kulturellen Kontext. Das Buch zeigt: Im Zentrum der Beschäftigung mit dem Juden Jesus steht das Ringen des Judentums um Authentizität und Augenhöhe. Jesu Verankerung im Judentum bietet eine Herausforderung für Christen heute und die Chance auf fruchtbaren jüdisch-christlichen Dialog.

www.herder.de

Der Jude Jesus - Eine Heimholung.

Walter Homola.

Freiburg; Basel; Wien: Herder, 2020. 256 S.

ISBN 978-3-451-38356-4

Bibliothekssignatur: BT 1493

Buch des Monats August 2020: Ein Praxisbuch mit erprobten Entwürfen für Schulgottesdienste in der Sekundarstufe I und II, ausgewählt aus den vielfältigen Entwürfen des Schulgottesdienst-Wettbewerbs*.

Die frischen Ideen aus den verschiedenen Schulen sorgen für neue Impulse und eignen sich für Schuljahreseröffnung, -abschluss und andere Anlässe. Mit Themen, die Jugendlichen wichtig sind, ihre Lebenswelt aufgreifen und sie existenziell ansprechen.

Enthalten sind Liedhinweise, Gebete, Predigttexte oder Ansprachen und auch alternative Verkündigungsformen wie Rollenspiele, Poetry Slam oder Rap. Trotz aller Vielfalt gibt es eine Gemeinsamkeit: Bei allen ist die aktive und verantwortliche Beteiligung der Schülerinnen und Schüler an der Vorbereitung ein wichtiger Ausgangspunkt.

*Der Schulgottesdienst-Wettbewerb wurde 2018 und 2019 von der Evangelischen Schulstiftung der EKD und der Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes (Karl-Bernhard-Ritter-Stiftung) gemeinsam durchgeführt.

www.neukirchener-verlage.de

 

Das Himmelreich zum Greifen nahe. Schulgottesdienste, die existenziell ansprechen. Für Sekundarstufe I und II. Hrsg.: Stephan Goldschmidt, Annerose Fromke, Manfred Seifert.

Neukirchen-Vluyn: Neukirchener Verl., 2020. 169 S.

ISBN 978-3-7615-6698-5

Bibliothekssignatur: LW 1067

... da schlagen wir zu. Politische Gewalt in Sachsen 1930-1935 / Gerhard Lindemann / Mike Schmeitzner (Hg.). - 

Göttingen: V & R unipress, 2020. 301 S.

(Berichte und Studien / Hannah-Arendt-Institut ; 78)

ISBN 978-3-8471-0934-1

Bibliothekssignatur: G 586, 78

Buch des Monats Juli 2020: Während der Endphase der Weimarer Demokratie nahm die Radikalisierung der politischen Ränder zu, verbunden mit einem Anstieg der Zustimmungswerte für die extremistischen Parteien NSDAP und KPD. Diese Entwicklung ging einher mit einem Dynamisierungsprozess verbaler und darauf folgend physischer Gewalt. Die zum Teil bürgerkriegsähnlichen Verhältnisse vor 1933 wurden nach der Machtübernahme durch die NSDAP durch eine zunehmend perfektionierte Gewalt seitens des Staates und der Partei abgelöst. In Sachsen kam es, nicht zuletzt aufgrund der seit 1918 besonders großen gesellschaftlichen Polarisierung, zu einer äußerst rücksichtslosen Verfolgung vornehmlich politischer Gegner, an der sich sogar Gauleiter Martin Mutschmann aktiv beteiligte. Anhand ausgewählter Einzelfälle soll die Dynamik dieser Entwicklung aufgezeigt werden.

www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com

Buch des Monats Juni 2020: Das freie Erzählen ist das älteste Kulturgut und die ursprünglichste Form religiöser Überlieferung. Auch in der jüdisch-christlichen Überlieferung ist das Weiter- und Wiedererzählen eine wichtige Aufgabe und wird in vielen Kontexten von Kirche und Schule ganz selbstverständlich praktiziert – z.B. im Gottesdienst und in der Arbeit mit Kindern. 

