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Landeskirche

Struktur

Grafische Darstellung zur Struktur der Landeskirche (Stand: Jan. 2013)

Das Gebiet der Landeskirche ist in 18 Kirchenbezirke (Ephorien) gegliedert. An deren Spitze steht als leitender Geistlicher der Superintendent. Er hat die Aufgabe der Visitation, d.h. Begleitung, Beratung und Überprüfung der Arbeit in den Kirchgemeinden. Die Kirchenbezirke bilden auch eine "mittlere Ebene" zwischen der Ebene der Kirchgemeinden und der oberen der Landeskirche. Hier wird aus Vertretern der Kirchgemeinden eine Kirchenbezirkssynode gebildet, die in den laufenden Geschäften durch den Kirchenbezirksvorstand vertreten wird.
Bei der Bearbeitung und Aufsicht von Verwaltungsvorgängen sind die Kirchgemeinden in den Kirchenbezirken jeweils einem der drei Regionalkirchenämter in Chemnitz, Dresden oder Leipzig zugeordnet. Der juristische Leiter des Regionalkirchenamtes trifft in besonderen Fällen im Zusammenwirken mit dem Superintendenten des jeweiligen Kirchenbezirks gemeinsame Entscheidungen. Die spezielle Bearbeitung von Grundstücksangelegenheiten, Personal- und Mitgliederfragen ist in Dresden in drei Zentralstellen zusammengefasst.


Die Landessynode stellt als legislative Instanz die Vertretung aller Kirchgemeinden der Landeskirche dar. Sie besteht aus 80 Mitgliedern. Alle sechs Jahre werden von den Kirchenvorständen 60 Mitglieder gewählt, davon 20 Pfarrer und Pfarrerinnen und 40 Laien. Weitere 20 Persönlichkeiten werden von der Kirchenleitung berufen. Das siebenköpfige Präsidium leitet unter dem derzeitigen Präsidenten der Synode, die im Frühjahr und Herbst in Dresden zu ihren Tagungen zusammenkommt.


Der Landesbischof ist der führende Geistliche der Landeskirche und leitet sie durch Wort und Sakrament, wie es in der Verfassung der Landeskirche bestimmt ist. Dies bedeutet: Er verfügt über keine administrativen Rechte. Ohne selbst Mitglied zu sein, ist er an den Beschlüssen des Landeskirchenamtes mit Stimmrecht beteiligt.


Die oberste Verwaltungsbehörde der sächsischen Landeskirche ist das Ev.-Luth. Landeskirchenamt Sachsens mit Dienstsitz in Dresden. Es wird vom  Präsidenten des Landeskirchenamtes geleitet. Das Landeskirchenamt vertritt die Landeskirche rechtlich und ist für die Verwaltung aller Angelegenheiten der Landeskirche zuständig, soweit sie nicht anderen Organen vorbehalten sind.


Die Kirchenleitung vereint in sich die vorgenannten Leitungsorgane. Sie steht unter dem Vorsitz des Landesbischofs. Zu ihr gehören der Präsident des Landeskirchenamtes, der Präsident der Landessynode, und die Mitglieder des Landeskirchenamtes. Durch die Landessynode werden weitere neun Synodale als Mitglieder hinzugewählt.



Die sächsische Landeskirche ist Mitglied der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands und eine der 20 Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland.

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