Frauen und Männer
Zur Unterstützung von Frauen und Männern in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen und Bedürfnissen halten die Kirchliche Frauenarbeit und die Männerarbeit unterschiedliche Angebote bereit.
Angebote für Frauen
Die Frauenarbeit der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens bietet Frauen eine ganzheitliche Bildung, um sie zum Glauben zu ermutigen, ihr Bewusstsein als Frau zu stärken, Gemeinschaft mit anderen Frauen zu ermöglichen und ihnen Rückhalt im Alltag zu geben. Angebote der Frauenarbeit sind u.a. Mitarbeiterinnenschulungen, Fortbildungs- und Rüsttage, Seminare, Urlaubsgemeinschaften und Gesundheitsangebote.
Die Frauenarbeit ist in den Kirchengemeinden und Kirchenbezirken der Landeskirche in Frauenkreisen und Mütterkreisen aktiv. Koordiniert wird die Arbeit auf der Ebene der Landeskirche durch die Referentinnen und die Landesleiterin. Die Frauenarbeit kooperiert mit Frauen aus anderen christlichen Kirchen, mit der Evangelischen Frauenarbeit in Deutschland (EFiD), mit Frauenwerken aus Partnerkirchen unserer Landeskirche und im politischen Bereich mit dem Landesfrauenrat Sachsen.
Seit September 2012 arbeitet die Frauenarbeit der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens im Verbund der Werke mit der Evangelischen Erwachsenenbildung, der Männerarbeit der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens und der Ev. Aktionsgemeinschaft für Familienfragen e.V. zusammen.
Veranstaltungen
Die Gleichstellungsbeauftragte der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens lädt zu Erkundungstouren ein.
Anmeldung online über Frauenarbeit der EVLKS.
Bei Information und Rückfragen: Kathrin Wallrabe (telefonisch. 0351 4692 108 oder per Mail: kathrin.wallrabe@evlks.de)
Wandern und entdecken - Frauenorte
- Termin: 9. Mai 2026 - Treff 10:00 Uhr Klosterruine Nimbschen für Wanderung, 13:00 Uhr Einkehr in der Klosterschänke (Selbstzahler/in)
- Ort: Kloster Nimbschen (Nimbschener Landstraße 1, 04668 Grimma)
- Leitung: Kathrin Wallrabe, Gleichstellungsbeauftragte der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens,
- Eintritt frei. Anmeldung (auch für Tischreservierung) erforderlich.
Aus dem Zisterzienserinnenkloster Marienthron in Nimbschen flüchteten neun Nonnen in der Osternacht 1523. Die ehemalige Nonne, Katharina von Bora, heiratete 1525 Martin Luther. Im Schwarzen Kloster in Wittenberg leitete sie als Reformatorenfrau ein Unternehmen, bei dem täglich bis zu 40 Personen versorgt wurden. Sie betreute als Finanzchefin die Drucklegung der Lutherschriften. Respekt erwarb sie sich nicht nur durch ihre wirtschaftliche Tüchtigkeit, sondern auch mit ihren geistreichen und schlagfertigen Beiträgen zu den Tischgesprächen und in Briefen. Magdalena von Staubitz arbeitete nach ihrem Leben im Kloster als Leiterin einer Mädchenschule in Grimma und verdiente damit ihren Lebensunterhalt. Auch nach ihrer Heirat führte sie das Amt der Schulleiterin fort und prägte 20 Jahre die Mädchenbildungsstätte.
Geplant ist eine Wanderung von 7,54 km (Hängebrücke Grimma – Museum Schiffmühle Höfgen). Wanderzeit ca. 2 Stunden. Einkehr und Übernachtungsmöglichkeit im Gästehaus Kloster Nimbschen.
- Termin: 5. Juni (16:00 Uhr) bis 6. Juni 2026 (13:00 Uhr), 1 Übernachtungen (geplant)
- Ort: Kloster Helfta (Lindenstraße, 06295 Eisleben) - Webseite vom Kloster Helfta
- Leitung: Kathrin Wallrabe, Gleichstellungsbeauftragte der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens.
- Kosten: EZ 48 EUR, Frühstück 10 EUR
- Anmeldung erforderlich.