Simone Merkel lädt in ihrem Grundlagenbuch ein, den Schatz des Erzählens zu heben und weiterzuentwickeln. Ausgehend von der Theorie des Erzählens leitet sie mit vielen praktischen Übungen und Beispielen an: zur freien Erzählung und zur individuellen Erarbeitung und Präsentation eines Bibeltextes. 

Das Buch eignet sich als Lese- sowie als Methodenhandbuch. Es richtet sich an TheologInnen und PädagogInnen und alle, die biblische Texte erzählen möchten und dabei nach einer eigenen Sprach- und Ausdrucksform suchen.

www.neukirchener-verlage.de

Merkel, Simone:

Bibelerzählen. Impulse – Methoden – Beispiele. Ein Lese- und Lernbuch.

Neukirchen-Vluyn: Neukirchener Verl., 2020. 256 S.

ISBN 978-3-7615-6699-2

Bibliothekssignatur: PT 2921

Buch des Monats Mai 2020: Am Zweifel wächst der Glaube

In welchem Verhältnis stehen Glaube und Zweifel? Stehen sie sich unversöhnlich gegenüber? Oder sind sie aufeinander angewiesen? Kann der Atheismus den Gottglauben herausfordern oder sogar bereichern? Die Antworten von Tomáš Halík und Anselm Grün erwachsen nicht einer distanzierten Sicht auf glaubenslose Zeitgenossen, sondern der persönlichen Beobachtung der Zwiespältigkeit im eigenen Herzen. Dieses Buch räumt Spannungen ihren Platz ein, es wirft einen genauen Blick auf Motive und Haltungen des gegenwärtigen Unglaubens in der Welt. Dabei stellt es seine Denkbewegungen zwischen die Pole der Gott-ist-tot-Diagnose Friedrich Nietzsches und der für den unbekannten Gott sensibilisierenden Rede des Paulus auf dem Areopag Athens. Diese Spannung wird für heute fruchtbar gemacht. Darüber hinaus bringen die Autoren ihre persönlichen, verschiedenen biografische und intellektuelle Kontexte ein und erlauben eine Einblick in ihre eigene Geschichte.

www.herder.de

Halík, Tomáš und Anselm Grün:

Gott los werden. Warum der Glaube den Unglauben braucht. Hrsg. von Winfried Nonhoff. 

Freiburg: Herder, 2019. 206 S.
ISBN 978-3-451-03166-3
Bibliothekssignatur: ST 2557

Buch des Monats April 2020: Wie kein anderer steht der Theologe Dietrich Bonhoeffer für Zivilcourage, Einmischung in die Politik, Pazifismus und Nächstenliebe. Dabei gab es für ihn weder konfessionelle noch nationale oder soziale Grenzen. Der evangelische Pfarrer lebte das, was er forderte, sein Mut wurde ihm schließlich zum Verhängnis.

In seiner Biographie begibt sich Alois Prinz auf die Spuren Bonhoeffers und zeichnet nach, wie er zum aktiven Widerstandskämpfer wurde, der hin- und hergerissen zwischen Selbstbewusstsein und Selbstzweifeln seinen Platz in der Welt suchte. Prinz gelingt ein faszinierendes Portrait dieses mutigen Mannes, der besonders heute ein Vorbild für viele Menschen ist.

Pressestimmen
„Muss man noch sagen, dass man diese Biografie mindestens in jeder Schulbibliothek wünschte.“

Süddeutsche Zeitung 

www.suhrkamp.de

Prinz, Alois:

Dietrich Bonhoeffer – Sei frei und handle!

Berlin: Insel Verlag, 2020. 270 S.
Insel Taschenbuch, Bd. 4771
ISBN 978-3-458-36471-9

Bibliothekssignatur: BG 1893

Buch des Monats März 2020: Im Jahr 2020 jährt sich der Tag der Befreiung von Auschwitz zum 75. Mal. Seit 75 Jahren müssen Überlebende und deren Nachfahren, muss die Welt, müssen die Deutschen mit dem Zivilisationsbruch leben, den der Name „Auschwitz“ markiert. Das Buch folgt dieser Geschichte.

Die Überlebenden des Holocaust konnten über das Geschehene oft nicht sprechen. Doch die Traumata des Erlittenen wirkten auch im Stillen und gerade dort: Überlebende und ihre Kinder beschwiegen das Unfassbare, um einander zu schützen und dem Schrecken nicht oder nicht noch einmal begegnen zu müssen.

