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100 Jahre Kirchenmusikalisches Institut Leipzig: Grundstein für ein ganzes Berufsbild


03. November 2026

Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens gratuliert zum historischen Jubiläum

DRESDEN I LEIPZIG – Das Kirchenmusikalische Institut an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Als Ausbildungsstätte von internationalem Rang prägt das Kirchenmusikalische Institut seit einem Jahrhundert die Kirchenmusik in Deutschland und weit darüber hinaus.

Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens, aus deren Reihen das Institut einst hervorging, würdigt die weitreichende historische und gegenwärtige Bedeutung der Ausbildungsstätte. Das Institut hat trotz tiefgreifender politischer und gesellschaftlicher Umbrüche im 20. Jahrhundert unzählige musikalische Talente hervorgebracht, die das spirituelle und kulturelle Leben in den sächsischen Kirchgemeinden bis heute maßgeblich tragen.

Landeskirchenmusikdirektor Burkhard Rüger unterstreicht Bedeutung des Kirchenmusikalischen Institutes für die Landeskirche

Im Namen der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens gratuliert Landeskirchenmusikdirektor Burkhard Rüger dem Kirchenmusikalischen Institut an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig herzlich zu diesem Jubiläum. Zur historischen Bedeutung und zum Jubiläum des Instituts betont er: »Vor 100 Jahren legte die Gründung des Kirchenmusikalischen Instituts der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens an der Hochschule für Musik Leipzig den Grundstein für das heutige Berufsbild der Kirchenmusik. Die Initiative und die Konzeption des Thomaskantors Karl Straube prägten die Ausbildung und dienten deutschlandweit als Vorbild. Bis heute steht das Leipziger Kirchenmusikalische Institut für künstlerische Exzellenz und zieht Studierende aus aller Welt an.« Obwohl die nationalsozialistische Diktatur die direkte Beteiligung der Landeskirche beendete und die DDR-Regierung kein Interesse an einer neuen Verbindung hatte, seien auch in diesen schwierigen Zeiten viele Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker für den Dienst in Sachsen ausgebildet worden, so Rüger. Auch in Zukunft werde die Landeskirche die enge ideelle Verbundenheit mit dem Kirchenmusikalischen Institut pflegen, um die hohe Qualität der kirchenmusikalischen Praxis in den Gemeinden für kommende Generationen zu sichern.

Festwoche mit musikalischen Höhepunkten und Festgottesdienst mit Landesbischof Tobias Bilz

Gefeiert wird das Jubiläum mit einer abwechslungsreichen Festwoche vom 3. bis zum 8. November 2026, die die musikalische Vielfalt und Tradition des Instituts erlebbar macht. Zu den Höhepunkten des Programms zählen große Sinfoniekonzerte im Gewandhaus und im Großen Saal der Hochschule, bei denen unter anderem das Orgelkonzert von Walter Braunfels sowie Mendelssohns »Reformationssinfonie« erklingen. Darüber hinaus prägen Motetten und musikalische Andachten in der Pauliner-, Thomas- und Nikolaikirche, ein Workshop für Pop- und Gospelchor sowie ein Orgelimprovisationswettbewerb die Festtage. Eine Feierstunde zum Jubiläum findet um 15.30 Uhr im Kammermusiksaal der Hochschule statt. Am 7. November kommen ab 18:00 Uhr viele ehemalige und aktuelle Studierende und Lehrende zu einem Abend der Begegnung zusammen. Den feierlichen Abschluss bildet ein Festgottesdienst am Sonntag, dem 8. November, im Paulinum, an dem auch Landesbischof Tobias Bilz und Universitätsprediger Prof. Dr. Dr. Andreas Schüle sowie der Chor des Kirchenmusikalischen Institutes mitwirken werden. 

Zum Programm der Festwoche.

Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« (Foto: Jörg Singer)
HMT Leipzig mit Büste des Namensgebers Felix Mendelssohn Bartholdys (Foto: Jörg Singer)
Innenhof und Anbau der HMT Leipzig (Foto: Jörg Singer)

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