Mechthild wurde um 1207 geboren und entstammte einer hochadeligen Familie aus dem Umfeld Magdeburgs. Sie war mit den Sitten und Bildern der höfischen Dichtung des 13. Jahrhunderts vertraut und besaß somit eine weltliche Bildung. Um 1230 schloss sie sich einer Beginengemeinschaft in Magdeburg an, einer Gruppe gemeinschaftlich und enthaltsam lebender Frauen, die aber kein Ordensgelübde abgelegt hatten. Während dieser Zeit schrieb sie ihre Erlebnisse mit Gott auf. In den letzten Lebensjahren war ihr Zuhause Kloster Helfta, welches heute noch besucht werden kann.
Ein gemeinsamer Abend im Klostergarten gibt Gelegenheit zum Austausch und Kennenlernen. Im Rahmen der geistlichen Angebote durch die Zisterzienzerschwesternschaft sind Eindrücke des lebendigen Klosterlebens möglich. Zur Geschichte und Gegenwart des Klosters ist eine Führung durch die Ordensschwestern am Samstag, den 6. Juni für 10:00 Uhr geplant. Im Klosterladen können Produkte aus der Klostermanufaktur (Seifenherstellung) erworben werden.
- Termin: 19. Juni 2026
- Ort: Schloss Rochlitz: Sörnitzer Weg 1, 09306 Rochlitz
- Leitung: Kathrin Wallrabe, Gleichstellungsbeauftragte der Ev.- Luth. Landeskirche Sachsens.
- Kosten: 8 € Eintritt Schloss, Anmeldung erforderlich.
Herzogin Elisabeth von Rochlitz (1502 – 1557) war eine hessische Prinzessin und durch Heirat Erbprinzessin von Sachsen.
Sie verhalf der Reformation in Sachsen, gegen den Widerstand ihres Schwiegervaters Kurfürst Georg von Sachsen, zum Durchbruch und sorgte in ihrem Herrschaftsgebiet für evangelische Geistliche, Klöster ließ sie unangetastet. 1538 trat sie dem Schmalkaldischen Bund bei und versuchte mit allen Mitteln den Krieg zu verhindern.
- Termin: 26. Juni 2026, 10:00 bis 12:00 Uhr
- Ort: Radebeul
- Leitung: Kathrin Wallrabe in Kooperation mit Katja Kulisch, Gleichstellungsbeauftragte der Städte Radebeul und Coswig
- Eintritt frei. Anmeldung erwünscht.
- Start: 10:00 Uhr Uhr am Kulturbahnhof Radebeul Ost. Der Weg führt über die Gellertstraße bis zum Bilz-Sanatorium und endet wieder am Kulturbahnhof. Dort gibt es die Möglichkeit, im Kaffee einzukehren.
In vielen Städten erinnern Straßennamen an Männerpersönlichkeiten. Stadtgeschichte wird überwiegend aus männlicher Perspektive erzählt, so auch in Radebeul, wo neben Wein, der Blick auf Karl-May und Eduard Bilz gelenkt wird.
Kaum jemand weiß, dass Marie-August Bilz durch ihr Geld, welches sie in die Ehe mitbrachte, und durch ihr unermüdliches Arbeiten genauso am Erfolg des Bilz-Sanatoriums beteiligt war. Künstlerinnen, Ärztinnen, Pfarrerin, Baumeisterinnen bevölkerten Radebeul und hinterließen Spuren.
Im Rahmen eines Stadtrundgangs in Radebeul Ost werden verschiedene Orte weiblichen Wirkens sichtbar gemacht. Ein anschließender gemeinsamer Imbiss wird geplant.
- Termin: 28. und 29.08.2026
- Ort: Schloss Berthelsdorf: Schulstraße 27, 02747 Berthelsdorf
- Leitung: Kathrin Wallrabe, Gleichstellungsbeauftragte der Ev.- Luth. Landeskirche Sachsens,
Kosten für Übernachtung und Verpflegung werden noch bekanntgegeben.
Anmeldung erforderlich.
Als gelehrt, begabt und wohltätige Frau setzte sie sich für Glaubensflüchtlinge ein und unterstützte bedrängte und verfolgte Protestanten. Besonders lag ihr die Mädchenbildung am Herz. Sie war Mitbegründerin des Altenburger Magdalenenstifts, einem Bildungs- und Zufluchtsort für evangelische junge Mädchen.
Als Großmutter des Grafen von Zinsendorf stand ihr die Herrnhuter Brüdergemeine sehr nahe. Durch ihr weltoffenes tätiges Christentum unterstützte sie diese, insbesondere auch finanziell, ebenso die Franckesche Stiftungen. Die pietistische Erneuerungsbewegung entsprach ihrem Anspruch theologische Fragestellungen aus der Perspektive einer Frau zu formulieren, was durch ihr hohes Bildungsniveau (sie sprach acht Sprachen) bereichernd war. Außerdem verfasste sie zahlreiche geistliche Lieder und Gedichte.