Anders die Generation der Enkel. Sie stellt den Großeltern nicht nur Fragen, auf die sie auch Antworten bekommt. Sie erlebt Auschwitz zudem als ein historisches Faktum, das in den 75 Jahren, die seit der Befreiung des Lagers vergangen sind, beschrieben und analysiert, interpretiert und bearbeitet wurde. Was aber heißt und bedeutet Auschwitz dann für diese Dritte Generation?

Dieses Buch versammelt Zeugnisse von Enkelinnen und Enkeln von Auschwitz-Überlebenden. Es sind oft berührende, manchmal erschütternde und immer nachdenkenswerte Berichte darüber, wie wirkmächtig das Geschehen von damals im Leben von Menschen auch heute noch ist. Auschwitz war nicht nur gestern, Auschwitz ist heute – immer noch und bleibend.

https://www.randomhouse.de

Treuenfeld, Andrea von:

Leben mit Auschwitz. Momente der Geschichte und Erfahrungen der Dritten Generation.

Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus, 2020. 255 S.
ISBN 978-3-579-06612-7
Bibliothekssignatur: G 1446

Hrsg.: Cornelia Füllkrug-Weitzel.

Klima geht uns alle an. Gedanken zur Lage der Schöpfung.

Leipzig: edition chrismon 2019. 236 S. 

ISBN 978-3-96038-210-2

Bibliothekssignatur: ST 2538

Buch des Monats Februar 2020: Die heißen Sommermonate im vergangenen Jahr haben ihn verstärkt ins öffentliche Bewusstsein gerückt: den Klimawandel. Die Lage ist dramatisch, da sind sich Experten einig, doch für ein Umsteuern ist es noch nicht zu spät. Im Gespräch mit Menschen aus Gesellschaft, Politik und Wissenschaft nähert sich Brot für die Welt-Präsidentin Cornelia Füllkrug-Weitzel dem Klimawandel, seinen Folgen und unseren Handlungsmöglichkeiten. Sie trifft Jugendliche, die aktuell gegen die verfehlte Klimapolitik auf die Straße gehen, ebenso wie den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, die Grünen-Politikerin Bärbel Höhn, den Direktor des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung, Johan Rockström und den Meteorologen Sven Plöger.

Das Buch enthält Interviews und Artikel, gibt praktische Tipps, was jeder Einzelne im Alltag fürs Klima tun kann, und führt die Leser mit Reisereportagen in Gegenden der Welt, in denen der Klimawandel schon starke Spuren hinterlässt, etwa auf den pazifischen Inselstaat Tuvalu, nach Bangladesch oder nach Äthiopien. Hier spüren Hilfsorganisationen wie Brot für die Welt sehr deutlich: Die Folgen des Klimawandels untergraben die Anstrengungen im Kampf gegen Hunger und Armut. Ein informatives, wachrüttelndes und facettenreiches Buch, das Menschen in Bewegung bringen möchte, denn: Klima geht uns alle an!

https://www.eva-leipzig.de

 

 

Buch des Monats Januar 2020: Wer oder was sind Engel? Mit welchen Aufgaben sind sie betraut und mit welchen nicht? Gibt es diese himmlischen Wesen überhaupt? Lange Zeit wurde die Engelslehre in der protestantischen Theologie stark vernachlässigt und ist in der evangelischen Literatur kaum zu finden. Doch Engel sind so gefragt wie nie. Daher beschäftigt sich dieses Buch mit zeitgemäßen Fragen rund um die Angelologie. Es richtet sich an MultiplikatorInnen in der Kirche als Hilfe, um in Schule und Gemeinde das Thema Engel theologisch sinnvoll und angemessen als evangelischer Christ referieren zu können. 

www.claudius.de

 

 

 

Fugmann, Haringke:

Engel sind auch nicht mehr das, was sie waren. Eine evangelische Engelslehre für Schule und Gemeinde.

München: Claudius Verlag 2019. 112 Seiten

ISBN 978-3-532-62838-6

Bibliothekssignatur: ST 2543

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