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Landeskirche

Geschichte

Bild: Innenraum Kreuzkirche Dresden

Die kirchlichen Wurzeln reichen bis in das 10. Jahrhundert zurück, wo mit der Bildung der Mark Meißen und den Bistumsgründungen die Missionstätigkeit unter den Slawen begann.

Im Schutz der Burgen wurden die ersten Kirchen errichtet, etwa die um 1100 erstmals erwähnte Nikolai-, die spätere Kreuzkirche nahe der Elbe, auf dem Gebiet des heutigen Dresdens. Aus Marktsiedlungen entstanden Städte wie Meißen, Leipzig, Chemnitz, Zwickau oder Bautzen. Geistlicher Mittelpunkt war der Dom zu Meißen, der auch heute noch Bischofskirche ist.

Durch Silberfunde und Ausbau des Bergbaus entstanden wohlhabende Städte und die Voraussetzung für eine spätere handwerkliche und industrielle Blüte. Die sächsischen Kurfürsten, allen voran Friedrich August ! (August der Starke), verstanden es, aufgrund dieser materiellen Basis ihren Repräsentations- und Kulturanspruch in einzigartiger Weise darzustellen.

Die Organisationsform und der Grad an Selbstbestimmung sind für die Kirche bis heute mit abhängig vom gesellschaftlichen Umfeld. Ausgehend von der Lehre Martin Luthers und den Anfängen der Reformation im Ernestinischen Sachsen (Wittenberg), kam die Reformation 1539 auch in das Albertinische Sachsen. Seitdem ist Sachsen ein Kernland der Reformation und des Luthertums.

Das Ende der Monarchie führte nach dem Ersten Weltkrieg zur Trennung von Kirche und Staat und 1922 zur Wahl des ersten Landesbischofs. Die sächsische Landeskirche verdankt ihre Mitgliederzahl dem stärker volkskirchlich geprägten Erzgebirge mit seiner pietistischen Tradition und dem gesellschaftspolitischen Engagement der Christen in den säkularisierten Städten und Bereichen Sachsens. Zwischen der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche und der Römisch-katholischen Kirche bestehen seit langem enge ökumenische Beziehungen. Über den Lausitzer Raum hinaus hat die Herrnhuter Brüdergemeine Mitglieder und Freunde.

Personen zur sächsischen Kirchengeschichte

Unter Personen zur Sächsischen Kirchengeschichte soll in loser Folge an Christen erinnert werden, die durch ihr Leben und ihre Arbeit zur Entwicklung Sachsens beigetragen haben.

Prof. Dr. Karl-Hermann Kandler, ein Freiberger Theologe, hat den Online-Redakteuren des Kirchenbezirkes Chemnitz eine große Anzahl von Texten überlassen, in denen historische Persönlichkeiten - Politiker, Liederdichter, Theologen, Wissenschaftler, Musiker und bildende Künstler - vorgestellt werden.

Diese Sammlung wurde uns freundlicherweise für die Bereitstellung  auf diesen Seiten durch Kirche-Chemnitz zur Verfügung gestellt.

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