- Termin: 4. September 2026, 15 Uhr
- Ort: Klosterruine »Zum Heiligen Kreuz«, 01662 Meißen, Leipziger Straße 94
- Leitung:
- Kathrin Wallrabe, Gleichstellungsbeauftragte der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens,
- Kosten: 6,00 €
Adelheid von Meißen stammt von dem Geschlecht der Wettiner ab. Sie verstand es, ein für die damalige Zeit sehr eigenständiges Leben zu führen und kämpfte trotz Widerstände energisch um ihre Rechte. Sie war Königin Böhmens an der Seite von Ottokar. Adelheid wurde nach mehr als 20-jähriger kinderreicher Ehe von ihrem Mann verstoßen, der 1199 Constanze von Ungarn heiratete. Sie starb im Februar 1211 im Kloster zum Heiligen Kreuz in Meißen.
Neben der Beschäftigung mit dem Leben von Adelheid von Sachsen und der politischen Ehepolitik der damaligen Zeit, wird es eine Führung durch den Kräutergarten des ehemaligen Klosters zum Heiligen Kreuz und Informationen zum Frauenklosterleben geben.
Vergangene Veranstaltungen der Reihe:
- Termin: 6. Februar 2026, 16:00 Uhr
- Ort: Landeskirchenamt Dresden/Bibliothek
- Leitung: Kathrin Wallrabe, Referentin: Dr. Johanna Liedke
- Eintritt frei. Anmeldung ist erforderlich.
Die Büchersammlung des Freiberger Magdalenerinnenklosters befindet sich in der Bibliothek der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens in Dresden. Die 49 erhaltenen Bände lassen die Bildung der Nonnen im Kloster und ihre geistliche Prägung deutlich werden. Das Kloster gehörte zu den Ordensneugründungen im 13. Jahrhundert. Nonnen brachten Bücher mit ins Kloster, so zum Beispiel Katharina Simich, Tochter eines Freiberger Ratsherren, oder von Margaretha von Schönberg, der letzten Subpriorin des Klosters. Von Ursula von Münsterberg, ebenfalls einer Nonne, ist überliefert, dass sie reformatorische Schriften im Kloster bevorzugte, die offensichtlich eingeschmuggelt wurden und zu heftigen Auseinandersetzungen führten.
- Termin: 13. März 2026, 14:00 bis 16:00 Uhr
- Ort: Radebeul
- Leitung: Kathrin Wallrabe in Kooperation mit Katja Kulisch, Gleichstellungsbeauftragte der Städte Radebeul und Coswig
- Eintritt frei. Anmeldung erwünscht.
In vielen Städten erinnern Straßennamen an Männerpersönlichkeiten. Stadtgeschichte wird überwiegend aus männlicher Perspektive erzählt, so auch in Radebeul, wo neben Wein, der Blick auf Karl-May und Eduard Bilz gelenkt wird.
Kaum jemand weiß, dass Marie-August Bilz durch ihr Geld, welches sie in die Ehe mitbrachte, und durch ihr unermüdliches Arbeiten genauso am Erfolg des Bilz-Sanatoriums beteiligt war. Künstlerinnen, Ärztinnen, Pfarrerin, Baumeisterinnen bevölkerten Radebeul und hinterließen Spuren.
Im Rahmen eines Stadtrundgangs in Radebeul Ost werden verschiedene Orte weiblichen Wirkens sichtbar gemacht. Ein anschließender gemeinsamer Imbiss wird geplant.
Angebote für Männer
Die Männerarbeit der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens hält verschiedene Angebote speziell für Männer bereit. „Mit Bibel, Bildung und Begegnung“ lädt sie Männer unterschiedlichen Alters ein, sich mit ihren spezifischen Fragen zum Leben und Glauben auseinanderzusetzen und ihrer Verantwortung im persönlichen Bereich, in Ehe und Familie, im Beruf, in der Gemeinde und im gesellschaftlichen Leben gerecht zu werden.
Die Männerarbeit organisiert Freizeiten (Rüstzeiten) für Männer und fördert örtliche und regionale Männer-Veranstaltungen und überregionale Angebote für Männer. Weitere bewährte Formate sind für Väter mit Kindern und Großväter mit Enkeln ebenso wie für Ehe-Paare und Familien.
Der Arbeitsbereich „Handwerk und Kirche“ richtet seine Veranstaltungen speziell auf Handwerker und Gewerbetreibende aus.